170 Hügelgräber in Schandorf zu besichtigen

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05 Mai 2021 20:31 - 05 Mai 2021 20:32 #1 von Jupiterl
170 Hügelgräber in Schandorf zu besichtigen wurde erstellt von Jupiterl
Chronik
70 Hügelgräber in Schandorf zu besichtigen
Online seit gestern, 10.34 Uhr

Im Schandorfer Wald (Bezirk Oberwart) verbirgt sich ein archäologischer Schatz. Fast unscheinbar eingebettet findet man dort eines der bedeutendsten Riesen-Hügelgrabfelder Mitteleuropas. Dieses kann ab sofort besichtigt werden. Schautafeln und ein Querschnitt-Nachbau im Ort geben noch mehr Einblicke in die Geschichte.

Unscheinbar und versteckt liegen die rund 170 unter Denkmalschutz stehenden Hügelgräber im Schandorfer Wald. Sie stammen hauptsächlich aus der Hallstattzeit, etwa 700 Jahre vor Christus. Die Menschen, die hier einst lebten, haben gut gewirtschaftet und gehandelt, erzählt Edith Mühlgaszner aus Schandorf: „Und zwar mit der Gewinnung von Eisen, indem sie Eisen geschmolzen haben. Dadurch sind sie dann zu großem Reichtum gekommen.“Die Riesen-Grabhügel sind bis zu 40 Meter breit und beachtliche 16 Meter hoch. „Je wichtiger die Position des Verstorbenen in der Gesellschaft war, umso höher wurde sein Grabhügel errichtet“, so Mühlgaszner.

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burgenland.orf.at/stories/3102240/
Letzte Änderung: 05 Mai 2021 20:32 von Jupiterl.

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04 Jun 2021 19:25 - 04 Jun 2021 19:27 #2 von Jupiterl
„100 Jahre – 100 Plätze“
Die Hügelgräber von Schandorf
Online seit gestern, 19.10 Uhr

Im Wald bei Schandorf (Bezirk Oberwart) gibt es einen besonders mystischen Ort: Dort befindet sich eines der größten Gräberfelder aus der Eisenzeit. Die Hügelgräber sind fast 3.000 Jahre alt. 

Rund 300 Hügelgräber findet man im Schandorfer Wald. Die höchsten ragen etwa 16 Meter aus dem Waldboden. „Eisenfürsten“, die es mit dem Handel von Metallen zu Reichtum gebracht haben, seien hier bestattet worden, erzählte die Archäologin Manuela Thurner. Es gebe aber wesentlich mehr Gräber, denn Hügelgräber hätten sich nur die Ober- und Mittelschicht leisten können. Es gebe mit Sicherheit auch viele Flachgräber, wo die sozial niedrigere Schicht bestattet worden sei, so Thurner.

Leben in Burg, Bestattung in Schandorf
Die Siedlung der in Schandorf bestatteten Menschen befand sich in unmittelbarer Nähe, nämlich in der heutigen Gemeinde Burg. Man wisse aus archäologischen Analysen, dass es in der frühen Eisenzeit wesentlich mehr Niederschlag gegeben habe und es etwas kühler gewesen sei, sagte Thurner. Zwischen Burg und dem Hügelgräberfeld von Schandorf sei also ein See gewesen. „See, Wasser ist ein guter Übergang ins Jenseits, ist ja auch in anderen Kulturen so“, erklärte die Archäologin. Das bedeute, dass die Menschen ihre Verstorbenen von der Welt der Lebenden in Burg über Wasser zum Hügelgräberfeld nach Schandorf, in die Welt der Toten gebracht haben.

Weiteres:
burgenland.orf.at/magazin/stories/3106719/
Letzte Änderung: 04 Jun 2021 19:27 von Jupiterl.
Es bedanken sich: Karl

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