Forschung: "Fördern in Österreich nicht das Richtige"

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31 Aug 2015 12:32 #1 von Jupiterl
Forschung: "Fördern in Österreich nicht das Richtige"
28. August 2015, 10:17

Arbeitskreis der Technologiegespräche widmet sich der Forschungsförderung zwischen Risiko, Kreativität und Mainstream

Alpbach – Die öffentliche Hand wendet heuer rund 3,8 Milliarden Euro für Forschung auf, gemessen am BIP zählt Österreich damit zu den "Förderweltmeistern". Doch wird damit das Richtige gefördert, unterstützt das Fördersystem auch risikoreiche Innovationen oder nur Mainstream-Forschung, fragt sich am Freitag ein Arbeitskreis bei den Alpbacher Technologiegesprächen. Experten zeigen sich auf APA-Anfrage uneinig.

In der Grundlagenforschung scheint die Frage nach dem "Richtigen" einfach zu beantworten sein: "Alles was gut ist, ist auch richtig", sagt etwa der ehemalige Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, Christoph Kratky. Komplexitätsforscher Stefan Thurner von der Medizin-Uni Wien meint: "Das Richtige ist, was sich im Nachhinein als das Überlebensfähigste und das Gesellschaftsveränderndste herausstellt."

Uneinig sind sich die beiden aber in der Beantwortung der Frage, ob denn hierzulande das Richtige gefördert werde. Für Kratky fördern Institutionen wie der FWF allein durch ihre Verpflichtung zur Exzellenzforschung das "Richtige". Thurner fragt dagegen, "welche aus der Grundlagenforschung entstammende gesellschaftsverändernde Innovation in den letzten 50 Jahren aus Österreich gekommen ist" und kommt mangels positiver Antwort zum Schluss: "Nein, in Österreich fördern wir nicht 'das Richtige'".


Weiteres:
derstandard.at/2000021405040/Forschung-F...h-nicht-das-Richtige

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