Von Hasen, Rasen, von Albrechts u.a.m. (2005 ff.)

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07 Jan 2012 15:08 #1 von archaeologieforum.at
Von Hasen, Rasen, von Albrechts u.a.m. (2005 ff.) wurde erstellt von archaeologieforum.at
ArchäologieForum > Art-News > Von Hasen, Rasen, von Albrechts u.a.m.

Geschrieben von: KARL Thursday, 3.03.2005, 14:19
Das Thema ist zwar nicht mehr neu, trotzdem weiterhin brandaktuell.
Es geht um die Leihgaben der Wiener Albertina für internationale Dürer-Ausstellungen, um die ein Gerangel entbrannt ist.

Nehmen wir jedenfalls Notiz davon. Wer möchte, äußere seine Meinung dazu.
Ich finde den Streit ja völlig unnötig, und wahrscheinlich hätte er bei diplomatischerer Vorgangsweise vermieden werden können.

Jetzt haben die Dürer´schen Preziosen ein halbes Jahrtausend überlebt, da sollten sie doch auch eine Reise und den einige Monate dauernden "Urlaub" in fremden Landen unbeschadet überstehen, bevor sie wieder für unbestimmte Zeit in die dunklen Tresore der Wiener Albertina verschwinden müssen.

Zum Thema ein guter Ausgangspunkt: derstandard.at/?id=1969993 (aktuell) mit Hinweisen auf alle im Standard erschienen Beiträge zur Angelegenheit.

Geschrieben von: Majestix Thursday, 3.03.2005, 17:16
Meinungsäußerung?
Ich finde, man sollte Rembrandts 'Betenden Hasen' nicht weiter stören.

Majestix


Geschrieben von: KARL Thursday, 3.03.2005, 17:31
Genau!

Du meinst doch Rembrandts 'Betenden Hasen' auf Dürers Rasen


Geschrieben von: lector Thursday, 3.03.2005, 19:31
Anders als vom Standard a.O. berichtet: oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=...&channel=1&id=369652 / Donnerstag, 03.03.05


QUOTE
National Gallery hofft auf Dürer-Bilder

Die National Gallery in Washington hofft weiter auf Leihgaben der Wiener Albertina. Einen Vertrag mit der Albertina gebe es noch nicht, daher werde die Ausstellung auch noch nicht angekündigt, hieß es in Washington.

Es ist noch alles offen
Entgegen anders lautenden Meldungen hat die National Gallery in Washington die von der Albertina für Oktober angekündigte Dürer-Schau in ihrem Haus nicht abgesagt. Museumssprecherin Deborah Ziska sagte, die Schau sei noch nicht vertraglich fixiert.

Ob die Ausstellung, die ab 2. Oktober drei Monate laufen hätte sollen, auch stattfinden kann, sei freilich ungewiss: "Wir wissen es nicht", meinte die Sprecherin.

National Gallery wurde informiert
Aus der Albertina hieß es, man habe die National Gallery von der neuen Lage informiert, eine Absage wird aber auch in der Albertina nicht bestätigt.




Geschrieben von: Aristoteles Thursday, 3.03.2005, 19:36
Was soll die Streiterei um den Fetzen Altpapier?? Ich hab denselben Hasen zu Aspang an der Wand hängen, ich könnt ihnen den ja mal als Leihgabe senden!





btw.: Frage eines Philatelisten: Hat Rembrandt (1606-1669) beim "Anno Domini" am unteren Bildrand das falsche Jahr angegeben?? - Also wohl ein Fehldruck und daher so wertvoll!!


Geschrieben von: Majestix Friday, 4.03.2005, 12:06
Nein, lector, nicht Rasen!
Du meinst natürlich die 'Betenden Rosen' van von Gogh.
Die 'Betenden Hände' stammen ja nicht von Rembrandt aus dem frühen 16. Jh.

Und: Ja, Ari!
Ja, Ari, passen denn die Feuchtigkeitsverhältnisse in 'Aspang an der Wand' (an der Thaya) oder mußt Du aus konservatorischen Gründen öfters nachgießen?
Die 'Betenden Ohren' sind selbstverständlich eine Fälschung von Karl Adolf Schröder.

Schönes Wochenende!
Majestix


Geschrieben von: KARL Sunday, 6.03.2005, 15:01
www.orf.at/ticker/175096.html?tmp=8367

oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=...&channel=1&id=369943

Geschrieben von: Jupiterl Monday, 7.03.2005, 17:59
Da seht man wieder einmal, wie man Hochkultur erfolgreich in den Erwachsenen-Kindergarten transferieren kann:

Der größte aller Museumsdirektoren verfügt offenbar frei über die ihm gehörenden Kulturgüter (A bisserl bei uns Herzeigen, und dann Austauschen müssen für die Leihgaben von woanders). Die solcherart übergangenen Denkmalschutz-Beamten (Auch-Besitzer der Kulturgüter) sehen die einmalige Chance für eine möglichst schallende Retourkutsche. Was macht's daß dabei die Reputation Österreichs (bestehend aus Museums-Direktoren, Denkmalschutz-Beamten und vielleicht einiger anderer Einwohner) in Fetzen geht ?

Leider finden sich keine kompetenteren Personen (z.B. Handarbeitslehrerinnen), die das einzig richtige machen: Die Beteiligten mit Zwirn zusammenbinden und gemeinsam als Dumm-Dumm-Geschoß abfeuern (alter "Burgenländer"). Da das solcherart entstehende Projektil kaum in die M109-Panzerhaubitze paßt empfehle ich altrömische Artillerie (Katapulte).

Geschrieben von: JPontormo Monday, 7.03.2005, 18:14
Wobei sich meiner Meinung nach die "beste Liesl von allen" gleich mit in dieses Paket einschnüren und in Richtung Marchfeld abfeuern lassen sollte...


