Spätantike "Vampir-Beisetzung" sollte Untoten an Wiederkehr hindern

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16 Okt 2018 22:06 #1 von Jupiterl
Spätantike "Vampir-Beisetzung" sollte Untoten an Wiederkehr hindern
16. Oktober 2018, 15:21

Ungewöhnlicher Fund auf einem 1.500 Jahre alten Kinderfriedhof nahe Lugnano in Umbrien

Dass Verstorbene ihren Gräbern entsteigen und unter den Lebenden Unheil stiften, ist eine Angst, die vermutlich so alt ist wie die Menschheit selbst. Schon in Mesopotamien spielte vor über 4.000 Jahren die Furcht vor Wiedergängern, die nicht ordentlich begraben wurden oder eines unnatürlichen Todes starben, eine große Rolle. Auch im römischen Imperium kannte man derartige Mythen. Einen konkreten Beweis für diesen Aberglauben haben nun Archäologen im italienischen Umbrien freigelegt.

1987 stießen Wissenschafter bei Ausgrabungen einer römischen Villa aus dem ersten Jahrhundert nahe Lugnano auf einen ungewöhnlichen Friedhof: Die rund 50 dort beigesetzten Toten waren ausschließlich Föten, Babys oder Kleinkinder. Weitere Untersuchungen ergaben, dass es sich bei den Verstorbenen der "Necropoli dei Bambini" höchstwahrscheinlich um die Opfer einer Malariaepidemie handelte, die etwa rund um die Mitte des fünften Jahrhunderts stattgefunden hat.

Merkwürdige Unterschiede
So seltsam der Friedhof für sich genommen schon ist, ein nun auf dem Areal entdecktes Grab unterscheidet sich deutlich von den übrigen und erwies sich bei näherer Betrachtung als noch merkwürdiger: Wie ein Team um David Soren von der University of Arizona und David Pickel von der Stanford University berichtet, gehörten die Gebeine zu einem auf der Seite liegenden etwa zehn Jahre alten Kind, während die anderen Beigesetzten zum Zeitpunkt ihres Todes höchstens drei Jahre alt waren.


derstandard.at/2000089465087/Vampir-in-Spaetantiker

uanews.arizona.edu/story/vampire-burial-...-childs-return-grave

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