Rettungsaktion für prähistorischen Bergbau in Hallstatt läuft an

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17 Aug 2018 06:37 #1 von Jupiterl
Rettungsaktion für prähistorischen Bergbau in Hallstatt läuft an
16. August 2018, 17:46

Ohne regelmäßige Erhaltungsarbeiten sind zahlreiche Fundstellen im Salzberg von Hallstatt bald nicht mehr zugänglich

Ebensee – Im prähistorischen Bergbau in Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut läuft eine großangelegte Rettungsaktion für den Erhalt von 16 Fundstellen an. Die Arbeiten dauern bis 2025 und kosten rund 1,9 Millionen Euro. Das kündigte das Naturhistorische Museum (NHM) an, dessen Archäologen das Projekt wissenschaftlich begleiten.

Seit der Steinzeit und bis heute wird in Hallstatt Salz abgebaut. So hat sich eine weltweit einzigartige Kultur- und Industrielandschaft und um 700 vor unserer Zeitrechnung die vermutlich reichste Gemeinschaft Mitteleuropas entwickelt, die halb Europa mit Salz versorgt hat. Der Name einer ganzen Kulturepoche, die Hallstattzeit, erinnert daran.

Weltkulturerbe in Gefahr
Die prähistorischen Fundstellen sind Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Denn während ansonsten aus dieser Zeit nur Keramik, Stein oder Glas erhalten ist, hat der Salzbergbau mit seinen besonderen Bedingungen auch dort verlorene oder zurückgelassene Gegenstände aus organischen Materialien wie Holz, Fell, Leder und Textil konserviert. So sind Rucksäcke, Handschuhe, Fellkappen, Kleidungsteile und Hunderte Seile gefunden worden. Auch die älteste Holzstiege Europas ist im Salzberg entdeckt worden. Die tausenden Funde und archäologischen Befunde erlauben einmalige Einblicke in prähistorische Lebens- und Arbeitswelten, wie sie sonst in Europa nicht möglich sind.

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derstandard.at/2000085455717/Rettungsaktion-fuer-praehistorischen-Bergbau-in-Hallstatt-laeuft-an
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