Geschrieben von: Jupiterl Monday, 7.03.2005, 18:55
... ergibt sich aus der militaristischen Binsenweisheit "wer nicht selber schießt wird erschossen"!

Geschrieben von: JPontormo Monday, 7.03.2005, 18:57
In diesem Kontext kann man wohl nur Binsenweisheiten bemühen...


Geschrieben von: KARL Monday, 7.03.2005, 19:00
Wieder einmal eine bezeichnende Provinzposse mit beamteten Wichtigtuern.

"Der Hase gehört mir!"




Ich möchte mir lieber nicht die beamteten Aufschreie hierzulande vorstellen, läge ein umgekehrter Fall vor, und "unserer" ehrwürdigen Albertina würden aus einer anderen Sammlung von Welt ein paar wichtige Exponate für eine Ausstellung vorenthalten ...

Geschrieben von: lector Monday, 7.03.2005, 21:48
QUOTE
Prado: Umstrittene Dürer-Schau eröffnet

Der spanische Kronprinz Felipe von Asturien und Prinzessin Letizia haben heute im Madrider Prado die Ausstellung "Dürer. Meisterwerke aus der Albertina" eröffnet.

Das Prinzenpaar sei beim Rundgang durch die acht Ausstellungssäle "begeistert von der Ausstellung und unglaublich interessiert" gewesen, erklärte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder.

Ob die Spanier den "Feldhasen" und vier weitere Bilder doch noch die gesamte Ausstellungslänge von drei Monaten sehen können, bleibt abzuwarten. Das Bundesdenkmalamt (BDA) hatte nach dem Streit über fehlende Ausfuhrgenehmigungen gefordert, die Bilder müssten bereits nach vier Wochen wieder nach Wien zurückkehren.

"Menschen sollen Bilder sehen können"

"Wir haben noch keine Nachricht vom BDA erhalten, ob die Bilder doch noch länger bleiben können", so Schröder.

Der Albertina-Chef gibt sich aber optimistisch: "Die Ausstellungsbedingungen im Prado sind perfekt, und Kunst wird nur lebendig, wenn das Publikum sie auch sehen kann. Alle haben ein Recht darauf, diese Werke zu sehen. Sie in einem dunklen Keller einzuschließen ist zwar notwendig, aber wir sollten alles versuchen, damit die Menschen diese Bilder sehen können."

Seipel: BDA soll einlenken

Wilfried Seipel, Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums, ist für die Eröffnung ebenfalls nach Madrid gereist und springt für Schröder in die Bresche: Bei der "Hasen-Affäre" handle es sich in Wahrheit um "eine Formalität".

Die Streitereien um Kompetenzen sollten die "großartige" Dürer-Präsentation nicht weiter beeinträchtigen. Die Ausstellungsbedingungen im Prado seien aber so perfekt, dass er fest davon ausgehe, das BDA werde noch einlenken.



www.orf.at/ticker/175284.html?tmp=17187



QUOTE
Umstrittene Dürer-Schau

Warum "umstritten". Die Schau an sich ist das ja keineswegs, nur Hasen, Hände und Rasen ...


Geschrieben von: KARL Thursday, 10.03.2005, 14:46
Der aktuelle Stand:
oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=...&channel=1&id=370750

"Berufung gegen Bescheid bis Montag
Bis Montag kann die Albertina noch gegen den Bescheid des Bundesdenkmalamtes (BDA) berufen. Ansonsten muss unter anderem Dürers "Feldhase" nach vier Wochen wieder aus dem Prado nach Wien zurück."


Wer mehr dazu lesen möchte, besuche bitte die zitierte ORF-Seite.

Geschrieben von: Jupiterl Thursday, 10.03.2005, 19:26
Gegen den Höhlen-Bescheid nicht berufen, das ist Brutalität !

Offenbar sind die Kommunikationsorgane einiger beteiligter von Mund, Ohren, Augen etc. zu Bescheiden und den dazu erforderlichen Schreibwerkzeugen degeneriert.

Geschrieben von: lector Friday, 11.03.2005, 02:00
Na endlich!


QUOTE
Gehrer sieht Affäre beendet

Nur vier Wochen hätte der weltberühmte "Feldhase" Albrecht Dürers nach einem Bescheid des Bundesdenkmalamtes von der Wiener Albertina an den Madrider Prado verliehen werden dürfen. Die Einspruchsfrist ist noch nicht einmal abgelaufen, doch nun sprach ÖVP-Bildungsministerin Gehrer ein Machtwort: Der Hase darf nun doch für die ganze Ausstellung in Spanien bleiben. Leichten Tadel gab es für Albertina-Direktor Schröder, der das Kunstwerk ohne Genehmigung verschickt hatte. Zumindest für Gehrer ist die Affäre damit abgeschlossen.



www.orf.at/050310-84665/index.html und www.orf.at/050310-84665/84666txt_story.html

Die Berufung, Jupiterl, dürfte sich damit erledigt haben .


Geschrieben von: Jupiterl Friday, 11.03.2005, 16:37
Ja ja, die zweitbeste aller Minister-Lieseln (sie hat nämlich keine Olympiamadaille) hat das Problem gelöst wie einst Alexander den Gordischen Knoten: sie hat nämlich den Aktenlauf übergangen!

Bin aber neugierig was mit nem nächsten am Horizont auftauchenden Problem passiert: Das arme Haserl ist ja auch noch den Amerikanern versprochen - und dort findet sich ja womöglich noch ein weiterer Eigentümer, vertreten durch irgendeinen Staranwalt ....

