Das Geheimnis der Ibis-Mumien

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01 Mai 2019 14:03 #1 von Jupiterl
Das Geheimnis der Ibis-Mumien wurde erstellt von Jupiterl
ALTE ÄGYPTER
:
Das Geheimnis der Ibis-Mumien

Die alten Ägypter verehrten Heilige Ibisse und bestatteten sie in riesigen Mengen. Aber woher nahmen sie all die Vögel?
News 30.04.2019 von Robert Gast

Die alten Ägypter bestatteten nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Mit Abstand am häufigsten sind Archäologen auf Mumien der Vogelart Heiliger Ibis (Threskiornis aethiopicus) gestoßen: Allein in der Nekropole von Sakkara wurden 1,5 Millionen der Tiere bestattet, in der Grabstätte Tuna el-Gebel ganze vier Millionen. Die Ägypter der 26. Dynastie (664-525 v. Chr.) und späterer Generationen verehrten die bis zu 75 Zentimeter großen Vögel, ließen sie vereinzelt in ihren Tempeln leben und überbrachten sie in großen Mengen dem Gott Toth als Opfer.

Aber woher nahmen die Menschen all die Vögel? Manche Hieroglyphen aus dieser Zeit lassen sich so interpretieren, dass die Ägypter in ihren Tempelanlagen riesige Ibis-Tierfarmen unterhielten, um einen stetigen Nachschub zur Hand zu haben. Eine Genanalyse von 14 Ibismumien bringt diese Theorie nun jedoch ins Wanken: Das mitochondriale Erbgut der Tiere weise eine überraschend große Vielfalt auf, die der heutiger Ibis-Populationen in Zentralafrika ähnele, berichtet ein Team um Sally Wasef von der australischen Griffith University auf dem Preprint-Server bioXriv.

Weiteres:
www.spektrum.de/news/das-geheimnis-der-ibis-mumien/1642290

www.biorxiv.org/content/10.1101/610584v1.full
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14 Nov 2019 07:09 #2 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Das Geheimnis der Ibis-Mumien
MUMIEN-DNA
Geopferte Ibisse im alten Ägypten doch nicht aus Massentierhaltung
14. November 2019, 06:46

Der Heilige Ibis wurde in Ägypten einst verehrt – und millionenfach getötet. Eine Studie zeigt, dass die Vögel offenbar nicht gezüchtet wurden

Nicht nur Menschen wurden im alten Ägypten mumifiziert, sondern auch Tiere, denen eine besondere religiöse Bedeutung zukam – und das in bemerkenswerter Zahl. So hat man in einstigen Kultstätten Millionen von Vogelmumien gefunden, darunter sehr viele Ibisse. Wie die Ägypter an diese Vögel kamen, wird seit langem diskutiert. Eine Hypothese lautet, dass es eine antike Massentierhaltung zu Opferzwecken gegeben haben könnte.

Wissenschafter um Sally Wasef von der Griffith University in Australien sind dieser Frage nun genauer nachgegangen. Sie analysierten die DNA von Mumien des Heiligen Ibisses (Threskiornis aethiopicus), eines in weiten Teilen Afrikas vorkommenden Verwandten unseres Waldrapps. Im Zeitraum vor rund 2700 bis 1800 Jahren wurden diese Tiere massenhaft in Opferritualen getötet, mumifiziert und beigesetzt. Sie wurden als Inkarnation des Thot verehrt. Dieser Gott des Mondes und der Weisheit wurde dementsprechend meist mit dem Kopf eines Ibisses dargestellt.

Weiteres:
www.derstandard.at/story/2000111014859/g...us-massentierhaltung
science.orf.at/stories/2994366/

doi.org/10.1371/journal.pone.0223964
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