Klimawandel verkürzte den "langen Türkenkrieg" im 16. Jahrhundert

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05 Mai 2018 10:44 - 05 Mai 2018 10:44 #1 von Jupiterl
Klimawandel verkürzte den "langen Türkenkrieg" im 16. Jahrhundert
4. Mai 2018, 11:03

Laut einer aktuellen Studie trafen die Folgen der kleinen Eiszeit das Osmanische Reich besonders hart

Wien – Der Höhepunkt der kleinen Eiszeit um das Jahr 1600 traf einer neuen Analyse zufolge vor allem das Osmanische Reich hart: Der damalige Klimawandel beendete dort eine "Boomzeit" und verkürzte auch den 1606 beendeten "langen Türkenkrieg" mit dem Habsburgerreich, wie ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung im Fachblatt "Human Ecology" berichtet.

Extreme Kälte- und Dürreperioden vor allem in den Kerngebieten des Osmanischen Reiches im östlichen Mittelmeerraum setzten dem seit 1593 vor allem im heutigen Ungarn tobenden Krieg indirekt ein Ende, wie Studien-Koautor Johannes Preiser-Kapeller vom Institut für Mittelalterforschung der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) erklärte. Zwar zog die Klimaveränderung, die ausgehend von der mittelalterlichen Warmzeit ab dem 14. Jahrhundert eine deutliche Abkühlung zur Folge hatte, auch Europas Bevölkerung stark in Mitleidenschaft. Im Osmanischen Reich waren die Auswirkungen jedoch umso heftiger, da es dort zuvor zu einer großen Bevölkerungszunahme gekommen war.

Weiteres:
derstandard.at/2000079112267/Klimawandel-verkuerzte-den-langen-Tuerkenkrieg-im-16-Jahrhundert

link.springer.com/article/10.1007%2Fs10745-018-9995-9
Letzte Änderung: 05 Mai 2018 10:44 von Jupiterl.
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