Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien

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21 Feb 2015 11:54 - 21 Feb 2015 11:58 #1 von archaeologieforum.at
Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien wurde erstellt von archaeologieforum.at
Wie sich durch die Jahre doch nichts an bestimmten Orten zu ändern scheint ...

wien.orf.at/news/stories/2695838/

Volkskundemuseum in desolatem Zustand

Das Volkskundemuseum in der Josefstadt ist seit Jahren desolat. Eine Sanierung des Museumsgebäudes aus dem 18. Jahrhundert ist nicht in Sicht. Die Kosten dafür werden inzwischen auf über zehn Millionen Euro geschätzt.


Mehr dazu auf der zit. ORF-Seite.


Der Thread aus dem alten AF zum Nachlesen:

ArchäologieForum > Museen, Sammlungen - international / Ausstellungen > A/Wien: Volkskundemuseum

Geschrieben von: lector Sunday, 2.01.2005, 14:57
oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=...&channel=1&id=360838
Samstag, 01.01.05

Unklare Zukunft des Volkskundemuseums

Das Österreichische Museum für Volkskunde sieht sich "in seiner Existenzgrundlage gefährdet", will aber bei einer Eingliederung in das Kunsthistorische Museum (KHM) eigenständig bleiben.

Subventionen gekürzt
Er überlege, das Haus in den Verband des KHM einzugliedern, sagte Museumsdirektor Franz Grieshofer. Dem Museum fehlen zwei bis drei Millionen Euro zur Sanierung von Gebäude und Depot und rund 150.000 Euro Jahressubvention.

Die Bundessubvention für 2004 sei um zehn Prozent auf 460.000 Euro gekürzt worden, so Grieshofer. Für 2005 soll es noch einmal zehn Prozent weniger geben. Als Folge mussten Ausstellungen abgesagt werden. Nicht gesichert ist die Finanzierung einer für 2005 geplanten Ausstellung über Kindheit in Österreich und China.

Es fehlt an Geld
"Wir sind die Leidtragenden der großen Leopold-Sammlung, die das ganze Geld frisst", so Grieshofer. Auch bei der Museums-Milliarde sei das Museum leer ausgegangen, "weil wir schon immer selbstständig waren".

Das Volkskundemuseum wurde vor 110 Jahren als Vereinsmuseum gegründet, laut Grieshofer aber immer wie ein Bundesmuseum behandelt.


Eingliederung kontra Identität
Der Bund will laut Grieshofer die Vereinsstruktur des Museums ändern. Gespräche mit KHM-Direktor Wilfried Seipel über eine Eingliederung seien im Gang. Allerdings fürchtet Grieshofer um die Eigenständigkeit des Hauses: "Das Volkskundemuseum muss in seinem Bestand und mit eigener Direktion erhalten bleiben. Es darf keine Abteilung des Völkerkundemuseums werden."

Seipel hält aber genau das für "sicher das Einfachste". Er verstehe Grieshofers Sorge, dass das Volkskundemuseum seine Identität verliere. Es sei vielleicht die Quadratur des Kreises, aber man müsse eine Konstruktion finden, wo das Volkskundemuseum als solches irgendwie im Bewusstsein weiterlebt, andererseits aber das Völkerkundemuseum es irgendwie in sich aufnimmt.



www.volkskundemuseum.at/

www.ethno-museum.ac.at/

Geschrieben von: lector Monday, 3.01.2005, 20:06
s. auch archaeologieforum.at/forum/index.php?showtopic=3311
sowie
derstandard.at/?id=1904230

Geschrieben von: KARL Tuesday, 2.12.2008, 18:18
Wie ich sehe, gab´s das Thema schon vor Jahren ...

Jetzt also wieder, und zwar mit wien.orf.at/stories/326135/ (mit Abb.)



QUOTE
Zukunft für Volkskundemuseum ungewiss

Das desolate Gebäude des Volkskundemuseums in Wien muss dringend renoviert werden. Dem Trägerverein fehlt aber das Geld. Die dringendsten Arbeiten übernimmt nun die Stadt Wien. Die Zukunft bleibt aber vorerst offen.


Desolates Palais Schönborn
Das Dach ist undicht, die Gesimse fallen ab, Bücher in den Regalen haben Wasserschäden. Das barocke Palais Schönborn in Wien-Josefstadt ist seit Jahren desolat. Eigentümer ist die Stadt Wien, betrieben wird das Museum aber vom Verein für Volkskunde.

Dieser muss rechtlich gesehen die Sanierung des Palais zahlen. Die Stadt Wien hatte angekündigt, die Sanierung zu übernehmen, die Baukosten aber vom Verein zurückverlangt. Das würde den Verein ruinieren.


Endgültige Lösung steht aus
Bund, Stadt und Verein versuchten nun, eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Regressforderung der Stadt ist jetzt einmal vom Tisch. Die zuständige MA 34 wird die dringendsten Sanierungsmaßnahmen übernehmen.

Wie es dann mit dem Volkskundemuseum weitergeht, ist offen. Möglicherweise wird es in die Bundesmuseen eingegliedert. Schließlich deckt das Volkskundemuseum nicht nur Wien, sondern ganz Österreich ab.

Weitere Gespräche zwischen der Stadt und den zuständigen Ministerien sind vereinbart worden, um auf politischer Ebene eine Lösung zu finden.



www.volkskundemuseum.at/

archaeologieforum.at war super, aber archäologieforum.org gräbt tiefer!
Letzte Änderung: 21 Feb 2015 11:58 von Carolus. Begründung: fehlendes Vogel-Vau ;)

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07 Jan 2020 13:00 #2 von Karl
wien.orf.at/stories/3028767/ meldet

Hoffnung für baufälliges Volkskundemuseum

Seit Jahren kämpft das Volkskundemuseum in der Josefstadt mit Geldnot. Laut türkis-grünem Regierungsprogramm soll sich das ändern. Details, um die Zukunft des Museums zu sichern, gibt es zwar noch keine – aber eine Absichtserklärung.

Die Fassade des Volkskundemuseums wird von Jahr zu Jahr schmutziger, es gibt zahlreiche Risse in den Wänden, das Dach ist undicht. Doch die Sanierung des Museums ist ein komplexes Unterfangen: Denn das Museum braucht zuallererst eine klare Regelung, wer wofür zuständig ist.
Frage der Zuständigkeit

Das Palais Schönborn, in dem sich das Museum befindet, steht nämlich im Eigentum der Stadt Wien, ein Großteil des Personals wird vom Bund finanziert und Träger ist der Verein für Volkskunde. Hier braucht es eine Einigung, wer was in welcher Höhe in Zukunft zahlt.


Mehr dazu o.a.O.

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