Geschrieben von: KARL Friday, 11.03.2005, 20:36
QUOTE
dort findet sich ja womöglich noch ein weiterer Eigentümer


Wer weiß - vielleicht sogar ein Nachfahre von Dürer selbst

Aber wetten, der Hase reist auch nach Übersee!


Geschrieben von: Ariadne Friday, 11.03.2005, 20:54
Hoffentlich wird er nicht seekrank!

Geschrieben von: lector Saturday, 12.03.2005, 18:52
Aja ...

FRANCISCO DE GOYA
PROPHET DER MODERNE
Eine Ausstellung des KHM und der Staatlichen Museen zu Berlin
in Kooperation mit dem Museo del Prado, Madrid
19. Oktober 2005 bis 8. Jänner 2006
Kunsthistorisches Museum, Sonderausstellungssaal

www.khm.at/2004_2005.pdf

Alles klar?


Geschrieben von: JPontormo Saturday, 12.03.2005, 18:55
Die Wege des Häschens sind unergründlich!!!
Vielleicht gibt's ja auch noch mal eine Kooperation zwischen Albertina und Playboy von wegen Bunny&Co???


Geschrieben von: KARL Saturday, 12.03.2005, 19:05
Gell ja, was so ein kleines Haserl alles auf sich nehmen muss



QUOTE
Kooperation zwischen Albertina und Playboy


Sag das nicht zweimal und tu´s nicht verschrein.

Wer weiß - ist vielleicht schon in Planung


Geschrieben von: JPontormo Saturday, 12.03.2005, 19:07
Ich würde ein solches Projekt jedenfalls befürworten! Und die Liesl Gehrer sicher auch; den Playboy kennt sie wenigstens, im Gegensatz zu so komischen Namen wie Goya (?!) oder gar Mondrian (?!?), für die Frau BM wohl eher "Soja" und "Schlendrian"...


Geschrieben von: Spider Saturday, 12.03.2005, 19:54
s. neuerdings weitere Berichte bzw. Cartoons:

derstandard.at/?id=1980056
derstandard.at/?id=1980090
derstandard.at/?id=1980067

Und bei DIESER Story kann man richtig 'ERBLEICHEN' :
derstandard.at/?id=1980040

Geschrieben von: lector Tuesday, 15.03.2005, 00:19
Und auch dieses
derstandard.at/?url=/?id=1981365

Geschrieben von: KARL Saturday, 19.03.2005, 14:20
Das wollen wir uns zu Gemüte führen: derstandard.at/?id=1967381
01. März 2005, 08:21

Kommentar der anderen:
Die Hirtin und die Hasen-Scharte
Eine kulturpolitische Gespenstergeschichte, erzählt Wolfgang Zinggl Kultursprecher der Grünen

Fastenzeit, stille Zeit. Nachdenklich lauscht das gläubige Volk im Kulturland seiner erleuchteten Hirtin. Mit suggestiver Stimme, die Evaluierungsstudie vor sich, interpretiert Liese Gehrer die Tatsachen und beschwört uns, ans Gute zu glauben, positiv zu denken und ihre hyperaktiven Museumsdirektoren nicht weiter anzuschwärzen. Sie hätten ganze Arbeit geleistet, alles sei nicht nur effizient sondern sogar bestens, und wenn auch der eine oder andere der Buben einmal schlimm war: Wir dürfen gerade jetzt nicht den Glauben an der Richtigkeit der Ausgliederung der Museen verlieren, dem Zweifel nicht nachgeben. Wir müssen der Versuchung, die Vollrechtsfähigkeit madig zu machen, widerstehen.

Vor fünf Jahren hat die Hirtin ihre Museen aus der Obhut entlassen und nun machen sie Brösel, Scherben, Sodom und Gomorrha. Und dennoch, die bösen Geister, die sie selbst berufen, will oder kann sie nicht mehr loswerden. Statt dessen mahnt sie uns, mit ihr zu glauben. Und ja. Wir schließen für ein Weilchen die Augen. Öffnen das Herz, ganz weit. Und wer erscheint da vor unserem geistigen Auge? Exakt, eine Reihe von Sicherheitsexperten und Denkmalschützerinnen mit warnenden Zeigefingern. Sie versammeln sich in der altehrwürdigen, mittlerweile abgerissenen Bibliothek der Albertina. Später kommt der unruhige Geist der Saliera hinzu, dann eine sündteure ägyptische Sphinx, die noch nie jemand vor uns zu Gesicht bekommen hat, der alte Vermeer, dem schon der Lack abgeht, und zuletzt Albrecht Dürer, ein Häschen in seinen betenden Händen haltend. - Blitzlicht. Ein Spuk nur. Die Versuchung wahrscheinlich. Oder sind es doch die Vorboten einer Katastrophe? Kündigt sich die komplette Verschleuderung des kulturellen Kapitals an und wir verbeten die Zeit? Gerieren sich da am Ende ein paar Manager als Schöngeister mit diplomatischer, ökonomischer Potenz und sind doch in Wahrheit nur geltungssüchtige Karrieristen?

Draußen ist es kalt. Die Hirtin ist müde. Sie hat die Kontrolle über ihre alerten Buben verloren, die sich gebärden, als würden ihnen die Museumsgüter, die sie für einen kurzen Moment der Geschichte anvertrauten bekommen haben, selbst gehören. Die sich wie Klassenordner in der Schule aufführen, denen die Chemielehrerin Eprouvetten mit Schwefelsäure in die Hand gedrückt hat, während sie Formeln wie "Pisa" auf die Tafel schreibt - und schon sind Löcher im Katheder. Die Klasse ist begeistert. Abenteuer, Hypes. Für den Applaus in den Seitenblicken können die Deals nicht spektakulär genug sein und das anvertraute kulturelle Welterbe wird halt riskiert.

