Spuren grausiger Reiterkrieger-Rituale in Sibirien entdeckt

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20 Sep 2020 10:20 #1 von Jupiterl
SPÄTANTIKE
Spuren grausiger Reiterkrieger-Rituale in Sibirien entdeckt
20. September 2020, 07:00

Die Untersuchung eines spätantiken Gräberfelds in der südsibirischen Republik Tuwa bringt brutale Praktiken ans Licht

In der heutigen Republik Tuwa in Südsibirien lebten einst kriegerische Nomaden, die Archäologen zur Kokel-Kultur zählen. Antike Autoren beschrieben die sibirischen Steppennomaden als gewaltbereite Gruppen, die oftmals angrenzende Gebiete sesshafter Gemeinschaften plünderte. Allerdings sind von diesen Nomadengruppen nur wenige archäologische und anthropologische Daten vorhanden, die mehr über das Leben dieser Reiterkrieger verraten könnten.

Skalpiert und geköpft
Das ändert nun der Fund eines spätantiken Gräberfelds: Ein schweizerisch-russisches Forscherteam hat auf der Ausgrabungsstätte "Tunnug1" 87 Skelette aus dem 2. bis 4. Jahrhundert untersucht. Dort begruben die sibirischen Steppennomaden ihre Toten in der Nähe eines früheren skythischen Grabhügels. Das Ergebnis, das die Wissenschafter um Marco Milella von der Uni Bern im Fachblatt "American Journal of Physical Anthropology" präsentieren: Gewalt spielte tatsächlich eine große Rolle im Leben dieser Menschen.

Viele der Skelette wiesen Spuren von Gewalt auf, ein Viertel der untersuchten Individuen starb eines unnatürlichen Todes: Zumeist entstanden die tödlichen Verletzungen im Nahkampf, in vielen Fällen wurden die Opfer geköpft, wie das Forscherteam berichtet.

Weiteres:
www.derstandard.at/story/2000120075942/s...eiterkrieger-rituale

onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ajpa.24142

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