St. Pölten: Römische [u.a.] Funde

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19 Aug 2011 12:55 - 19 Aug 2011 16:48 #1 von Carolus
St. Pölten: Römische [u.a.] Funde wurde erstellt von Carolus

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ArchäologieForum > Archaeologia Austriaca > St. Pölten/NÖ.: Römische [u.a.] Funde

Geschrieben von: Florian Wednesday, 22.09.2004, 18:00

"WERTVOLLE FUNDE IM BISCHOFSGARTEN"

von Martin Wimmer

Häfen-Freigänger, Studenten, Emmaus-Schützlinge und Kirchenarbeiter haben zwei Jahre lang metertief gebuddelt.

Ihr Einsatz im Bischofsgarten hat sich mehr als gelohnt: Archäologen feiern das größte jemals für Forschungszwecke in St. Pölten verfügbare Areal als wahre Fundgrube. Die Grabungen sind abgeschlossen und über die Antike schiebt sich Modernes. Wo ab 122 nach Christus römische Bürger und Handwerker siedelten, stehen künftig Autos.

Die Diözese baut auf 4000 Quadratmeter eine Tiefgarage und darüber ein Musikkonservatorium. Kürzlich war Bauverhandlung auf den Fundamenten des römischen "Aelium Cetium", wie St. Pölten bis ins fünfte Jahrhundert hieß. Dass Bagger niederwalzen, was zuvor mühevoll freigelegt wurde, "gehört zu unserem Job", sagt Peter Scherrer vom Österreichischen Archäologischen Institut.

"Wir haben hier Funde gemacht, die von der Menge, der Qualität und dem Erhaltungszustand her überdurchschnittlich sind", berichtet Scherrer mit großer Freude.

Sowohl Kunst-und Alltagsgegenstände als auch komplette Grundrisse von Häusern mit Fußbodenheizungen, Zisternen und Schmelzöfen sowie Straßen und Straßenkreuzungen. Sie datieren von der Stadtgründung unter Kaiser Hadrian bis ins 5. Jahrhundert.

Scherrer spricht von "weit über die Regionalgeschichte hinausgehenden Ergebnissen, die der Erforschung der Spätantike im ganzen mittleren Donauraum wichtige Impulse verleihen".

Entdeckt hat man auch die Reste eines kleinen Tempels, in dem vermutlich eine Kultgemeinschaft orientalische Gottheiten angebetet hat und ein Versammlungsgebäude.

Funde ab dem 5. Jahrhundert wie Keramiken, Webgewichte und Gürtelschnallen dokumentieren die Anwesenheit von romanisierten Germanen. Ab dem Mittelalter belegen Funde wie Babenberger-Silberpfennige und Bodenspuren bereits eine Gärtnerei-Nutzung, wobei man die Römerstraßen als Gartenwege nutzte.

Im frühen 18. Jahrhundert entstand dort ein "Prälatengarten" mit Neptunbrunnen und Pavillon.

Die Archäologen legten Reste eines von Jakob Prandtauer oder einem der Munggenastbrüder 1727 errichteten Glashauses frei, in dem Propst Michael Führer (Stift St. Hippolytus) exotische Pflanzen züchtete.

Nur einen Schönheitsfehler ortet jetzt Scherrer im reichen Fundspektrum: "Wir hätten uns was zur Frühgeschicht des Klosters im neunten Jahrhundert erhofft, weil die völlig im Dunkeln liegt, aber das war uns nicht vergönnt".

Auf den seit 1988 in St. Pölten tätigen, mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichneten, Experten wartet nebenan schon der nächste Job: Das Pittner-Kino wird abgerissen, neue Einblicke in die Antike der Landeshauptstadt werden frei.


Quelle: kurier.at/archiv/volltext.php?schluessel...0921&simple&Abmelden

Geschrieben von: KARL Friday, 16.07.2010, 11:51
derstandard.at/1277338233933/St-Poelten-...st-der-Stadtfriedhof - 15. Juli 2010, 22:17



QUOTE

Am Domplatz befand sich einst der Stadtfriedhof

Viermonatige archäologische Grabungen vor der Neugestaltung des Platzes

St. Pölten - Vor der bevorstehenden Neugestaltung des Domplatzes in St. Pölten sind Experten unter Aufsicht des Bundesdenkmalamts am Zug: Vom 27. Juli bis 26. November sollen archäologische Grabungen erfolgen, die laut dem Magistrat der NÖ Landeshauptstadt den Lückenschluss zwischen Spätantike und Spätmittelalter bringen werden.