Viel zu lange hat auch das Denkmalamt dem Treiben zugesehen. Jetzt mit dem letzten Streich, mit der ungenehmigten Ausfuhr von Dürer-Zeichnungen, ist es hellwach und macht deutlich, was für viele schon lange sichtbar war. Hier werden Gesetze verletzt, die in jedem anderen Land Grund genug gewesen wären, zu handeln. Ein Gespenst folgt dem nächsten, immer deutlicher werden die Auswüchse einer unprofessionellen Vollrechtsfähigkeit und nichts geschieht.

"Ho ho", warnen manche, die selbst gerne Fetische für zu Hause kaufen und darauf aufpassen, "jetzt aber langsam. Warum sollten die gemeinsamen Kulturgüter nicht von eigenverantwortlichen Managern besser verwaltet werden können als von staatlichen Behörden? Bloß weil da zwei Direktoren mit dem Anvertrauten fahrlässig hantieren?"

Delegiert der Staat seine Aufgaben, muss er mit einrechnen, dass das schief gehen kann. Mag sein, dass die Verantwortung dann im Detail nicht mehr erkennbar ist. Aber für die weit reichenden Folgen und die grellen Effekte gilt das nicht. Das ist bei der Post nicht anders als bei den Museen. Die Verantwortung abzugeben, ist einfach: geht was schief, waren es die anderen. Aber zuletzt hat der Staat Aufgaben, die nur er erfüllen kann und für die er geradestehen muss, denn Museumsdirektoren lassen sich nun einmal nicht abwählen, selbst wenn sie den Kulturgütern ungenügend Schutz bieten.

Die Hirtin ist ein wenig eingenickt. War nicht sie es, die im guten Glauben eine schlampige Ausgliederung veranlasst hat, deren Folgen sie jetzt zu spüren bekommt? Und wer braucht da noch teure Evaluationsstudien, die von den Freunden der Direktoren geschrieben wurden und die uns weismachen sollen, dass alles in Ordnung ist? Hinter vorgehaltener Hand lachen da selbst die Kontrollierten. So laut lachen sie, dass die vorgehaltene Hand nur mehr symbolischen Wert hat.

Aber die Hirtin ist fest eingeschlafen. Sie träumt von betenden Händen. (DER STANDARD, Printausgabe, 01.03.2005)

Geschrieben von: Aristoteles Monday, 21.03.2005, 08:19
Und nun der anekdotische Teil:


Sein Name ist Hase, doch wir wissen fast alles

Ein kleiner Feldhase, der in diesen Tagen von Wien nach Madrid reiste, erregt die Gemüter. Freilich geht's hier um den berühmtesten Hasen der Welt. Dürers Hase zählt zu den wertvollsten, meistkopierten, aber auch meistgefälschten Bildern der Kunstgeschichte.

Und so kam das nur 25 x 22,5 Zentimeter kleine Aquarell in die Wiener Albertina: Der Hase war nach Albrecht Dürers Tod im Jahre 1528 in den Besitz des Kaufmanns und Dürer-Sammlers Willibald Imhoff gelangt. Kaiser Rudolf II. erwarb das Bild 60 Jahre später von Imhoffs Erben und brachte es nach Prag.

Nach dem Tod des kunstsinnigen Habsburgers übersiedelte der Hase in die Wiener Schatzkammer, wo er so lange vor sich hin schlummerte, bis Kaiser Franz II. das Bild 1796 dem Gründer der Albertina Herzog Albert von Sachsen-Teschen für dessen berühmte Kunstsammlung schenkte.

Dürer hatte den Geniestreich im Jahre 1502 in Nürnberg geschaffen und -wie alle seine Werke - mit den Initialen „AD" versehen.

DIE PUPILLEN Man kann, da das Kunstwerk im Lauf der Jahrhunderte bereits in allen Details untersucht wurde, fast jeden Pinselstrich erklären: Wer das Bild mit der Lupe ansieht, erkennt, dass Dürer den Hasen nicht im freien Feld, sondern in seiner Arbeitsstube gemalt hat. Das weiß man, seit der Wiener Kunsthistoriker Otto Benesch entdeckte, dass sich in den Pupillen des Tieres die Fenster von Dürers Atelier spiegeln. Fest steht auch, dass der Hase nach einem lebenden Tier gemalt wurde, da man vor 500 Jahren nicht in der Lage war, ausgestopfte Präparate in dieser natürlichen Körperhaltung herzustellen.

Warum aber ist der auf 22 Millionen Euro geschätzte Hase so berühmt? „Einerseits, weil es sich hier um ein liebenswertes Tier handelt, dessen Sanftmut den Betrachter in seinen Bann zieht", erklärte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder zum 500. Geburtstag des Bildes im Jahre 2002. „Dazu kommt, dass Dürer mit dem Hasen auch etwas Revolutionäres schuf: Er betrachtet die Natur unvoreingenommen, hat das Tier gleichsam mitfühlend beseelt. Der Hase ist kein totes Ding, kein Stillleben, sondern ein Lebewesen aus Fleisch und Blut. Dürer hat hier das Mittelalter überwunden und sich als Bahnbrecher des Humanismus, der neuzeitlichen Renaissance erwiesen."

FÄLSCHUNGEN Viel zu seiner Popularität trugen die zahllosen Nachahmungen und Drucke des Hasen bei. Er wurde schon in den ersten 100 Jahren seiner Existenz mehr als 80-mal kopiert und zählt heute - neben Klimts Kuss zu den meistreproduzierten Werken der Kunstgeschichte. Man findet den Hasen auf Millionen Postkarten, Plakaten, Kalenderblättern und Bonbonnieren in aller Welt.

