Litt rätselhafter Pharao unter Gigantismus?

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12 Aug 2017 07:55 #1 von Jupiterl
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ALTES ÄGYPTEN:
Litt rätselhafter Pharao unter Gigantismus?

Über den ägyptischen Pharao Sanacht weiß die Geschichtsschreibung bislang recht wenig. Seine vermeintlichen Knochen legen aber krankhaften Riesenwuchs nahe.
von Daniel Lingenhöhl

Er soll feindlich gesinnte Beduinen vertrieben und Türkis als Rohstoff beschafft haben: Recht viel mehr ist über die Regierungszeit des ägyptischen Pharaos Sanacht aus der Zeit zwischen 2690 und 2670 v. Chr. nicht bekannt. Auch sein Grab gilt vielen Archäologen als verschollen, andererseits wurden Anfang des 20. Jahrhunderts einige Knochen aus der Grabstätte Mastaba K2 bei Beit Khallaf exhumiert, die dem Herrscher zugeschrieben werden. Gleich ob es sich bei ihnen um die Überreste von Sanacht oder einem anderen hohen Würdenträger handelt, so könnten sie jedenfalls einer der ältesten gesicherten Hinweise auf krankhaften Riesenwuchs sein. Das schreiben Francesco Galassi von der Universität Zürich und seine Kollegen in "Lancet. Diabetes & Endocrinology", nachdem sie den Fund neu analysiert haben. Riesenwuchs oder Gigantismus tritt auf, wenn der Körper während der Wachstumsphase zu viel vom Wachstumshormon Somatropin produziert.

Die Knochen aus Mastaba K2 gehörten zu einer Person, die für die damalige Zeit außergewöhnlich groß war. Mit 1,87 Meter überragte sie den Durchschnitt der Bevölkerung um zwölf Prozent – selbst Pharaonen, die dank der besseren Versorgung größer waren als die normalen Menschen, reichten nicht an diesen Riesen heran. Vor allem die Bein- und Armknochen wiesen Spuren von Gigantismus auf, so die Wissenschaftler, der Schädel dagegen etwas weniger, sieht man von verstärktem Breitenwachstum im Kieferbereich ab. Aus ihren Daten schließen Galassi und Co, dass Sanacht (oder die nicht mit Status und Namen bekannte Person) von der krankhaften Veränderung betroffen war – was das Skelett zum ältesten bekannten Fall von Gigantismus macht. Gesellschaftliche Nachteile hatte der Tote damals allerdings nicht zu befürchten, da Größe nicht zu Stigmatisierung führte.

Weiteres:
derstandard.at/2000062561353/PharaoSanac...weise-an-Riesenwuchs
science.orf.at/stories/2860003/
https://xn--archologieforum-3kb.org/index.php/forum/aegyptologie-und-koptologie/topic/create

www.thelancet.com/journals/landia/articl...(17)30171-7/fulltext

PS.: Jupiterl muß das "Spektrum " pädagogisieren, weil die halt irgendwas ägyptisch-attraktives als Bild geliefert haben, während die "Anderen" themenbezogene Bilder liefern.
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