Aus früheren Erkundungsgrabungen, einer Georadaruntersuchung und dem historischen Quellenmaterial ist bekannt, dass sich am Domplatz ein zumindest ab der Mitte des elften Jahrhunderts bis Ende des 18. Jahrhunderts genutzter Stadtfriedhof befand. Weiters seien Bauwerksreste von der römischen Antike bis ins Mittelalter zu erwarten. Daher müsse eine unbekannte, aber sicherlich in die Tausende gehende Anzahl von Bestattungen mit archäologischer Sorgfalt entnommen werden. Die aus dem Gräberfeld geborgenen sterblichen Überreste werden nach der parallel zur Grabung stattfindenden anthropologischen Untersuchung für die Wiederbestattung am städtischen Hauptfriedhof freigegeben.

Der Domplatz ist einer der zentralen Punkte des innerstädtischen Lebens der Landeshauptstadt. Seine historische Bedeutung sei hingegen wenig bekannt. In der Aussendung wurde u.a. auf Bausubstanz aus römischer Zeit verwiesen. Das älteste Kloster Niederösterreichs wurde in der ersten Hälfte des neunten Jahrhunderts in diesem Bereich in römischen Ruinen eingerichtet, dessen Patron namensgebend für St. Pölten wurde. Das Kloster bildete die Keimzelle der mittelalterlichen Stadtentwicklung. Mit den in der Urkunde von 1159 verbrieften Rechten gelte St. Pölten als älteste Stadt Österreichs. Neben der Klosterkirche, dem heutigen Dom, standen auf dem Platz zwei weitere mittelalterliche Kirchen, an die sich der Stadtfriedhof anschloss.
(APA)


Geschrieben von: KARL Tuesday, 10.08.2010, 20:52
Fortsetzung ...

derstandard.at/1280984422950/St-Poelten-...tz-auf-Klostermauern

Archäologen stoßen unter Domplatz auf Klostermauern


Sehr fein:

Interessierte haben Gelegenheit, sich auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben: Bis auf weiteres werden Führungen bei den Grabungen kostenlos angeboten, und zwar jeweils Freitag um 13.00 Uhr.

Archäologieforum - Wir graben tiefer!
Letzte Änderung: 19 Aug 2011 16:48 von archaeologieforum.at. Begründung: AF-Avatar nachgetragen
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11 Okt 2011 15:19 #2 von Jahelle
Jahelle antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Reste eines großen römischen Bauwerks unter Domplatz entdeckt
St. Pölten - Bei der Untersuchung der ehemaligen Pfarrkirche in St. Pölten stießen Archäologen auf einen römischen Großbau, dessen Dimensionen eine Therme vermuten lassen. Die Ausgrabungen am Domplatz im Zentrum der niederösterreichischen Landeshauptstadt laufen bereits seit dem Vorjahr, nun zieht der Stadtarchäologe Ronald Risy Bilanz.

Teile des römischen Bauwerks wurden für den ersten christlichen Sakralbau genutzt, der vermutlich im 9. Jahrhundert entstand. An das Gebäude angesetzt wurde dann eine romanische, 1133 geweihte Kirche, die im 14. Jahrhundert vergrößert und im Zuge der Errichtung des barocken Klosters und der -kirche (dem heutigen Dom) abgerissen wurde.

Die Grabungen, denen eine Neugestaltung des Domplatzes folgen wird, sind aber nicht nur für die Stadtgeschichte interessant, sondern auch aus anthropologischer Sicht "sensationell", sagte Karl Grossschmidt von der medizinischen Universität Wien. Die wissenschaftliche Untersuchung der aus dem im Mittelalter angelegten und bis zum 18. Jahrhundert genutzter Friedhof stammenden Skelette ermögliche eine Rekonstruktion der Bevölkerungsgeschichte durch die Jahrhunderte hindurch, sprach der Anthropologe Krankheiten ebenso an wie die damalige Umweltbelastung. Bisher wurden 3.000 biologische Proben genommen und die Überreste von 1.242 Menschen untersucht.

