Steinzeitliche Süditaliener "entfleischten" Leichen

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30 Mär 2015 20:03 #1 von Jupiterl
Steinzeitliche Süditaliener "entfleischten" Leichen
30. März 2015, 18:08

Seltener Fall von Dekarnation in Europa: Das Lösen des Fleisches von den Knochen war vermutlich Teil eines mehrstufigen Begräbnisrituals

Cambridge - Vor rund 7.000 Jahren praktizierten die ersten Bauern im heutigen Südostitalien ein etwas seltsam anmutendes Begräbnisritual: Sie befreiten die Leichen von allen Weichteilen, sodass am Ende nur noch Knochen übrig blieben. Die wurden dann gemeinsam mit Überresten von Tieren in rund 20 Kilometern Entfernung von den Dörfern in einer Höhle bestattet.

Der archäologische Fachausdruck dafür heißt Dekarnation - und diese wurde auch von vielen anderen Kulturen praktiziert. Bis in die jüngere Gegenwart haben Stämme in Papua-Neuguinea Leichen entfleischt und dabei auch Teile wie das Gehirn gegessen. (Dadurch zogen sich die Überlebenden die Prionen-Krankheit Kuru zu, die das Hirn angreift und innerhalb von 12 Monaten zum Tod führt.)

Weiteres:
derstandard.at/2000013662819/Steinzeitli...ntfleischten-Leichen

journals.cambridge.org/action/displayAbs...Id=S0003598X14000350

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