Heuneburg: Die Keltenmetropole jenseits der Alpen

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25 Jun 2020 12:54 #1 von Jupiterl
DEUTSCHLANDS VORGESCHICHTE
Die Keltenmetropole jenseits der Alpen
von Hubert Filser 24.06.2020

Am Oberlauf der Donau entstand im 7. Jahrhundert v. Chr. eine Drehscheibe des europäischen Handels. Die keltische Heuneburg entfaltete sich zum Machtzentrum einer reichen Region.

Zahlreiche flache Lastkähne und Flöße legen am Hafen direkt unterhalb des vorspringenden Geländerückens an. An der Heuneburg beginnt und endet eine Wasserstraße, die 2700 Kilometer Richtung Osten bis zum Schwarzen Meer führt. Über die Donau gelangen Waren aus der griechischen Welt ins Keltenreich. Doch nicht nur aus dem Osten beziehen die Herren der Heuneburg Güter: Über die Alpenpässe kommen Luxusgüter – italischer Wein und etruskischer Schmuck –, aus dem Norden erreichen Wolle, Bernstein, Ölschiefer und Geweihe die Keltenmetropole. Und oben auf dem Burgberg verarbeiten Handwerker in dicht an dicht stehenden Schmieden die Materialien zu kostbarem Schmuck, Schwertern und prunkvollen Gefäßen.

»Die Heuneburg war damals der Nabel der keltischen Welt«, sagt der Archäologe Dirk Krausse vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, der den Keltensitz auf der Heuneburg und dessen Umgebung in Baden-Württemberg untersucht. »Die Menschen waren richtig reich.« Offenbar hatten die Kelten den Standort geschickt gewählt: Von hier war der Oberlauf der Donau das ganze Jahr befahrbar. Auch über Land war der Ort gut angebunden.

Weiteres:
www.spektrum.de/news/die-keltenmetropole...ts-der-alpen/1729292

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28 Dez 2021 21:38 - 28 Dez 2021 21:40 #2 von Ariadne
Archäologen finden Toranlage an der Heuneburg 

Herbertingen (dpa/lsw) - Archäologen sind bei ihren Grabungen bei Herbertingen (Kreis Sigmaringen) auf Hinweise gestoßen, die auf eine Toranlage des frühkeltischen Machtzentrums schließen lassen. Etwa 750 Meter westlich der Heuneburg kamen zwei nebeneinanderliegende Grabenabschnitte von sechs Metern Breite und über drei Metern Tiefe zum Vorschein, wie das Landesdenkmalamt am Montag in Stuttgart mitteilte.
Die Funde deuteten auf eine sieben Meter breite Eingangssituation hin, die vermutlich durch eine Toranlage geschützt worden sei. Material, das die Archäologen in der Grabenverfüllung fanden, lasse sich in die erste Hälfte des 6. Jahrhunderts vor Christus datieren. Es seien zahlreiche Tierknochen, Bronzefunde, bemalte Keramikscherben und Abfallstücke von der Schmuckherstellung aus Ölschiefer geborgen worden. Die Anzahl der Funde spreche für eine dichte Besiedlung und für einen gewissen Wohlstand der Bewohner.

Mehr unter:
www.sueddeutsche.de/wissen/archaeologie-...Jbenp1Udn_juRY_zg5a0
Letzte Änderung: 28 Dez 2021 21:40 von Ariadne.
Es bedanken sich: Carolus, Jupiterl

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