ISRAEL: Biblisches Jerusalem könnte kleiner gewesen sein als gedacht

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07 Aug 2020 08:57 - 07 Aug 2020 08:57 #1 von Jupiterl
ISRAEL
Biblisches Jerusalem könnte kleiner gewesen sein als gedacht
6. August 2020, 09:12

Deutsche Archäologen präsentieren die Ergebnisse ihrer jüngsten Grabungskampagne

Von einem überraschenden Ergebnis und dem "Ende eines Mythos" berichtet das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEIAHL) nach Ausgrabungen in Jerusalem: Die Stadt sei in der Zeit des Alten Testaments deutlich kleiner gewesen als bisher angenommen.

Forscher seien lange davon ausgegangen, dass die eisenzeitliche Stadtmauer Jerusalems südlich des heutigen Zionstors am Hang des Zionsberg zum Himnontal verlief, sagte DEIAHL-Direktor Dieter Vieweger. Die Annahme beruhte auf einem Mauerfund, den der Benediktiner Bargil Pixner von der benachbarten Dormitio-Abtei in den 1980er-Jahren in die Eisenzeit (8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung) datierte.

Neue Einschätzung
Die Ergebnisse der jüngsten Grabungskampagne würden diese Annahme aber nicht stützen: Dabei wurde laut DEIAHL ein zwölf Quadratmeter großes Gebiet bis zum natürlichen Felsen in einer Tiefe von 5,50 Metern freigelegt. Dabei habe man keine eindeutigen eisenzeitlichen Mauerreste gefunden.

Weiteres:
www.derstandard.at/story/2000119199835/b...sen-sein-als-gedacht

www.deiahl.de/2020/08/das-ende-eines-mythos/
Letzte Änderung: 07 Aug 2020 08:57 von Jupiterl.
Es bedanken sich: Karl

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28 Dez 2020 23:10 #2 von Ariadne
Prof. Viewegers spektakulärer Fund in der Heiligen Stadt
Bei den Grabungen in Jerusalem hat das Team um Prof. Dieter Vieweger spektakuläre Funde gemacht.
Wuppertal Entdeckung bringt neue Erkenntnisse über die Größe Jerusalems in der alttestamentarischen Zeit.

Prof. Dieter Vieweger hat bei seinem jüngsten siebenmonatigen Forschungsaufenthalt in Jerusalem einen spektakulären Fund zur Größe der Heiligen Stadt in der alttestamentarischen Zeit gemacht.

Mitten in der Nacht brach Vieweger während der letzten fünf Jahre immer wieder mit einem Team der Technischen Universität Ilmenau und einem Holz-/Karbonvehikel auf. Sie durchkämmten die dann touristenfreie Stadt, um mit einer besonderen Art Georadar circa 20 Meter unter die Erde zu schauen. Damit konnten zwei zusammengehörende Mauerzüge nachgewiesen und die Größe der herodianischen Stadt am Ende des ersten vorchristlichen Jahrhunderts geklärt werden.

„Parallel dazu verlagerten wir unseren Ausgrabungs-Fokus auf den Zionsberg – die wirkliche Alt-Stadt südlich der heutigen Altstadt. Unsere Frage war, in welcher Zeit hier Menschen von der Eisenzeit an bis in die islamische Ära gelebt haben. Welche soziale Klasse hier – am Südzugang zur Stadt – lebte, welchen Handwerken sie nachgingen, wie komfortabel ihre Häuser waren. Insgesamt war auch noch unklar, wann sich die Stadt Jerusalem bis zu dem von uns ausgegrabenen südlichsten Punkt der Stadtbesiedlung (vor dem Abbruch ins Hinnomtal) tatsächlich erstreckt hat“, berichtete Prof. Vieweger nach seiner Rückkehr nach Wuppertal.

Ausführlicher:
www.wz.de/nrw/wuppertal/wuppertaler-fors...Op0Nk7FBf_CBiVxnPYHE

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