Der Hase wurde in seinem rund 500-jährigen Dasein aber nicht nur kopiert, sondern auch immer wieder zu fälschen versucht, was sogar zu Spekulationen führte, ob der Wiener Hase überhaupt der echte ist (was freilich widerlegt werden konnte).

Sein Name ist Hase, doch wir wissen alles über ihn. Nur wann er wieder nach Wien zurückkehrt - das werden wir erst erfahren.

Georg Markus, Kurier 3. Mrz. 2005, 10.

Geschrieben von: KARL Friday, 1.04.2005, 22:18
oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=...&channel=1&id=374091 / Freitag, 01.04.05


QUOTE
Hitzige Debatte über Wiener Museen

Einmal mehr ist Albrecht Dürers "Feldhase" im Zentrum einer hitzigen Debatte gestanden. Im Nationalrat ist es am Freitag um das Kulturbudget gegangen. Wiener Museen lieferten den Anlass für Kritik der Opposition.

Cap fordert Seipel-Rücktritt
Trotz großer Mengen an Steuergeld gebe es ein völlig konzeptloses Ausstellungsangebot, sagte SPÖ-Klubchef Josef Cap. Dafür sei Ministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) verantwortlich. Cap äußerte sich weiters empört über die Albertina, wo nur zugekauft werde und die eigenen Sammlungen nicht entsprechend präsentiert würden.

Empörend sei, dass der "Feldhase" ohne Genehmigung ins Ausland überstellt wurde. Noch schärfer ging er mit dem "überheblichen" Direktor des Kunsthistorischen Museums, Wilfried Seipel, ins Gericht. Cap machte ihn für den Raub der "Saliera" verantwortlich und forderte ihn zum Rücktritt auf.

Jede Woche ein neuer Skandal
"Viel schlechter als Sie kann man die Museumspolitik nicht machen", sagte der grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl an Gehrer gewandt. Jede Woche zeige sich ein anderer Skandal. Zusätzlich hätten die Ausgliederungen zu überhaupt keinen Einsparungen geführt.

Museen international an Spitze
Gehrer äußerte sich in der Debatte nicht zu diesen Vorwürfen der Opposition. An ihrer Stelle wies ÖVP-Kultursprecherin Andrea Wolfmayr die Vorwürfe zurück: "Die Museen stehen so gut wie nie zuvor da."

Durch Ausgliederung und Vollrechtsfähigkeit hätten die österreichischen Museen international die Spitze erreicht. Wenn man eine "antiquierte Museumspolitik" zu einem Ende bringe, könne das nicht ohne irgendwelche Kratzer gehen, sagte Wolfmayr.

Kein Anlass zur Kritik
FPÖ-Abgeordnete Helene Partik-Pable sagte, sie hätte statt Jammer konstruktive Vorschläge bevorzugt. Dass immer wieder mit dem "Feldhasen" argumentiert werde, verstehe sie nicht. Der Hase sei Schlamperei gewesen.

Mit der Kulturpolitik der Regierung habe das nichts zu tun. Ohne "Saliera" und "Feldhase" hätte die Opposition nichts zu kritisieren.



s. auch
archaeologieforum.at/forum/index.php?showtopic=3311
archaeologieforum.at/forum/index.php?showtopic=705

Geschrieben von: KARL Sunday, 17.04.2005, 12:35
wien.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=1&id=376437


---
archaeologieforum.at/forum/index.php?act...s&highlite=Albertina

Geschrieben von: KARL Monday, 18.04.2005, 16:48
derstandard.at/?id=2018102

Geschrieben von: KARL Monday, 10.07.2006, 17:07
Langsame, aber mahlende Mühlen ...


derstandard.at/?id=2511450 10. Juli 2006 17:18


QUOTE
Hasentransport ist kein Kavaliersdelikt
Die Volksanwaltschaft pocht auf Strafanzeige gegen Albertina-Chef Schröder wegen des Verleihs von Dürer-Werken ohne Ausfuhrgenehmigung



Mehr a.O.

Geschrieben von: KARL Monday, 9.06.2008, 09:38
Übrigens -
QUOTE
Klaus Albrecht Schröder bleibt Albertina-Chef
Vertrag des Museumsdirektors wird bis 2014 verlängert - Begründung von Ministerin Schmied: Professionelle und souveräne Leitung


derstandard.at/?id=3367240 / 09. Juni 2008 10:11


Nur damit das klar ist.


Geschrieben von: KARL Wednesday, 29.04.2009, 16:10
Zwar etwas peinlich, im Grunde aber völlig belanglos:


QUOTE
Schröder-Privatführung für Beyonce-Double
Unangenehmer Vorfall für die Albertina: Statt der echten Beyonce, die für ein Konzert nach Wien gekommen war, führte Direktor Klaus-Albrecht Schröder ein Double der amerikanischen Sängerin durch das Museum.



Mehr zu diesem besonders witzigen Scherz (von wem eigentlich inszeniert?) auf wien.orf.at/stories/358661/



So, damit hätten wir diesen Thread für das laufende Jahr aufgefrischt.


Geschrieben von: KARL Saturday, 27.06.2009, 16:53
Ganz und gar nicht belanglos

www.orf.at/090627-39819/index.html


QUOTE
Überraschende "bauliche Merkwürdigkeit"
Noch am Donnerstag hatte Albertina-Chef Schröder die Räumung seines Museumsdepots nach einem Wassereinbruch als "reine Vorsichtsmaßnahme" bezeichnet - nur wird immer klarer, dass das Wiener Museum nur mit Glück einer Katastrophe entging. Dass Kunstwerke wie Dürers "Feldhase" den Vorfall überstanden, war offenbar einer "baulichen Merkwürdigkeit" zu verdanken, von der zuvor niemand wusste. Auch sonst werden Fragen immer lauter, ob einige der wertvollsten Kunstschätze der Republik im Albertina-Depot wirklich gut aufgehoben sind.


