S-förmiger Karlsgraben: Die Karolinger wussten, was sie taten

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06 Jul 2018 20:03 #1 von Jupiterl
S-förmiger Karlsgraben: Die Karolinger wussten, was sie taten
6. Juli 2018, 17:03

Geographen bestätigen in neuer Studie, dass der künstliche Wasserweg einem arbeitsökonomisch optimierten Trassenverlauf folgte

Leipzig – In die 790er Jahren führten die Karolinger eines der größten Infrastrukturprojekte des Mittelalters durch: Ein künstlicher Wasserweg sollte – über die Zuflüsse Schwäbische Rezat und Altmühl – die Flusssysteme von Rhein und Donau verbinden, die beiden wichtigsten Wasserstraßen im Reich von Karl dem Großen. Die historischen Quellen sind sich allerdings nicht einig darüber, ob dieser Karlsgraben, auch Fossa Carolina genannt, tatsächlich fertiggestellt wurde oder nicht – und wenn, wie lange er dann tatsächlich in Gebrauch war.

Eine andere Frage konnten deutsche Geographen und Archäologen aber klären, wie die Universität Leipzig berichtet: Nämlich warum der Karlsgraben einen auffällig s-förmigen Verlauf hatte. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die karolingischen Ingenieure sehr gut über die topographischen Bedingungen ihrer Riesenbaustelle Bescheid wussten und genau kalkulierten. Mit dem speziellen Trassenverlauf wurde die Menge an auszuhebendem Material minimiert.

Weiteres:
derstandard.at/2000082965326/S-foermiger-Verlauf-des-Karlsgrabens-Die-Karolinger-wussten-was-sie

journals.plos.org/plosone/article?id=10....journal.pone.0200167
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