CH: Spektakulärer römischer Münzschatz entdeckt

Mehr
19 Nov 2015 11:55 - 19 Nov 2015 14:38 #1 von Jupiterl
Spektakulärer römischer Münzschatz entdeckt

Ein spektakulärer Fund von über 4.000 Münzen aus der Römerzeit lässt nicht nur die Augen von Archäologen funkeln: In der Nähe von Aarau wurde einer der größten Münzschätze der Schweiz ausgegraben. Ein Bauer entdeckte zufällig die ersten Münzen.

Die Münzen sind sehr gut erhalten und stammen aus der Zeit um 295 nach Christus. Das teilte die Kantonsarchäologie Aargau am Donnerstag mit. Die Fachleute gehen davon aus, dass die Münzen kurz nach der Prägung aus dem Verkehr gezogen und vergaben worden waren.

Zuvor römische Siedlung ausgegraben
Sie lagen danach mehr als 1700 Jahre gut versteckt unter Erde - bis sie ein Bauer in Ueken im Fricktal in seiner Kirschbaumplantage fand. Der Landwirt entdeckte zunächst auf einem Maulwurfhügel einige grün schimmernde Münzen.

Die Bauernfamilie erinnerte sich daran, dass wenige Monate zuvor im nahen gelegenen Frick eine römische Siedlung ausgegraben worden war. Der Landwirt informierte die Kantonsarchäologie, die dessen Vermutung bestätigte: Die außergewöhnlich gut erhaltenen, fast prägefrischen Münzen stammen aus der Römerzeit.

Die Archäologen sicherten die Fundstelle. Unter strenger Geheimhaltung ließ der Kanton im September eine Ausgrabung machen. "Was wir dann innerhalb von drei Tagen freilegen, dokumentieren und bergen konnten, übertrifft alle Erwartungen bei Weitem", sagt Kantonsarchäologe Georg Matter. Es gebe nur vereinzelt vergleichbare Münzschätze.


Weiteres:
science.orf.at/stories/1764702/
derstandard.at/2000026039192/Schweizer-B...emischen-Muenzschatz
Letzte Änderung: 19 Nov 2015 14:38 von Jupiterl.
Es bedanken sich: Carolus, Karl

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
28 Feb 2021 00:58 - 28 Feb 2021 01:01 #2 von Ariadne
Weiterer sensationeller Münzfund:

Einzigartiger römisch-keltischer Münzschatz entdeckt

Bei Prospektionsgängen im Kanton Zug haben Archäologen einen schweizweit einzigartigen Münzschatz aufgespürt. Die Entdeckung besteht aus 20 Silber- und 3 Bronzemünzen aus keltischer und römischer Zeit. Laut dem Inventar der Fundmünzen der Schweiz ist das in Zug aufgefundene Ensemble aufgrund seiner Zusammensetzung wissenschaftlich äusserst bedeutend. Die vielfältigen Motive auf den Münzen sind eine Art «Instagram der Antike».
Der Fund wurde im Januar 2020 im Rahmen von Prospektionsarbeiten in einem abgelegenen Waldstück zwischen Zug und Walchwil gemacht. Es könnte sich um den Inhalt einer vor rund 2000 Jahren verlorengegangenen Börse handeln. Das aufgefundene Geld stammt aus dem 2. und 1. Jh. v. Chr. und setzt sich im Wesentlichen aus keltischen Silbermünzen und römisch-republikanischen Silber- und Bronzemünzen zusammen.
In der Schweiz ist bislang nur ein einziger weiterer Mischfund von keltischen Silbermünzen und republikanischen Denaren entdeckt worden. Bei den 11 keltischen Geldstücken handelt es sich um sog. «Obole» (Kleinsilberstücke). Sie stammen aus Noricum, einem keltischen Königreich, welches einst große Teile des heutigen Österreichs, das Burgenland und Teile von Westungarn umfasste. Die 12 römischen Münzen setzen sich zusammen aus 8 Silber-Denaren, 1 Silber-Quinar sowie 3 Bronzemünzen, darunter das jüngste Fundstück das um 15–9/7 v. Chr. in Nemausus, dem heutigen Nîmes (Frankreich), geprägt wurde.

Mehr unter:
antikewelt.de/2021/02/26/muenzschatz-ent...KhzPyXUGp8SHL-Ze3yXA
Letzte Änderung: 28 Feb 2021 01:01 von Ariadne.
Es bedanken sich: Karl

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Powered by Forum