Weltkulturerbe Pompeji bröckelt weiter

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02 Dez 2013 17:11 #1 von Jupiterl
Weltkulturerbe Pompeji bröckelt weiter wurde erstellt von Jupiterl
Weltkulturerbe Pompeji bröckelt weiter
2. Dezember 2013, 12:23

Mitte Dezember soll die Restaurierung der bedeutenden antiken Stadt beginnen.

Rom - In der archäologischen Welterbestätte Pompeji bei Neapel ist nach Regenfällen erneut eine Mauer eingestürzt. Das betreffende Mauerstück befindet sich in einem Geschäft, das Teil der antiken Stadt ist, teilte die Verwaltung der archäologischen Stätten von Pompeji mit. Mitte Dezember soll die Restaurierung laut dem italienischen Kulturminister Massimo Bray beginnen, nachdem es in Pompeji in den vergangenen Monaten, aber auch Jahren wiederholt zu Einstürzen gekommen war.

Weiteres:
derstandard.at/1385169550759/Weltkulture...eji-broeckelt-weiter
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03 Dez 2013 11:06 - 03 Dez 2013 11:15 #2 von Aristoteles
Aristoteles antwortete auf Weltkulturerbe Pompeji bröckelt weiter
Nanotechnologie soll Pompeji vor dem Zerfall retten
30.11.2013 / Salzburger Nachrichten

München (SN). Als eine der größten Stadtruinen der Antike ist Pompeji eine Sensation. Größere Ausgrabungen begannen erst im 18. Jahrhundert. Den freigelegten Gebäuden setzen heute Umweltverschmutzung und vor allem das Alter zu. Dringlichste Aufgabe ist es, sie zu konservieren. Mit dem „Pompeji Sustainable Preservation Project“ wollen Forscher der Technischen Universität München und der Fraunhofer Gesellschaft in den nächsten Jahren herausfinden, wie sich das Weltkulturerbe am besten bewahren lässt. Erstes Projekt ist ab 2014 ein Häuserblock, eine „Insula“, die vom aufwendigen Wandgemälde bis zur kleinsten erhaltenen Mauer konserviert werden soll – mit örtlichen Baumaterialien und Hightech. So sollen Nanotechnologien die Fließfähigkeit des Kalks steigern und damit Fresken durch Hinterfüllung stabilisieren.

Meum est propositum in taberna mori
Letzte Änderung: 03 Dez 2013 11:15 von Aristoteles.
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03 Dez 2013 11:14 #3 von Aristoteles
Aristoteles antwortete auf Weltkulturerbe Pompeji bröckelt weiter
Antike Ruinen unter Druck
30.11.2013 / Salzburger Nachrichten
Italien arbeitet am Schutz der antiken Stätte

Pompeji ist die größte Stadtruine der Welt, mit 1500 Häusern und mehreren Millionen Quadratmetern Mosaiken. Weltweites Aufsehen erregte 2010 der Einsturz von Gebäuden. Rasch suchte man in ausländischen Medien nach Schuldigen. Doch die Ruinen leiden unter Sonne, Hitze, Regen, Feuchtigkeit, Kälte, Wind und Smog. Italien und Europa investieren nun 105 Millionen Euro in die Sanierung.

Die SN sprachen mit Jens-Arne Dickmann, Kurator der Archäologischen Sammlung der Uni Freiburg. Er forscht seit 20 Jahren in Pompeji.

Pompeji gerät oft in negative Schlagzeilen. Rasch ist die Rede von Schlamperei und Korruption. Wie ist die Situation?

Jens-Arne Dickmann: Seit ich in Pompeji archäologisch forsche, sind dort immer wieder einzelne Wände umgefallen. Das ist nach 100 oder mehr Jahren seit ihrer Freilegung nicht verwunderlich. Unsere heutigen Erwartungen an eine perfekte Konservierung sind in einem so großen Areal wie Pompeji nur mit größten Anstrengungen zu erfüllen. Als Archäologe bin ich natürlich besorgt, wenn solche Befunde kaputtgehen. Doch an anderen Stellen sind die Schäden mitunter dramatischer. So gehen etwa verputzte Wandflächen und Böden durch die Witterung und die Besuche von Millionen Touristen beständig verloren. Man bräuchte hier das Hundertfache an geschultem Personal für die Restaurierung.

In Italien ist unter Berlusconi der Kulturbereich finanziell ausgetrocknet worden . . .

Dickmann: Ja, und auch die Denkmalpflege hat darunter zu leiden. Dass es stellenweise Schlamperei und Korruption gibt, ist nicht zu leugnen. Doch man sollte vor allem vom Ausland aus mit Schuldzuweisungen vorsichtig sein. Die Archäologen dort leisten Herkulisches. Und sie können nichts für bürokratische Hürden. So sind etwa die Wächter in Pompeji Angestellte des Staates und lassen sich nicht mehr zur regelmäßigen Kontrolle der Ruine einsetzen. Man sollte den Denkmalpflegern die Möglichkeit geben, mehr geschultes Personal einzustellen und dessen Tätigkeit zu überwachen. Es fehlt an Unterstützung seitens der Politik.

Was ist an den Ausgrabungsstätten jetzt zu tun?

Dickmann: Das Wesentliche ist die Konservierung. Wissenschaft und Forschung sind nur möglich, wenn die Ruine begehbar ist. Die Denkmalpfleger haben das verstanden. Pompeji muss bis 2015 nachweisen, dass für den Erhalt des Weltkulturerbestatus alle Anstrengungen unternommen werden. Daran arbeitet man mit Nachdruck.UK

Meum est propositum in taberna mori
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14 Sep 2015 19:14 #4 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Weltkulturerbe Pompeji bröckelt weiter
Eigentlich keine Neuigkeit:
Erneut Mauer in Pompeji eingestürzt
14. September 2015, 18:19

Restaurierungsarbeiten gehen nur langsam voran

Neapel – In der historischen Ausgrabungsstätte Pompeji am Golf von Neapel ist erneut eine Mauer eingestürzt. Der Schaden an der etwa zwei Meter langen Abgrenzung sei am Montag entdeckt worden, teilten italienische Behörden mit.

Die Mauer befand sich demnach in einem nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereich der antiken Stadt. Die UNESCO-Weltkulturstätte Pompeji ist seit Jahren vom Verfall bedroht, immer wieder stürzen Mauern oder sogar ganze Gebäude ein. Vor einigen Jahren wurde deshalb ein Großprojekt zur Restaurierung Pompejis ins Leben gerufen, doch die dringend notwendigen Arbeiten gehen nur schleppend voran.

Jahr für Jahr besuchen Millionen von Touristen das 66 Hektar große Gelände, das bei einem Ausbruch des Vulkans Vesuv im Jahr 79 n. u. Z. verschüttet worden war. Der Ort wurde unter einer Ascheschicht begraben und dadurch weitgehend konserviert. (APA, 14.9.2015)


Quelle:
derstandard.at/2000022219291/Erneut-Maue...Pompeji-eingestuerzt
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