Russland, Onegasee, Bestattungen mit Elchzähnen

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23 Jan 2021 00:24 - 23 Jan 2021 00:27 #1 von Ariadne
Mit Elchzähnen geschmückt begraben
21. Januar 2021

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Insgesamt 90 Elchzähne wurden bei einer Toten aus dem Gräberfeld der Insel Yuzhniy Oleniy Ostrov entdeckt. Unter anderem waren sie vermutlich an einem schürzenähnlichen Kleidungsstück befestigt. (Bild: Zeichnung von Tom Bjorklund)

Elchzähne besaßen offenbar eine große Bedeutung für ein steinzeitliches Volk im heutigen Nordwestrussland. Davon zeugen tausende von Funden in einem Gräberfeld auf einer Insel im Onegasee. Dort wurden vor etwa 8200 Jahren die Toten mit Kleidungstücken bestattet, die teils üppig mit Elchzahn-Anhängern verziert waren, berichtet die Universität Helsinki. Im Gegensatz zu anderen Völkern der Zeit durchbohrten die Menschen dieser Jäger-und-Sammler-Gesellschaft die Zähne nicht, sondern versahen sie mit Einkerbungen zur Aufhängung. Möglicherweise war dies eine Art Markenzeichen des Volks vom Onegasee. Viele archäologische und ethnografische Forschungen dokumentieren, dass Menschen schon seit Urzeiten und überall auf der Welt bestimmte Objekte als Schmuck- oder Symbol-Elemente verwendet haben. Auch in den Kulturen der steinzeitlichen Jäger-und-Sammler-Völker Eurasiens spielten sie eine wichtige Rolle. Unter anderem waren die Zähne verschiedener Tierarten beliebte Schmuckgegenstände dieser prähistorischen Menschen. Bei einem der Fundorte, die dies eindrucksvoll belegen, handelt es sich um ein steinzeitliches Gräberfeld auf der kleinen Insel Yuzhniy Oleniy Ostrov im Onegasee in der russischen Republik Karelien.
Eine Vorliebe für Elchzähne
Dort wurden den Datierungen zufolge im Zeitfenster vor 8250 bis 8000 Jahren zahlreiche Männer, Frauen und Kinder unterschiedlichen Alters bestattet. Archäologen haben in den Gräbern neben vielen Beigaben Tausende von Tierzähnen im Zusammenhang mit den Skeletten entdeckt. Sie lagern heute in der anthropologischen Sammlung der Kunstkammer in Sankt Petersburg. Nun haben die Forscher um Kristiina Mannermaa von der Universität Helsinki diesem besonderen Schatz aus insgesamt 84 Gräbern eine genauere Untersuchung gewidmet.

Vollständig unter:
www.wissenschaft.de/geschichte-archaeolo...FsiatTT2WZ8rnwN236A4
Letzte Änderung: 23 Jan 2021 00:27 von Ariadne.
Es bedanken sich: Carolus

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