Studien-Flut: Forscher veröffentlichen zu viel

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13 Mär 2015 16:51 #1 von Jupiterl
Studien-Flut: Forscher veröffentlichen zu viel

Unser Wissen scheint zu explodieren: Die Zahl wissenschaftlicher Aufsätze steigt pro Jahr um etwa acht Prozent. Rund zwei Millionen Artikel dürften im Jahr 2015 erscheinen. Es dauert nicht einmal zehn Jahre, bis sich der Ausstoß der Forscher verdoppelt hat. Aber bedeutet das auch, dass wir Menschen immer mehr lesen und immer mehr wissen?

Die Frage, ob die Wissenschaftler ihre eigenen Studien überhaupt noch verarbeiten können, haben nun Forscher der finnischen Aalto University untersucht - in einer Studie natürlich. Pietro della Briotta Parolo und seine Kollegen konzentrierten sich dabei auf die Frage, über welchen Zeitraum Fachartikel von Kollegen in eigenen Aufsätzen zitiert werden.

Zitierungen gelten als wichtigste Währung in der Wissenschaft: Je häufiger auf einen Fachbeitrag verwiesen wird, als umso wichtiger gilt es - und umso größer ist auch das Renommee der zitierten Autoren.

Die Analyse ergab, dass Artikel heutzutage viel schneller von der Bildfläche verschwinden als noch in den Siebzigerjahren. Damals wurden wichtige Artikel noch Jahre nach dem Erscheinen immer wieder zitiert - heute tauchen sie schon nach wenigen Jahren kaum noch auf. Die Wissenschaftler produzieren heute also viel mehr - aber sie vergessen quasi auch viel schneller, was in den Jahren zuvor erschienen ist.

Weiteres:
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/publi...-viel-a-1022970.html
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