Stonehenge

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19 Okt 2015 20:24 #11 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Stonehenge
Was die Baumeister von Stonehenge schmausten
19. Oktober 2015, 15:40

Forscher analysierten Knochen und Gefäßfragmente aus Durrington Walls. Die Ergebnisse geben Aufschluss über Organisation und Feierkultur der Steinkreis-Erbauer

York – Seit Jahrzehnten graben Archäologen in Durrington Walls, der nach heutigem Wissensstand einstmals größten steinzeitlichen Siedlung Nordeuropas. Schon 1967 wurden dort Überreste eines Steinkreises entdeckt. Das wahre Ausmaß dieser zu den Henge-Monumenten zählenden Megalithreihe offenbarte sich aber erst später: Wie Wissenschafter im September 2015 berichteten, dürfte es sich gar um die größte derartige Anlage Großbritanniens handeln.

Zudem liegt Durrington Walls nur 3,2 Kilometer von Stonehenge entfernt – und beherbergte einst mindestens 300 Gebäude. Die Vermutung liegt nahe, dass in dem neolithischen Dorf einst jene Menschen lebten, die über die Jahrhunderte auch Stonehenge und andere Monumente in der Umgebung erbauten und nutzten.


Weiteres:
derstandard.at/2000023940690/Was-die-Bau...tonehenge-schmausten

journals.cambridge.org/action/displayAbs...e=online&aid=9996399
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04 Nov 2015 21:36 #12 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Stonehenge
Es "neubauert" wieder:

Stonehenge: Forscher finden Siedlungsreste und Alge mit "magischem" Effekt
4. November 2015, 12:30

Archäologen des Ludwig Boltzmann Instituts stoßen auf weitere Überraschungen im Umfeld der Megalithanlage

London/Wien – Anfang September ließ ein Team aus österreichischen und britischen Wissenschaftern mit der Entdeckung des womöglich Steinmonuments Großbritanniens aufhorchen. Unter einer steinzeitlichen Anlage drei Kilometer von Stonehenge entfernt fanden sie Hinweise auf zumindest 200 bis zu 4,5 Meter hohe Steine, die vermutlich weit älter als das 4.000 bis 4.500 Jahre alte Stonehenge sind.

Im Rahmen des internationalen Projekts "Stonehenge Hidden Landscape Project" wird seit 2010 ein zehn Quadratkilometer großes Gelände rund um Stonehenge Meter für Meter mit Bodenradar und Magnetometer analysiert und zu detailreichen 3D-Bildern unterirdischer Gebäude zusammengefügt. Mit eigens entwickelten zerstörungsfreien Mess- und Auswertungsmethoden ist das Ludwig Boltzmann Institut (LBI) für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie daran maßgeblich beteiligt.

Seit dem Sensationsfund haben die Forscher das Areal von Stonehenge weiter untersucht und sind dabei auf noch mehr archäologische Überraschungen gestoßen. Unter den jüngsten Fundstücken befinden sich Feuersteinknollen, die effektvoll eine leuchtend pinke Farbe annehmen, Tierknochen mit noch darin steckenden Pfeilspitzen und Hinweise auf feste Behausungen.


Weiteres:
derstandard.at/2000025070540/Stonehenge-...mit-magischem-Effekt

Und die nächstjahrige Ausstellung in Mistelbach
www.mamuz.at/de/das-museum/museum-mistel...erborgene-landschaft
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09 Dez 2015 14:06 #13 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Stonehenge
Stonehenge war aus zweiter Hand

Ausgrabungen im walisischen Steinbruch zeigen: Die Blausteine von Stonehenge sind wohl mehrere hundert Jahre älter als der Steinkreis selbst - gehörten sie einst zu einem früheren Monument?
von Lars Fischer

Bei einer Ausgrabung in Wales fand ein britisches Archäologenteam den genauen Ursprung der Blausteine von Stonehenge – aber auch ein neues Rätsel. Wie die Arbeitsgruppe um Mike Parker Pearson vom University College London berichtet, belegen Rampen, Werkzeuge und Lagerfeuer am Craig Rhos-y-felin in den Preseli Hills die prähistorische Steinbearbeitung dort. Die in Wales geschlagenen Blausteine bilden die innere, hufeisenförmige Steinformation von Stonehenge, die von Monolithen aus Sandstein umgeben sind. Radiokarbondatierungen der neuen Funde zeigen allerdings, dass die Steinbrüche mehrere hundert Jahre älter sind als Stonehenge selbst. Die Blausteine, vermutet Mike Parker Pearson, gehörten zuvor zu einem älteren walisischen Monument.