Der wissenschaftlich interessanteste Fund war ein Massengrab einer gleichzeitig bestatteten 18-köpfigen Familie - Eltern und 16 Kinder im Alter von drei bis 20 Jahren, die möglicherweise einer Katastrophe (Überflutung) zum Opfer fielen. Die Zahl der Kinder und auch die Tatsache, dass viele der untersuchten Frauen im Alter von ungefähr 25 Jahren starben, zeige die hohe Geburtsbelastung für Frauen damals.

Im Frühjahr 2012 werden die Grabungen fortgesetzt. Sie stoßen bei der Bevölkerung auf reges Interesse, berichtete Bürgermeister Matthias Stadler von einer täglich hohen Frequenz auf der eigens eingerichteten Beobachtungsplattform. Auch die bisherigen Führungen seien "gestürmt" und die dazu passende Ausstellung im Stadtmuseum gut besucht worden.

Nach Angaben von Baudirektor Kurt Rameis ist für die archäologischen Arbeiten pro Jahr eine Million Euro im außerordentlichen Haushalt der Stadt veranschlagt. Im Vorjahr lagen die Kosten bei 450.000 Euro, heuer dürfte es das Doppelte sein. (red/APA)

quelle: derstandard.at/1317019796389/St-Poelten-...er-Domplatz-entdeckt

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20 Mär 2012 11:17 #3 von Jahelle
Jahelle antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
St. Pölten - Die archäologischen Grabungen am Domplatz in St. Pölten, die der Neugestaltung des Platzes vorangehen, starten nun in die dritte Saison. Das 15-köpfige Team wird von bis zu sechs Langzeitarbeitslosen unterstützt, die auf diese Weise wieder ins Berufsleben eingegliedert werden sollen, hieß es in einer Aussendung des Rathauses.

In den Wintermonaten seien die Funde aus dem Vorjahr aufgearbeitet worden. Stadtarchäologe und Grabungsleiter Ronald Risy ist überzeugt, dass der Boden auch heuer "Überraschungen" freigeben wird. Bisher wurden neben zahlreichen Gräbern Reste mittelalterlicher Kirchen, eines Klosters und römischer Bauwerke entdeckt. Die an die Grabungen anschließenden Bauarbeiten sollen 2015 abgeschlossen werden. (APA, 19.3.2012)

quelle: derstandard.at/1331780015446/St-Poelten-...wird-erneut-gegraben

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09 Aug 2013 08:53 - 09 Aug 2013 09:05 #4 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Archäologen legen am Domplatz "Geburtsort St. Pöltens" frei
8. August 2013, 12:09

Grabungsbilanz: Spätantikes Badehaus aus viertem Jahrhundert wurde im 9. Jahrhundert als Kirche genutzt

St. Pölten - Vor drei Jahren starteten Archäologen umfangreiche Ausgrabungen am St. Pöltner Domplatz. Während der mittlerweile vier Grabungsphasen stießen die Forscher bis zu den frühesten Wurzeln des heutigen St. Pölten vor. Dies berichteten die Archäologen am Mittwoch bei der Präsentation der bisherigen Grabungsbilanz. Unter anderem legten die Forscher die Überreste eines später als Kirche genutzten Badehauses aus dem vierten Jahrhundert frei.

Weiteres:
derstandard.at/1375626018557/Archaeologe...ort-St-Poeltens-frei

Auch:
4.000 Gräber in St. Pölten freigelegt

Seit 2010 wird wegen der geplanten Umgestaltung des Domplatzes in St. Pölten archäologisch gegraben. Während die Forscher bereits 4.000 Gräber freigelegt haben, wollen die St. Pöltener wissen, was künftig aus dem Domplatz wird.

Jeden Tag arbeiten bis zu 25 Forscher und Helfer im Archäologen-Team rund um den Stadtarchäologen Ronald Risy, und das bei nahezu jedem Wetter, auch bei den derzeit hohen Temperaturen. „Ich würde mir wünschen, dass die Temperaturen sinken würden, weil einfach die Leistungsfähigkeit minimiert ist. Aber wir müssen da durch und schauen, dass wir das hinbekommen.“ Risy schaut derzeit genau darauf, dass sein Archäologen-Team immer wieder Pausen im Schatten macht. Keine Pausen machen hingegen die Grabungsarbeiten. Seit drei Jahren wird der Platz Stück für Stück aufgegraben und dabei machte man auch schon so einige Funde.