TEXT: www.orf.at/090627-39819/39820txt_story.html

2.100 Liter Wasser im Depot
Daran, dass man das Depot einmal schnell händisch räumen würde müssen, hat offenbar niemand gedacht.

Erst langsam wird das wahre Ausmaß dessen bekannt, was als "Wasserschaden im Kunstdepot der Albertina" mittlerweile höchst ungenügend zu beschreiben ist: Insgesamt 2.100 Liter Wasser waren am Dienstag in den erst 2005 fertiggestellten Tiefspeicher eingedrungen.

Nur durch ausgesprochenes "Glück im Unglück" und nicht näher ausgeführte "bauliche Merkwürdigkeiten", die an sich gar nicht vorgesehen waren, entgingen die Kunstschätze einer gravierenden Beschädigung, gab am Samstag eine Sprecherin des Museums zu.

Schröder "empört"
Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder gab sich in Interviews entsetzt. Die "Kronen Zeitung" zitierte etwa den "empörten" Museumsdirektor mit den Worten: "Stellen Sie sich vor, 2.100 Liter rinnen auf Dürers Feldhasen oder auf Gemälde von Rembrandt."

In dem Bericht wurde angedeutet, dass Schröder die "verantwortliche Firma" zur Rechenschaft ziehen will. Unklar ist, ob aber nicht gerade die Bauausführenden für jene rettende "bauliche Merkwürdigkeit" verantwortlich sind, die Schröder offenbar selbst überraschte.

Nicht für Menschen gebaut
Schröder hatte den Tiefspeicherbau selbst vorangetrieben, auch um mehr Ausstellungsfläche zu gewinnen. Noch bei der Eröffnung des Depots vermerkte er stolz, dass sonst kein Museum die Technik verwende, die sonst nur im Spitalswesen und bei Wertpapierdepots angewendet werde.

Das Depot ist für Menschen nur im Ausnahmefall zugänglich, die Entnahme und Einlagerung erfolgt durch Robotersysteme. Mit dem nun eingetretenen Fall - die Systeme waren durch den Wassereinbruch außer Gefecht gesetzt - hatte man offenbar nicht gerechnet.

Auch wertvollste Kunst nur im Karton
Man dürfte darauf vertraut haben, dass das Depot unter allen nur denkbaren Umständen sicher und funktionstüchtig sein würde: Selbst die wertvollsten Kunstschätze der Albertina waren in einfachen Kartons untergebracht, und nicht etwa in speziell gesicherten Kassetten.

Schröder selbst hatte die komplett durchnässten Kartons am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert. Am selben Tag hatte es in einer Albertina-Aussendung auch noch geheißen, die Räumung des Depots sei eine "reine Vorsichtsmaßnahme".

Unzugänglichkeit nun als Mangel erkannt
Nun ist klar, dass das um 5,1 Millionen Euro errichtete Depot komplett geräumt werden muss. Die 950.000 Kunstwerke werden vorläufig im Haus gelagert. Nach einem anderen Lagerplatz wird gesucht. Die Räumung wird voraussichtlich bis zum nächsten Wochenende dauern.

Wie die Albertina-Sprecherin gegenüber der APA erklärte, habe sich aus der Sicht des Museums erst jetzt "herausgestellt", dass das "Fehlen jeder baulichen Voraussetzung", um das Depot schnell händisch räumen zu können, ein "gravierender Mangel" sei.

Pressekonferenz am Mittwoch
Bis Mittwoch will man in der Albertina weitere Klarheit über das Geschehen und seine Ursachen haben und die Öffentlichkeit darüber informieren. Bereits jetzt sei jedoch klar, dass das Depot sicher nicht mehr in der bisherigen Weise in Betrieb genommen wird.


---

www.orf.at/090627-39819/39682txt_story.html

Geschrieben von: KARL Monday, 29.06.2009, 17:07
www.orf.at/090629-39878/index.html

Räumung geht nur schleppend voran
In der Wiener Albertina herrscht Ausnahmezustand: Während sich die Räumung von 950.000 Kunstwerken nach einem Wassereinbruch im Tiefspeicher schleppend gestaltet, beginnt die Suche nach den Ursachen erst anzulaufen. Sämtliche beteiligte Institutionen und Unternehmen geben sich dazu auffällig bedeckt. De facto herrscht eine Art Nachrichtensperre zu dem heiklen Fall, der noch juristische Folgen haben könnte. Inzwischen werden auch die Probleme mit dem von Albertina-Chef Schröder einst hochgelobten Robotersystem in dem Kunstdepot immer deutlicher.

Mehr dazu: www.orf.at/090629-39878/39879txt_story.html

Geschrieben von: Jupiterl Monday, 29.06.2009, 17:52
Eigenartig, daß man außer allegmeinen Informationen ("2100 l Wasser eingedrungen") nichts konkretes hört. Man tut ja fast so, als wäre das Wasser infolge Zeilingers Quantenversuche entstanden.

orf.at/090629-39878/39879txt_story.html

Ad Robotersystem: Ein "Künstler" (Albrecht & Co.) ist kaum dazu fähig, die Anforderungen an ein derartiges Robotersystem zu definieren. Da müssen die Techniker erahnen, was man da braucht. Vorbilder sind wahrscheinlich auch nicht verfügbar, die Albertina als Spezialsammlung ist da wohl einzigartig. Und Leute, die beides können (Grafiksammlung betreiben und computorisiertes Lagersystem bauen) gibt es nicht. Daher gibt's nur die Mehtode, auf die Schnauze fallen und nachher wissen, wie's gegangen wäre. Offenbar hätte man einen "Evakuierungs-Modus" gebraucht, aber wer denkt schon dran ?

