Neues Forschungs- und Restaurierungsprojekt in Pompeji

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03 Aug 2013 08:34 - 03 Aug 2013 08:35 #1 von Jupiterl
Neues Forschungs- und Restaurierungsprojekt in Pompeji
Kategorie: Denkmalschutz
02.08.2013 - Fraunhofer-Gesellschaft / CS

Wind und Wetter setzen den Gebäuden in Pompeji immer stärker zu, der antiken Stadt und ihrem Erbe droht ein unwiederbringlicher Schaden. Dem Verfall die Stirn bieten wollen führende europäische Forschungsinstitutionen unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP und des Lehrstuhls für Restaurierung der technischen Universität München (TUM) mit dem »Pompeii Sustainable Preservation Project«.

Weiteres:
www.archaeologie-online.de/magazin/nachr...kt-in-pompeji-26737/
Letzte Änderung: 03 Aug 2013 08:35 von Jupiterl.
Es bedanken sich: Karl
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31 Aug 2013 15:11 #2 von Aristoteles
Deutsche Initiative zur Erhaltung von Pompeji

31. August 2013, 12:05

Konservierung einer Insula als Pioniermaßnahme

Rom/München- Wissenschafter der Technischen Universität München, der Fraunhofer Gesellschaft und des ICCROM (Internationales Forschungszentrum für Denkmalpflege und Restaurierung von Kulturgütern mit Sitz in Rom) wollen herausfinden, wie das italienische Weltkulturerbe Pompeji dauerhaft vor dem Zerfall bewahrt werden kann. Ab 2014 soll ein Häuserblock der antiken Stadt, eine sogenannte Insula, komplett konserviert werden, teilte die TU München mit.

Die Wissenschafter wollen Nanotechnologien nutzen, um etwa die Fließfähigkeit des Kalks zu steigern und damit die berühmten Fresken durch Hinterfüllung zu stabilisieren. Die oberste Farbhaut der Bilder soll mit Kalk- und Siliziumverbindungen konserviert werden. Nach den Worten des Professors am Lehrstuhl für Restaurierung, Erwin Emmerling, gibt es bisher keine angemessene Form von präventiver Restaurierung.
Hintergrund

Der weltbekannten Ausgrabungsstätte Pompeji bei Neapel droht der Verlust ihres Status als UNESCO-Welterbe, sollte die Regierung in Rom bis Ende Dezember die dringlichsten Restaurierungsarbeiten nicht umsetzen. Die UN-Kulturorganisation will sich bis zum 1. Februar 2014 Zeit nehmen, um zu bewerten, ob die Schritte zur Sanierung des archäologischen Geländes reichen.

Italiens Kulturminister Massimo Bray versicherte kürzlich, dass bis 2015 39 Baustellen zur Rettung der Ausgrabungsstätten eröffnet sein werden. Außerdem soll demnächst ein modernes System zur Videoüberwachung eingerichtet werden. Mehr Personal sei aber notwendig, um die Instandhaltung Pompejis zu garantieren. Europäische und italienische Fördermittel in Höhe von 105 Millionen Euro waren für die Restaurierung des UNESCO-Welterbes schon vor längerer Zeit bereitgestellt worden.

Die archäologische Stätte in Süditalien ist kulturell von großer Bedeutung. Bei einem Vulkanausbruch des Vesuvs im Jahre 79 unserer Zeitrechnung wurde Pompeji unter meterhohen Aschebergen begraben und dadurch weitgehend konserviert. Tausende Menschen wurden bei dem Ausbruch getötet. Nach der Wiederentdeckung der altrömischen Stadt in der Neuzeit waren 44 Hektar der unter dem Auswurf zu großen Teilen gut erhaltenen Stadtanlage freigelegt worden. Sie gelten als Schaufenster in die antike Siedlungsgeschichte. (APA/red, derStandard.at, 31. 8. 2013)

derstandard.at/1376534926442

Meum est propositum in taberna mori
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23 Sep 2013 18:40 #3 von Jupiterl
Rettung der Ruinenstadt
20.09.2013

Pompeji bröckelt. Zwei Wissenschaftler haben einen Rettungsplan entworfen - sie wollen die antike Ruinenstadt zu einer Stätte für Forschung und Ausbildung machen.

Pompeji zu sehen macht einen glücklich und traurig zugleich. Glücklich, weil der Gang durch die Stadt wie eine Zeitreise direkt hinein ins Römische Reich ist - an kaum einem anderen Ort ist römisches Leben und Wohnen so gut nachfühlbar wie in den Straßen und Häusern der im Jahr 79 nach Christus verschütteten Stadt. Traurig, weil die Vergänglichkeit so greifbar wird. Nicht nur als Möglichkeit des plötzlichen Todes durch den Ausbruch eines Vulkans - sondern auch als ganz normaler, schleichender Verfall.


Weiteres:
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/archa...rlager-a-923486.html
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23 Feb 2016 19:16 #4 von Jupiterl
Forscher wollen verhindern, dass Pompeji weiter zerbröselt
21. Februar 2016, 12:53

Internationale Archäologie-Experten beraten in München über die Zukunft einer der berühmtesten Ausgrabungsstätten Europas

München – Wissenschafter wollen dabei helfen, den Verfall von Pompeji zu stoppen und beraten über die Vorgehensweise in München. Forscher der Technischen Universität (TU) München und des Fraunhofer-Institutes für Bauphysik arbeiten unter anderem an Dächern für die labile Ausgrabungsstätte am Fuße des Vesuvs in der Nähe von Neapel sowie an Techniken zur Sicherung von Oberflächen an Gebäuden oder Grabstätten.

Der erste Prototyp eines Schutzdaches sei entwickelt worden, sagte Albrecht Matthaei vom Fraunhofer-Institut am Freitag am Rande der internationalen Tagung "Pompeji – Schutz und Bewahrung eines archäologischen Welterbes". Jahrelang galt die 79 nach Christus beim Ausbruch des Vesuvs verschüttete Stadt als Sorgenkind der Denkmalpflege. "Der Verschleiß ist gewaltig", sagte der Restaurierungswissenschafter Erwin Emmerling. Heute gebe es dort aber eine Entwicklung zum Positiven.

Zuschütten als Schutzmaßnahme
Überlegt wird allerdings auch, Teile der Ausgrabungsstätte wieder zuzuschütten. Für den Erhalt wäre das oft das Beste, wie Emmerling sagt. Das könne aber nur für kleinere Gebäude gelten. "Es ist nicht daran gedacht, Pompeji, das man gerade ausgegraben hat, wieder zuzuschütten."

Immer wieder wird nach Angaben der Experten auch diskutiert, ob weitergegraben werden soll oder nicht. Aus konservatorischer Sicht sollten neue Ausgrabungen zwar vermieden werden, aber: "Ich muss die Leute immer wieder stoppen", sagte der Direktor des Internationalen Forschungszentrums für Denkmalpflege und Restaurierung von Kulturgütern in Rom, Stefano De Caro. Für die Archäologen sei es oft schwer, ihre Neugier im Zaum zu halten und nicht weiter zu graben, wenn sie ein neues, spannendes Gebäude entdecken. "Ausgraben oder nicht ausgraben – das ist hier die Frage."

Weiteres:
derstandard.at/2000031454841/Forscher-wollen-verhindern-dassPompeji-weiter
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