Weiteres.
noe.orf.at/news/stories/2596998/
Letzte Änderung: 09 Aug 2013 09:05 von Jupiterl.
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30 Okt 2013 22:24 - 30 Okt 2013 22:25 #5 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Domplatz: 4.000 Skelette untersucht


Seit Beginn der archäologischen Ausgrabungen am St. Pöltener Domplatz vor drei Jahren sind Überreste von 4.000 Menschen entdeckt und anthropologisch untersucht worden. Die Analysen brachten Erkenntnisse für die moderne Medizin.

Biologische Gewebeproben der im Mittelalter auf dem damaligen Friedhof Bestatteten wurden asserviert und stehen nun in einer Biodatendank der weiteren Forschung zur Verfügung.

Ansätze für neue Methoden zur Verbrechensaufklärung
„Gegenwärtig dienen die anthropologischen Erkenntnisse als Unterstützung für die Entwicklung von Methoden für die moderne forensische Anthropologie und als wertvolles Anschauungsmaterial für die moderne Orthopädie, Knochenpathologie und Zahnmedizin“, sagte der zuständige Anthropologe von der Medizinischen Universität Wien, Fabian Kanz.

Weiteres:
noe.orf.at/news/stories/2611998/
Letzte Änderung: 30 Okt 2013 22:25 von Jupiterl.
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03 Mär 2015 23:37 #6 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Domplatz: Grabungen erneut verlängert

Einmal mehr verzögern sich die archäologischen Grabungen am Domplatz in St. Pölten. Die Arbeiten werden noch drei Jahre andauern, heißt es seitens der Baudirektion der Stadt. Die ÖVP pocht auf ein Ende der Grabungen im nächsten Jahr.

Vor der bevorstehenden Neugestaltung des Domplatzes in St. Pölten waren Experten unter Aufsicht des Bundesdenkmalamts vor mittlerweile fünf Jahren erstmals am Zug: Als die Archäologen 2010 mit den Ausgrabungen am St. Pöltener Domplatz begannen, gingen sie von einer Grabungsdauer von maximal zwei Jahren aus. Eine Fehleinschätzung, wie sich schnell herausstellte. Denn so einen Fall, dass ein ganzer Stadtfriedhof ausgegraben wird, hatten die Archäologen zuvor noch nicht, heißt es bei der Baudirektion der Stadt St. Pölten.

Zwischenzeitlich wurde von einem Ende der Grabungen 2015 ausgegangen. Doch auch dieser Termin hält nicht, wie man jetzt weiß: 2015, 2016 und auch 2017 wird mindestens noch gegraben, so die aktuelle Auskunft der Baudirektion. Im Stadtbudget wurden bisher 3,8 Millionen Euro aufgewendet, weitere 2,5 Millionen sind vorgesehen.

Weiteres:
noe.orf.at/news/stories/2697548/
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04 Mär 2016 23:30 #7 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Neue Grabungskampagne am St. Pöltner Domplatz
4. März 2016, 18:42

Aussichtsplattform ermöglicht Bevölkerung, bei den Ausgrabungen zuzuschauen

St. Pölten – Am Domplatz in St. Pölten sind die im Jahr 2010 begonnenen archäologischen Ausgrabungen nach der Winterpause wieder aufgenommen worden, sie sollen bis 2018 dauern. Parallel dazu werde an der Planung und vorbereitenden Baumaßnahmen für die Neugestaltung des Domplatzes gearbeitet, hieß es von Seiten der Stadt.

Bisherige Funde
Im Vorjahr war – neben Überresten von Bestattungen, darunter eine frühmittelalterliche Grabstätte, die mit einer "wunderschönen Scheibenfibel" ausgestattet war – ein Spektrum an bis in die Neuzeit reichenden Funden zum Vorschein gekommen. Für die Römerzeit hervorzuheben seien eine fast vollständig erhaltene Fußbodenheizung, ein spätantiker Brunnen sowie eine den römischen Verwaltungspalast einrahmende Porticus (Säulengang), die über ein Fundament aus Hunderten kleinen Rundhölzern errichtet wurde.

