Ärger um einen neuen Abschnitt der Erdgeschichte: Das Klima habe weltweit Hochkulturen zerstört, schrieben Geologen

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26 Sep 2018 07:48 #1 von Jupiterl
Ein etwas eigenartiger Artikel:
ARCHÄOLOGEN GEGEN GEOLOGEN
Streit um neues Zeitalter
Ärger um einen neuen Abschnitt der Erdgeschichte: Das Klima habe weltweit Hochkulturen zerstört, schrieben Geologen. Archäologen halten das für Quatsch.
von Lars Fischer 24.09.2018

Zwei Jahrhunderte lang herrschte in den Tropen Trockenheit. Rund um den Globus, vom Nil bis zum Yangtze, versanken blühende Zivilisationen in Trümmern. So dramatisch war das Ereignis, dass die Internationale Kommission für Stratigraphie im Juli 2018 diesen Moment der Geschichte als Beginn eines neuen geologischen Zeitabschnitts definierte. Demnach begann vor mehr als 4000 Jahren das Meghalayum – das letzte von drei Unterkapiteln des Holozäns.

Die Spuren der Trockenphase finden sich in den Schlammschichten westafrikanischer Seen und in der Eiskappe des Kilimandscharo ebenso wie in Pollenproben aus Nordamerika und Australien. Veröffentlichungen zeigen Spuren schwerer Dürre in China, gleichzeitig schwächte sich der Monsun in Südasien ab. In Kanada wuchsen die Gletscher, in Europa die Torfmoore.

Gleichzeitig zerfiel in Mesopotamien das Akkadische Reich, und in Ägypten endete das Zeitalter der Pyramiden. Weiter östlich verfiel die Harappa-Zivilisation am Indus zu einer dörflich geprägten Kultur, auch in China machten Landwirtschaft treibende Gemeinschaften Platz für die dürretolerantere Viehhaltung. Für die Kommission Grund genug, den globalen Kollaps als Beginn einer neuen stratigrafischen Unterteilung zu verkünden.

Weiteres:
www.spektrum.de/news/streit-um-neues-zeitalter/1593362?

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