Bereits vor einigen Jahren hatten walisische Mineralogen gezeigt, dass die Blausteine von den etwa 300 Kilometer von Stonehenge entfernten Gesteinsaufschlüssen Craig Rhos-y-felin und Carn Goedog stammen müssen. Nun aber zeigen Radiokarbondatierungen außerdem, dass die Steinbrüche dort vor 5200 Jahren beziehungsweise 5400 Jahren aktiv waren. Stonehenge aber, da sind sich die meisten Fachleute einig, entstand erst ab etwa 2900 v. Chr. – eine Lücke von mehreren hundert Jahren. Da die Erbauer nach Ansicht des Forscherteams keinesfalls so lange brauchten, um die nur ein bis zwei Tonnen schweren Blausteine nach England zu ziehen, liegt nahe, dass sie einst zu einem älteren Monument in Wales gehörten. Wo dieses Monument stand und weshalb es dann schließlich abgebaut und wiederverwendet wurde, ist derzeit allerdings noch völlig unklar.

Quelle:
www.spektrum.de/news/stonehenge-war-aus-zweiter-hand/1381742
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02 Mär 2016 12:44 #14 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Stonehenge
STEINZEIT 02.03.2016
Stonehenge war auch ein Friedhof

Wer den Namen Stonehenge hört, denkt in erster Linie an den rätselhaften Kreis aus riesigen Steinen, der vor mehr als 4.000 Jahren in England errichtet wurde. Aber Stonehenge ist mehr, wie ein nun "durchleuchteter" Grabhügel zeigt: Es ist ein Spiegel der steinzeitlichen Gesellschaft und ihres Umgangs mit Leben und Tod.

Den Untergrund sichtbar machen
Auf einer Fläche von 15 Quadratkilometern wurde der Untergrund von Stonehenge durchleuchtet und am Computer rekonstruiert. "Damit können wir die unterschiedlichsten Baustrukturen im Untergrund nach Jahrtausenden wieder sichtbar machen", sagt Wolfgang Neubauer, Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Archäologische Prospektion in Wien.

Das Besondere an der Technik ist, dass damit dreidimensionale Bilder des Untergrunds von Stonehenge entstehen und man damit ganz anders arbeiten kann als mit zweidimensionalen Plänen.

Steinzeitliche Grabhügel
Unzählige neue Monumente und hunderttausende Gruben wurden durch Bodenradar und Messungen des Erdmagnetfeldes entdeckt, so der Archäologe: "Die Geschichte der Landschaft von Stonehenge beginnt bereits vor 10.000 Jahren, als erste Gruppen von Jägern und Sammlern durchgezogen sind."

Als aus den Jägern und Sammlern Bauern und Viehzüchter geworden waren, prägten sie auch zunehmend die Landschaft - und diese Spuren sind bis heute sichtbar. Denn für die Landschaft in Südengland sind die steinzeitlichen Grabhügel typisch, die so genannten Long Barrows.

Weiteres:
science.orf.at/stories/1767966/
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02 Aug 2018 20:26 - 02 Aug 2018 20:27 #15 von Karl
Karl antwortete auf Stonehenge

Stonehenge: Ein Friedhof für Fremde

Das weltberühmte Monument in Stonehenge war auch ein Friedhof. Nun haben Archäologen untersucht, wer dort bestattet wurde: Das Ergebnis überrascht - und wirft ein neues Licht auf die wahre Bedeutung der steinzeitlichen Kultstätte.

Wie ein Team um Christophe Snoeck von der University of Oxford berichtet, befinden sich unter den Bestatteten Menschen, die aus dem fast 300 Kilometer entfernten Westen von Wales stammen. Sie könnten von dort Blausteine von den Preseli-Bergen mitgebracht haben, die nachweislich in einer frühen Bauphase der Anlage verwendet wurden.

„Das ist eine aufregende Entdeckung, denn sie zeigt, wie weit die Menschen von Stonehenge gereist waren“, sagte Mike Parker Pearson, ein Mitglied des Forscherteams.


Quelle: science.orf.at/stories/2927982

Mehr dazu ebenda.