Weiters wurden zwei Sammelgräber mit weit über 100 Individuen und mehrere Familiengräber freigelegt. Entdeckt wurden auch Gruben, in denen Glocken für die ehemalige Klosterkirche, den heutigen Dom, gegossen wurden.

Die Zahl der bisher geborgenen menschlichen Überreste liegt derzeit bei 9.821 Individuen (davon 3.104 im Vorjahr), die fast alle anthropologisch untersucht sind. Auf dem Domplatz, einst Zentrum der römischen Siedlung Aelium Cetium, befand sich ab der Mitte des elften Jahrhunderts bis Ende des 18. Jahrhunderts ein Friedhof.

Weiteres:
derstandard.at/2000032311157/Neue-Grabungskampagne-am-St-Poeltner-Domplatz
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25 Sep 2016 11:06 #8 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Archäologen entdeckten bei Grabungen am Domplatz 1.970 Skelette
25. September 2016, 08:26

Arbeiten auf der "größten innerstädtischen Grabungsstätte Österreichs" sollen bis 2018 beendet sein

St. Pölten – Die Zwischenbilanz der diesjährigen archäologischen Grabungen am Domplatz in St. Pölten kann sich sehen lassen: Überreste von 1.970 Menschen, 1.272 Metallgegenstände und 132 Münzen wurden entdeckt. Die 2010 gestarteten Arbeiten auf der "größten innerstädtischen Grabungsstätte Österreichs" sollen bis 2018 beendet sein. Die Pläne für die Neugestaltung des Platzes sollen 2017 präsentiert werden, teilte die Stadt nun mit.

Heuer wurden in mehreren Abschnitten bisher mehr als 654 Quadratmeter geöffnet, zogen Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) und Ausgrabungsleiter Ronald Risy ein Zwischenresümee. Mit 1.970 Individuen, die bisher freigelegt und dokumentiert wurden, werde nach dem Rekordjahr 2015 die zweithöchste Zahl an Bestattungen erreicht. Auf dem Domplatz lag vom 11. bis zum 18. Jahrhundert der städtische Friedhof. Die Funde füllen 65 Bananenkartons, 22.000 Fotos wurden zur Dokumentation gemacht.

Für die Neugestaltung des Domplatzes liege bereits ein Grundplan vor, der nun überarbeitet werden soll. "Ich habe im Frühjahr einen Glaskubus am Domplatz vorgeschlagen, um eine Diskussion darüber zu führen, wie man die einzigartigen archäologischen Funde zumindest teilweise sichtbar machen kann", berichtete Stadler von "guten Gesprächen" mit der Diözese. "Wir wollen dieses Alleinstellungsmerkmal der Bevölkerung bewusst machen und touristisch nutzen", erklärte der Bürgermeister und betonte erneut, dass der zentrale Platz nicht autofrei werden soll.

Weiteres:
derstandard.at/2000044792287/Archaeologen-entdeckten-bei-Grabungen-am-Domplatzheuer-1-970-Skelette

www.stp-konkret.at/freizeit/kultur/1950/...e-zwischenbilanz.htm
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16 Dez 2016 09:35 - 16 Dez 2016 18:16 #9 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
2.837 Skelette bei Domplatz-Grabungen gefunden

Seit dem Jahr 2010 laufen am Domplatz St. Pölten archäologische Grabungen und auch in diesem Jahre wurden wieder zahlreiche menschliche Skelette gefunden - insgesamt 2.837. Die Stadt zieht jetzt eine Bilanz.

Die Überreste von 2.837 Menschen wurden allein in diesem Jahr bei den archäologischen Grabungen am Domplatz St. Pölten. Seit 2010, dem Start der Grabungen, sind 12.679 Individuen freigelegt worden. Fast alle Funde wurden anthropologisch untersucht, heißt es von Seiten der Stadt.

Etwa 730 Tonnen Erdmaterial wurden in diesem Jahr mit Schaufeln, Pinseln und Kellen ausgegraben. Das Fundmaterial füllt etwa 81 Kartons, die schätzungsweise mehr als 23.000 Einzelstücke enthalten. Darüber hinaus wurden 197 Münzen gefunden. Auch die Überreste von römischen Bauten wurden von den Archäologen freigelegt. Etwa fünf nebeneinanderliegende, mit Fußbodenheizung ausgestattete Räume, wurden gefunden. Mehr als 29.000 Fotos dokumentieren die aktuellen Funde.

