Prähistorische Pfahlbauten in Gefahr

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19 Apr 2016 15:14 #1 von Jupiterl
Prähistorische Pfahlbauten in Gefahr wurde erstellt von Jupiterl
Prähistorische Pfahlbauten in Gefahr

Die 6.000 Jahre alten versunkenen Pfahlbauten im Keutschacher See sind UNESCO-Weltkulturerbe. Sie sollen nun durch optische Schutzzonen gesichert werden, denn Schwimmer, Taucher und Fischer gefährden die Siedlung.

Die neue Schutzzone rund um die versunkene Welt im See wurde aus einer Bojenkette gebildet, die weithin erkennbar ist. Lieselore Meyer vom Kuratorium Pfahlbauten in Kärnten sagte, das unsichtbare Welterbe werde dadurch sichtbar gemacht, denn die Pfahlbauten seien teilweise in der Seekreide.

Angeln verboten
Das Sichtbarmachen der Dorfruine in ca. zwei Meter Tiefe ist nur ein Grund für die Bojenkette. Die Sicherheit des empfindlichen Welterbes ist der zweite Grund für die Absicherung. Der markierte Bereich soll nämlich jetzt Schwimmer, Fischer und Boote abhalten, die eine Gefahr für die Pfahlbauten darstellen, so Meyer. Der Platz sei für bei Fischern beliebt, weil sich die Zander dort auch gerne aufhalten. Die Haken der Fischer könnten sich in den Pfählen verfangen und sie weiter herausziehen. „Was herausgezogen wird, wird das mit der Zeit abgeschwemmt und geht verloren.“

Weiteres:
kaernten.orf.at/news/stories/2769459/
tv.orf.at/orf3/stories/2638447/
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20 Okt 2020 23:32 #2 von Ariadne
Ariadne antwortete auf Prähistorische Pfahlbauten in Gefahr
Keutschach als Mosaikstein der Jungsteinzeit

Um die Pfahlbauten im Keutschacher See zu schützen, wurden 2019 Erosionsschutzmatten ausgebracht. Ihr Nutzen wird jetzt überprüft.

Jäger, Fischer, Sammler und Bauern – sie alle bewohnten circa 200 Jahre lang die Pfahlbausiedlung im Keutschacher See. „Es lebten ungefähr 20 bis 50 Personen auf der Insel“, sagt Cyril Dworsky, Archäologe und „Kuratorium Pfahlbauten“-Geschäftsführer. Er war es auch, der maßgeblich daran beteiligt war, dass dieses prähistorische Erbe zusammen mit den Siedlungen im Attersee und Mondsee 2011 zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde.

„Der Keutschacher See ist ein sehr wichtiges Mosaiksteinchen in der Jungsteinzeitforschung“, sagt Dworsky, der als einer der wenigen Experten in Österreich für Archäologie unter Wasser gilt – das kommt ihm bei den Pfahlbauten in Keutschach zugute. Denn die Insel ragt nicht etwa aus dem See empor. Nein, sie befindet sich circa zwei Meter unter Wasser. Und das bringt Vorteile: Normalerweise würden nämlich die Spuren des urgeschichtlichen Alltagslebens im Laufe der Jahrtausende verrotten und zerfallen. Doch unter Wasser ist das anders, weiß Dworsky: „In Seeböden bleiben besonders vergängliche Materialien wie Holz, Textilien, Pflanzen und Nahrungsreste gut erhalten.“

Mehr unter:
www.kleinezeitung.at/karriere/campus/588...ZjX9xkGEgz6kJTY_HKN0
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24 Nov 2020 23:47 #3 von Ariadne
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