Bronzezeitliches Europa, Rispenhirse auf Speisezettel

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15 Aug 2020 22:34 #1 von Ariadne
Schnelle Akzeptanz fremder Ernährungstradition im bronzezeitlichen Europa: Rispenhirse gelangte auf den Speisezettel
Dr. Boris Pawlowski Presse, Kommunikation und Marketing
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca. 3500 Jahren. Dies belegen häufige archäologische Funde von Überresten der Rispenhirse (Panicum miliaceum L.). Eine groß angelegte Studie des Sonderforschungsbereichs SFB 1266 „TransformationsDimensionen – Mensch-Umwelt Interaktion in prähistorischen und archaischen Gesellschaften“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wurde gestern (13. August) im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht. Sie zeigt, wie Rispenhirse im bronzezeitlichen Europa auf den Speisezettel rückte.

Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca. 3500 Jahren. Dies belegen häufige archäologische Funde von Überresten der Rispenhirse (Panicum miliaceum L.), ein Getreide mit kleinen, rundlichen Körnern. Eine groß angelegte Studie des Sonderforschungsbereichs SFB 1266 „TransformationsDimensionen – Mensch-Umwelt Interaktion in prähistorischen und archaischen Gesellschaften“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wurde gestern (13. August) im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht. Sie zeigt, wie Rispenhirse im bronzezeitlichen Europa auf den Speisezettel rückte. Schon damals bestanden intensive Handels- und Kommunikationsnetzwerke, die eine erstaunlich schnelle Ausbreitung dieser neuen, fernöstlichen Kulturpflanze ermöglichten.

Vollständig unter:
idw-online.de/de/news752602?fbclid=IwAR0...MKOq-7KGGaMJLTSJIqHQ
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28 Feb 2021 00:42 - 28 Feb 2021 00:43 #2 von Ariadne
Weiteres zur Hirse in Europa:
Westeuropäer trotzten der Trockenheit vor 3.000 Jahren mit Hirse-Anbau
Das widerstandsfähige Getreide, das ursprünglich aus Asien stammt, ersetzte Gerste und Weizen.
Genf – Ein Getreidewechsel hat den Menschen vor Jahrtausenden wahrscheinlich über schwere Zeiten hinweggeholfen:
In der späten Bronzezeit hielt in der Westschweiz und in Frankreich Hirse Einzug in den Speiseplan. Der Anbau des widerstandsfähigen Getreides war wohl eine Antwort auf die Trockenheit, die zu dieser Zeit in Europa herrschte. Darauf deutet eine im Fachmagazin "Plos One" erschienene Studie hin.
Die Bronzezeit war geprägt von Klimaveränderungen, Bevölkerungswachstum und aufblühenden Handelsbeziehungen. Archäologen der Universität Genf und der spanischen Universität Pompeu Fabra (UPF) in Barcelona rekonstruierten nun anhand von dutzenden menschlichen und tierischen Skeletten sowie Pflanzenproben aus der Westschweiz und der Haut-Savoie in Frankreich, wie die Menschen auf diese Umwälzungen reagierten.

Mehr unter:
www.derstandard.at/story/2000123810791/w...0LAlBlDUaAM7_tufymek
Letzte Änderung: 28 Feb 2021 00:43 von Ariadne.

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