Was Archäologen in 8.000 Jahre altem Kot früher Bauern entdeckten

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31 Mai 2019 22:17 #1 von Jupiterl
Was Archäologen in 8.000 Jahre altem Kot früher Bauern entdeckten
KLAUS TASCHWER 31. Mai 2019, 18:01

Ausgrabungen in prähistorischem Dorf in Anatolien förderte Eier eines lästigen Parasiten zutage

Cambridge/Wien – Vor rund 10.000 Jahren gaben die Menschen im Nahen Osten bzw. dem fruchtbaren Halbmond das Jagen und Sammeln auf und stiegen auf Landwirtschaft um. Eine der am besten erforschten Siedlungen dieser Frühzeit der Landwirtschaft ist das Dorf Çatalhöyük im Hochland Anatoliens, das vor rund 9.500 Jahren gegründet wurde.

Marissa Ledger (Universität Cambridge) und ihr internationales Team befassten sich mit einer speziellen Hinterlassenschaft dieser frühen Bauern: ihren Koprolithen, also den versteinerten Fäkalien. Da Toiletten erst vor 6.000 Jahren in Mesopotamien erfunden wurden, suchten die Bewohner Çatalhöyüks den Misthaufen des Dorfs auf, um ihre Notdurft zu verrichten – oder sie trugen ihre Fäkalien in einem Gefäß dorthin.

Hygienisch ist das nicht ganz einwandfrei. Und tatsächlich fanden die Forscher in den 8.000 Jahre alten versteinerten Kotproben Eier des Peitschenwurms, wie sie im Fachblatt "Antiquity" berichten.

Weiteres:
derstandard.at/2000104148854/Was-Archaeologen-in-8-000-Jahre-altem-Kot-frueher-Bauern

www.cambridge.org/core/journals/antiquit...5DE334D76721AFED65BF
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