Jupiterls Ausspruch bezüglich ähnlicher Fälle: Wenn wir nicht wissen, wie die Welt funktioniert definieren wir uns halt eine !


Geschrieben von: KARL Tuesday, 30.06.2009, 08:52
Die waren wahrscheinlich alle so beeindruckt von dem supertollen, ultramodernen "Robotersystem", dass niemand auch nur in die Nähe der Idee kam, was wohl sei, wenn ... zum Beispiel so ein Fall eintritt wie jetzt, wo man händisch und sozusagen zu Fuß die fast Million Kunstwerke ausräumen muss. Sind übrigens noch immer nicht fertig mit der Plackerei, wie derstandard.at/1245820352139/Albertina-D...ehr-schleppend-voran . Zu wenig kräftiges Personal vermutlich.
Naja, wie auch immer - Hauptsach´ das Haserl ist in Sicherheit. Nach unbestätigten Augenzeugenberichten hat man es in Schönbrunn gesichtet - etwas verunsichert, aber wohlauf.


Geschrieben von: Jupiterl Wednesday, 1.07.2009, 11:59
Schröder: "Gottesbeweis" in der Albertina

Wie knapp die Albertina durch den Wassereintritt im Depot an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist, hat heute Direktor Klaus Albrecht Schröder klargemacht. Er sprach von einem "modernen Gottesbeweis".

Blechdächer verhinderten Katastrophe
Einfache Blechdächer haben verhindert, dass die wertvollen Kunstwerke der Sammlung vom Wasser beschädigt worden sind. Der Leiter des Facility-Managements, Helmut Myslik, hatte die Dächer auf eigene Initiative beim Bau des Depots anbringen lassen.

Sie deckten die Tablare ab, in denen die Kunstwerke liegen. So sei die nach dem Wassereintritt sonst unvermeidlich gewesene Katastrophe verhindert worden, sagte Schröder am Mittwoch.

Bergungsteams als Helden
Neuerlich versichert Schröder, dass bis heute "kein einziges Kunstwerk beschädigt" sei. Derzeit seien 50 Prozent der Sammlung aus dem Depot in Sicherheit gebracht.

Schröder präsentierte die Leiter jener Teams, die weiterhin unter Hochdruck das Depot evakuieren. "Unsere Zeit ist süchtig nach Helden. Hollywood sagt uns, wie sie aussehen. Ich weiß es besser: Sie sehen so aus wie diese Damen und Herren und ihre Teams", sagte Schröder.



wien.orf.at/stories/372117/


Aber ich bewundere immer noch die für Bildende Künstler überaus unanschauliche Darstellungsweise des Albertina-Debakels.

Geschrieben von: KARL Wednesday, 1.07.2009, 14:46
Kein Kunstwerk beschädigt - na dann ...


derstandard.at/1245820352139/Albertina-b...unstwerk-beschaedigt




"Gottesbeweis" - Hab gar nicht gewusst, dass der Herr Schröder so gottgläubig ist.


Geschrieben von: KARL Friday, 3.07.2009, 08:25
Burghauptmann Wolfgang Beer: "Die-Decke-war-doch-einige-Jahre-dicht" - na dann.


derstandard.at/1246541256585/Albertina-D...h-einige-Jahre-dicht

Geschrieben von: Jupiterl Friday, 3.07.2009, 09:05
Die Fachkompetenz der Burghauptmannschaft war je bereits anläßlich der "warmen Renovierung" der Redoutensääle zu bewundern. Da überrascht es nicht, daß man sich jetzt brüstet, daß der Speicher ohnehin ein paar Jährchen dicht war ...

Geschrieben von: KARL Sunday, 5.07.2009, 12:38
Ja, allenthalben allerhöchste Fachkompetenz.



Zur Abwechslung einmal ein Hinweis auf die www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx...alias=wzo&cob=423026

Geschrieben von: KARL Tuesday, 7.07.2009, 16:47
ausgelagert ...

derstandard.at/1246541568863/Albertina-D...-halben-Million-Euro


QUOTE
Albertina
Depot-Auslagerung kostet bis zu einer halben Million Euro


Geschrieben von: KARL Thursday, 9.07.2009, 18:27
Erneuter Wassereinbruch ...

www.orf.at/090709-40313/index.html


QUOTE
600 Liter Wasser eingedrungen
Rund zwei Wochen nach dem massiven Wassereinbruch im Tiefspeicher der Albertina sind erneut 600 Liter Wasser in einen Raum des Wiener Museums eingedrungen - wieder in unmittelbarer Nähe von wertvollen Kunstwerken. Das teilte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder am Donnerstag mit. Die Eintrittsstelle ist nur 35 Zentimeter vom provisorischen Ersatzdepot entfernt, wo die aus dem Tiefspeicher evakuierten Exponate zwischengelagert sind. Die Albertina-Kuratoren seien "extrem beunruhigt", so Schröder.


-> www.orf.at/090709-40313/40314txt_story.html

Geschrieben von: Jupiterl Friday, 10.07.2009, 22:37
Sie sollten dem Albrecht endlich statt dem Haserl eine Gummiente als Spielzeug geben ! Dann ist das Problem gelöst !


Geschrieben von: Solon Thursday, 23.07.2009, 13:58
QUOTE (Jupiterl @ Friday, 10.07.2009, 23:37)
Sie sollten dem Albrecht endlich statt dem Haserl eine Gummiente als Spielzeug geben ! Dann ist das Problem gelöst !



Gute Idee!

