Der Mensch verließ Afrika viel früher als gedacht

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25 Jan 2018 22:28 #1 von Jupiterl
Uralt und „verdammt modern“

Ein Knochenfund aus Israel revolutioniert die menschliche Urgeschichte: Homo sapiens hat Afrika 60.000 Jahre früher als gedacht verlassen - und ist bei seinen Wanderungen wohl auch mit anderen Menschen in Kontakt gekommen.

Ach, wie einfach und übersichtlich war die Geschichte doch früher. Homo sapiens entstand, so konnte man es in jedem Schulbuch nachlesen, vor 200.000 Jahren in Ostafrika und verließ den Kontinent nach langer Wartezeit in einer großen Auswanderungswelle. Doch das war eine trügerische Klarheit, sagt Gerhard Weber, Anthropologe an der Universität Wien. „Im Grunde war das schon damals sehr unbefriedigend. Man musste sich die Frage stellen: Warum war der moderne Mensch plötzlich da?“

180.000 Jahre alt
Von „plötzlich“ kann nach den Befunden der letzten Zeit nun keine Rede mehr sein. Letztes Jahr berichteten Forscher von Knochenfunden aus Marokko, die sich, obschon 300.000 Jahre alt, bereits dem modernen Menschen zuordnen lassen. Weber fügte dieser Neuordnung nun einen weiteren bedeutenden Puzzlestein hinzu. Wie er mit Kollegen im Fachblatt „Science“ berichtet, kam der moderne Mensch schon vor gut 180.000 Jahren in Eurasien an - also 60.000 Jahre früher, als man bisher angenommen hatte.

Weiteres:
science.orf.at/stories/2891629/
derstandard.at/2000073026619/Der-Mensch-...-frueher-als-gedacht
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