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Letzte Änderung: 02 Aug 2018 20:27 von Karl. Begründung: Formatanpassung
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21 Feb 2019 12:40 #16 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Stonehenge
Wie die Steine nach Stonehenge kamen
21. Februar 2019, 07:00

Ein großer Teil des Materials dürfte etwa 290 Kilometer über Land transportiert worden sein, nicht über den Seeweg

Es gibt Neuigkeiten über die "hängenden Steine", so die Bedeutung des Namens "Stonehenge" im Altenglischen: Die meisten Steine der berühmten Monolithstruktur in Südengland, seit 1986 zum Unesco-Weltkulturerbe erhoben, dürften über Land zugeliefert worden sein. Wissenschafter wissen seit längerer Zeit, dass diese "Bluestones" aus den Preseli-Bergen im Westen von Wales kommen. Archäologen und Prähistoriker um Mike Parker Pearson vom University College London hatten die Quelle des Baumaterials gefunden. Nun konnte das gleiche Team zeigen, wie die Steine vor etwa 5.000 Jahren abgebaut wurden.

Etwa die Hälfte aller neolithischen Monumente in Europa wurde aus Megalithen gebaut, die aus nicht mehr als 16 Kilometern Entfernung zugeliefert wurden. Die ehemaligen Steinbrüche in Westwales sind aber gut 290 Kilometer entfernt. An ihrem Fuß entdeckten die Wissenschafter eine Art Plattform, die erhöht war und von der die Steine auf Holzwagen geladen wurden, wie Colin Richards von der University of the Highlands and Islands berichtet, der den einzigen anderen bekannten Megalithen Großbritanniens ausgegraben hat – auf den Orkney-Inseln vor der Nordküste Schottlands.

Weiteres:
derstandard.at/2000098335854/Wie-die-Steine-nach-Stonehenge-kamen
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14 Mär 2019 17:19 #17 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Stonehenge
Stonehenge: Ein Ort für steinzeitliche Partys

Die Steinkreise von Stonehenge faszinieren die Wissenschaft schon lange, über den Zweck der Anlage gibt es bis heute unterschiedliche Theorien. Eine neue Studie deutet auf rauschende Feste an der steinzeitlichen Kultstätte hin. Das Beweisstück: Schweinsknochen.

Archäologen um Richard Madgwick von der Universität Cardiff in Wales untermauern nun die These, dass Stonehenge für Feierlichkeiten oder Zeremonien genutzt wurde - und zwar nicht nur von der lokalen Bevölkerung. Laut der neuen Studie reisten Menschen in der Jungsteinzeit aus weiten Teilen der britischen Insel nach Stonehenge - und scheinbar brachten sie die Verpflegung selbst mit. Als Festmahl waren in der Jungsteinzeit vor allem Schweine beliebt. Deren Knochen verraten heute ihre Herkunft - und damit auch die ihrer Besitzer.

Weiteres:
science.orf.at/stories/2969886/

dx.doi.org/10.1126/sciadv.aau6078
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08 Mai 2019 20:59 #18 von Karl
Karl antwortete auf Stonehenge
orf.at/#/stories/3121408/

Fehlendes Stück Stonehenge nach 60 Jahren wieder da

Nach sechs Jahrzehnten ist ein Teil des historischen Steinkreises von Stonehenge in Großbritannien wieder aufgetaucht. Das Stück sei bei Ausgrabungsarbeiten im Jahr 1958 abhandengekommen, berichtete die BBC heute.

Niemand habe gewusst, wo es war, bis sich der 89-jährige Robert Phillips, damals an den Arbeiten beteiligt, entschlossen habe, es zurückzugeben – oder zumindest einen Teil davon. Es handle sich dabei um den Kern eines etwa einen Meter langen Steins, heißt es.

Die Organisation English Heritage, die sich um die Kulturdenkmäler des Landes kümmert, erhoffe sich nun neue Erkenntnisse über das jungsteinzeitliche Bauwerk bzw. die Herkunft der Steine.


Noch viele Fragezeichen

Der Kern stamme von einer Bohrung, die ursprünglich der Reparatur eines kaputten Megalithen gedient habe, berichtete der britische Sender. Phillips, der heute in Florida (USA) lebt, habe das Stück die ganze Zeit bei sich zu Hause aufbewahrt. Erst relativ spät habe man erkannt, dass der Teil eventuell wichtige Erkenntnisse liefern könne.

Die Herkunft einiger Steine, die zum Bau von Stonehenge verwendet wurden, ist immer noch unbekannt. Wozu Stonehenge ursprünglich diente, ist ebenfalls nicht sicher geklärt – Theorien reichen von der Nutzung als Kultplatz oder Grabanlage bis zu einem frühgeschichtlichen Observatorium.

geka, ORF.at


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