Jetzt wird ihm tatsächlich ein Teil seines "Spielzeugs" weggenommen, siehe www.orf.at/ticker/335494.html

QUOTE
Albertina: Akademie holt Kupferstichkabinett zurück


Peinlich genug.


Geschrieben von: Jupiterl Thursday, 23.07.2009, 16:29
Wir tun uns unsere Kupferstiche selber befeuchten !

Und Onkel Guido spendet 35 k€ !

Geschrieben von: KARL Saturday, 25.07.2009, 14:38
derstandard.at/1246542922246/Was-mich-be...-Chef?_lexikaGroup=1 ist jetzt aber nicht wahr?


QUOTE
Wenn der Direktor der Albertina morgens mit dem Auto zur Arbeit kommt, parkt er seinen dunkelblauen Citroën C6 hochwassergeschützt in der Garage.


Kluger Mann!


Geschrieben von: KARL Tuesday, 18.08.2009, 17:13
www.orf.at/ticker/338297.html

Albertina: Werke können vermutlich bleiben

Die Kunstwerke dürften im provisorischen Ersatzdepot in den Ausstellungräumen der Albertina bleiben. Laut Gutachten besteht keine Gefahr, wenn die rund 950.000 Werke bis zum Ende der Sanierung des Tiefspeichers dort bleiben.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at wien.orf.at/stories/383589/


---
wien.orf.at/stories/383556/

Geschrieben von: KARL Wednesday, 18.11.2009, 14:07
Albertina-Wassereinbruch kostet 2,1 Millionen
Durch den Wassereinbruch in den Tiefspeicher der Albertina werden dem Museum insgesamt mehr als 1,6 Mio. Euro an Kosten entstehen. Die bauliche Sanierung kostete zusätzlich 550.000 Euro.

wien.orf.at/stories/403918/



QUOTE
Eigener Tresor für "Feldhasen"


Geschrieben von: KARL Tuesday, 15.12.2009, 17:08
www.orf.at/ticker/351461.html berichtet:

Alle Albertina-Werke wieder im Depot

Der Rücktransport der Kunstschätze der Wiener Albertina in den sanierten Tiefspeicher ist heute abgeschlossen worden. Die Werke waren nach einem Wassereinbruch im Juni in Sicherheit gebracht worden.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at -> wien.orf.at/stories/409889/

Geschrieben von: Jupiterl Tuesday, 15.12.2009, 19:22
QUOTE
Alle Albertina-Werke wieder im Depot

Schade, zeigen's jetzt nichts mehr her ?


Geschrieben von: JPontormo Tuesday, 15.12.2009, 21:27
Na hoffentlich ist das Depot wasserdicht, jetzt wo wirklich ALLES drin ist...


Geschrieben von: KARL Tuesday, 15.12.2009, 21:56
QUOTE (Jupiterl @ Tuesday, 15.12.2009, 19:22)
QUOTE
Alle Albertina-Werke wieder im Depot

Schade, zeigen's jetzt nichts mehr her ?


Oja, eh alles. Aber nur in Kopien!





Geschrieben von: JPontormo Tuesday, 15.12.2009, 22:11
Na so ein Glück - dann gibt's halt nur Wasserflecken auf den Kopien!


Geschrieben von: KARL Friday, 29.01.2010, 18:59
Nachspiel für den Hasen!

wien.orf.at/stories/419563/

QUOTE

Der Wasserschaden in der Albertina könnte noch ein längeres juristisches Nachspiel haben. Die Republik Österreich will mehr als 1,5 Millionen Euro von den Baufirmen zurückfordern. Das berichtete die "Wiener Zeitung".


Geschrieben von: KARL Saturday, 10.04.2010, 08:41
Erst Wasser-, und jetzt Dachschaden?


Siehe nur jene wien.orf.at/stories/435135/ .


Geschrieben von: KARL Thursday, 5.05.2011, 09:17
Ich darf das doch hier anfügen?

derstandard.at/1304428523597/UniStandard...500-Jahre-veraendert

Philosoph Liessmann und Albertina-Chef Schröder über gemeinsame Uni-Zeiten


QUOTE
Das ist die Wahrheit.


So ist das.

Geschrieben von: Majestix Thursday, 5.05.2011, 10:37
Spannendes Gespräch!

"... das Durchlaufen einer Qualifizierungsmaschinerie ... ist die Realität eines Bachelorstudiums heute. Das, was wir erlebt haben, dass Universitäten Orte eines gesellschaftspolitischen Diskurses waren, ein Seismograph für bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen - das ist völlig verloren gegangen. Jeder weiß, Universitäten sind heute Ausbildungsstätten, in denen es um kurze Studienzeiten und viele Absolventen geht. Aus, fertig."

Majestix


Geschrieben von: Jupiterl Thursday, 5.05.2011, 12:10
Ja, habe vor 40 Jahren die (mindestens) neunsemestrige 'Qualifizierungsmaschine' am Karlsplatz durchlaufen. Die konnten damals einen abgestimmten Stundenplan bieten, obwohr dazu -zig Institute zusammenarbeiten mußten. Hat jahrelang um neun Uhr c.t. begonnen (einzige Frage: in welchem Theater), von 13-14 Uhr Mittagspause, danach Übungen. Auf der Uni bringt nach wie vor ein einziges Institut keinen sinnvollen Zeitplan zusammen. Daher keine Qualifizierungsmaschine, dazu fehlt vielleicht die Qualifikation.

archaeologieforum.at war super, aber archäologieforum.org gräbt tiefer!

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07 Jan 2012 15:12 #2 von Karl
Aha, deswegen wurde dieser alte Thread aus dem aAF hervorgeholt! :evil:

Einkommensbericht: Schröder löst Seipel ab
Der Direktor der Albertina war laut Rechnungshof 2010 der bestverdienende Kulturmanager Österreichs


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