Wikinger: Wie ein Krieger zur Kriegerin wurde

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07 Jun 2019 22:13 #1 von Ariadne
Wie ein Krieger zur Kriegerin wurde

Erst seit wenigen Jahren steht fest: Im Grab eines Wikingerkriegers liegt eigentlich eine Kriegerin. Der Fund erzählt einiges über ihr mögliches Leben, aber auch viel darüber, wie Vorstellungen der Gegenwart die Interpretation der Vergangenheit prägen.

Speere, eine Axt, ein Schwert, zwei Pferde und ein Brettspiel: Die Beigaben des berühmten Grabes BJ 581 im schwedischen Birka erzählten mehr als 100 Jahre lang die scheinbar offensichtliche Geschichte eines hochangesehenen Wikingerkriegers. Für die Forscher, die das Grab im Jahr 1878 entdeckten, war sonnenklar: Es handelt sich um einen Mann. Erst mehr als ein Jahrhundert später wurde diese Annahme von der schwedischen Forscherin Charlotte Hedenstierna-Johnson und ihrem Team in Frage gestellt und überprüft.

Ausführlich unter:
science.orf.at/stories/2986031/
Es bedanken sich: Carolus, Jupiterl
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08 Jun 2019 22:15 #2 von Jupiterl
Das kommt davon, wenn man über 100 Jahre lang Studenten lit der Logik beträufelt, dass eine Schwertbeigabe jede Geschlechtsbestimmung obsolet macht.

Dabei gibt es z.B. bei den ägyptischen Ahmosiden (17./18. Dyn.) etliche mit Tapferkeitsauszeichnzngen und sogar goldenen Prunkäxten ausgestattete Königinnenbestattungen. Müssen rechte Kampfhennen gewesen sein und erfreuten sich höheren Ansehens als ihre Nachfolgerinnen.
Es bedanken sich: Karl
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