„Die archäologische Grabungssaison 2016 bezeugt erneut, dass das heutige Stadtgebiet von St. Pölten seit Sesshaftwerdung des Menschen immer ideale Lebensbedingungen bot“, sagt Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Durch den anhaltenden Bauboom in St. Pölten führte man auch im heurigen Jahr zahlreiche archäologische Maßnahmen durch. Das Spektrum reicht von Künettenbeobachtungen bis hin zu richtigen archäologischen Grabungen im Vorfeld verschiedener Bauvorhaben. Stadtarchäologe Ronald Risy und Bürgermeister Stadler ziehen eine positive Bilanz.

Neue frühmittelalterliche Funde in Pottenbrunn
Der Schwerpunkt der Arbeiten der Archäologen lag auch in diesem Jahr wieder am Domplatz - mehr dazu in Domplatz-Grabungen: 1.970 Skelette gefunden (noe.ORF.at; 22.9.2016). Doch auch in Pottenbrunn wurden bisher unbekannte frühmittealterliche Siedlungen aus dem siebenten und beginnenden achten Jahrhundert nach Christus gefunden. Ein kleines spätbronzezeitliches Gräberfeld sowie die Nutzungszone eines römischen landwirtschaftlichen Betriebs und spätmittelalterliche Hamsterfallen wurden in der Nähe des Krankenhauses entdeckt.

Quelle (mit Bildern):
noe.orf.at/news/stories/2814948/
derstandard.at/2000049380040/Fast-3-000-...mplatz-in-St-Poelten

www.stp-konkret.at/freizeit/kultur/2194/...bungssaison-2016.htm
Letzte Änderung: 16 Dez 2016 18:16 von Jupiterl.
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26 Aug 2017 10:16 #10 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Neue Rekorde im St.Pöltener Domplatz-Marathon:

15.000 Skelette auf Domplatz St. Pölten freigelegt

St. Pölten ist das „Eldorado der Archäologen“: In der Viehofner Au werden derzeit die Reste eines NS-Zwangsarbeiterlagers freigelegt, auf dem Domplatz konnte in dieser Woche das 15.000. Skelett freigelegt werden.

Seit dem Jahr 2010 graben Archäologen auf dem Domplatz in St. Pölten. Immer wieder machten sie überraschende Funde, so auch heuer. „Hervorzuheben ist ein Massengrab, von dem bisher mehr als 100 Individuen geborgen wurden“, sagt Ronald Risy, der Stadtarchäologe von St. Pölten.

Massengrab unter dem Domplatz entdeckt
Der archäologische Befund spreche dafür, dass „diese Menschen relativ zeitnah verstorben und in dieser Grube gruppenweise bestattet wurden. Die Todesursache ist unbekannt, sie könnte durchaus Krankheit, eine Epidemie oder eine Seuche gewesen sein.“

Aber auch mehrere kleinere Sammelgräber mit sieben bis 15 Skeletten wurden entdeckt: „Zwischen den Gräbern sieht man stellenweise bereits Mauern der römischen Stadt Aelium Cetium“, so der Stadtarchäologe.

Das aus 22 Personen bestehende Forscherteam dokumentierte in den letzten acht Jahren 25.000 Einzelbefunde, etwa 350.000 Fotos wurden angefertigt, mehr als „800 Bananenkartons an Funden, über 2.000 Münzen, 10.000 Metall- bzw. Beinfunde“, zählt Risy auf. Im kommenden Jahr wird in St. Pölten eine Ausstellung mit dem Titel „Der Umgang mit dem Tod“ gezeigt, mit wichtigen Funden vom Domplatz.

Ehemaliges Zwangsarbeiterlager wird freigelegt
Im Stadtteil Viehofen, im Norden der Landeshauptstadt, sollen 500 bis 800 Wohnungen gebaut werden - auf einem Areal, auf dem während der NS-Zeit ein Zwangsarbeiterlager war. Seit Juni sind hier die Archäologen tätig.

Weiteres:
noe.orf.at/news/stories/2862442/
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