Görtschitztal: 5.500 Jahre alte Siedlung entdeckt

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08 Jun 2016 20:50 #1 von Jupiterl
Görtschitztal: 5.500 Jahre alte Siedlung entdeckt

Bei archäologischen Grabungen im Görtschitztal sind Reste einer mittelkupferzeitlichen Siedlung (rund 3.500 v. Chr.) gefunden worden. Die Funde aus dem Görtschitztal füllen eine Wissenslücke beim zeitlichen Ablauf der Besiedlung.

Ins Rollen brachten den Sensationsfund Hobbyarchäologen des Vereins Arge Noreia. Das Kärntner Arge-Mitglied Gottfried Wernig entdeckte beim Kirchberg im Görtschitztal rund zwei Kilo Keramikteile mit einfachen Verzierungen, die von Experten in die Kupferzeit datiert wurden - mehr dazu in Vom HCB-Skandal zum „Tal der Könige“. Das Bundesdenkmalamt zeigte Interesse an einer Erforschung des Gebietes und finanzierte jetzt eine erste Untersuchung durch den Archäologischen Dienst Kärnten.

Am Dienstag wurden die ersten Grabungen abgeschlossen und die Funde sind vielversprechend. Grabungsleiter Georg Tiefengraber: "In erster Linie hat man Reste einer mittelkupferzeitlichen Siedlung gefunden, von der Mitte des 4. Jahrtausends vor Christus. Vor allem Reste des täglichen Lebens, Abfall, Gefäßbruchstücke, Steinbeile und Tierknochen.“

Somit stehe zweifelsfrei fest, dass bereits 4.000 vor Christus Menschen im Görtschitztal lebten, so Tiefengraber: „Darauf weisen nicht nur die Funde hin. Man sieht im Gelände noch gut die Siedlungsreste wie Terrassen, die aufwendig angelegt wurden, um Gebäude errichten zu können.“

Weiteres:
kaernten.orf.at/news/stories/2778998/

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