Haben wir uns selbst domestiziert?

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05 Dez 2019 12:50 #1 von Jupiterl
Haben wir uns selbst domestiziert? wurde erstellt von Jupiterl
Haben wir uns selbst domestiziert?

Seit mehr als 100 Jahren vermuten Biologen, dass sich der moderne Mensch im Lauf der Evolution in einen „zahmen“ Primaten verwandelt hat. Jetzt erhält die umstrittene Hypothese neuen Aufwind: durch einen Fund im menschlichen Erbgut.

Die Geschichte dieser Entdeckung beginnt mit einer seltenen Erbkrankheit namens Williams-Beuren-Syndrom. Menschen, die an diesem Syndrom leiden, sind kognitiv eingeschränkt und haben große Probleme mit der räumlichen Wahrnehmung. Was nach außen hin aber nicht sofort auffällt, denn die Betroffenen sind meist überdurchschnittlich eloquent, sanft und umgänglich. Man könnte auch sagen: Sie sind noch sozialer als „normale“ Menschen.

Der italienische Stammzellenforscher Giuseppe Testa hat sich nun die Ursache der Erbkrankheit genauer angesehen. Williams-Beuren-Patienten fehlt ein Stück DNA am Chromosom 7, das sogenannte BAZ1B-Gen – und dann ist da noch ein auffälliges anatomisches Detail: Sie haben eine besondere Gesichtsform, ihr Kinn ist zart, die Stirn vergleichsweise breit.

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science.orf.at/stories/2995366/

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