St. Pölten: Römische [u.a.] Funde

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28 Sep 2019 17:13 #21 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Domplatz St. Pölten schließt Grabungen ab
Online seit heute, 12.39 Uhr

Seit 2010 wird am Domplatz in St. Pölten gegraben. Nun gehen die Ausgrabungen in die finale Phase. Ende November sollen die Arbeiten endgültig abgeschlossen werden. Bereits jetzt kann eine positive Bilanz gezogen werden: Über 22.000 Skelette wurden freigelegt.

Bei so manchen Bürgerinnen und Bürgern St. Pöltens löste das Schlagwort „Domplatzprojekt“ zu Beginn der Ausgrabungen negative Gefühle aus. Begannen die Arbeiten im Stadtkern der Landeshauptstadt doch bereits im August 2010 und ein baldiges Ende schien zunächst nicht in Sicht. Das Bewusstsein über das Ausmaß und die Bedeutung der archäologischen Entdeckungen war bei einem großen Teil der Bevölkerung besonders am Anfang der Grabungen kaum vorhanden.

Das Team um den Stadtarchäologen Ronald Risy zieht allerdings bereits jetzt eine durchaus positive Bilanz: Als eines der bedeutendsten Resultate der Ausgrabungen hebt Risy die Entdeckung des spätantiken Verwaltungspalastes hervor, der dem zivilen Statthalter der Provinz Noricum Ripense im vierten Jahrhundert als Verwaltungssitz diente. Durch die historischen Arbeiten dieses Fundes, mit dem man nicht gerechnet habe, wurde bekannt, dass St. Pölten eine zentrale Rolle in der römischen Provinz gespielt hat. An der Stelle, an der heute die Altstadt St. Pöltens liegt, befand sich einst die römische Stadt Aelium Cetium.

Weiteres:
noe.orf.at/stories/3014731/
Es bedanken sich: Karl

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12 Nov 2019 17:06 #22 von Ariadne
Ariadne antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Funde von St. Pölten bringen neue Erkenntnisse über Syphilis

Aus einem großen Sammelgrab bargen Archäologen und Freiwillige in fast zehn Jahren Zehntausende Skelette.

Dicht unter dem Asphalt haben Archäologen in St. Pölten in Niederösterreich mehr als 22.000 Skelette geborgen. Die Funde zeigen: Syphilis geistert durch Europa nicht erst seit Kolumbus’ Rückkehr aus Amerika. Und der Zahnschmelz verrät noch mehr.

Die letzten vier Skelette liegen neben den Mauern römischer Ruinen. Dort wurden die Männer oder Frauen vor rund 1000 Jahren bestattet. Ihre Bergung ist der Abschluss einer fast zehnjährigen Grabungsaktion, die ihresgleichen sucht.

„Wir haben jetzt genau 22.134 Skelette gefunden“, sagt Stadtarchäologe Ronald Risy. Unter dem Domplatz von St. Pölten in Österreich waren die Forscher auf einen Friedhof ungeahnten Ausmaßes gestoßen.

Zwischen dem 9. Jahrhundert und 1779 – von da an mussten auf Weisung von Kaiser Joseph II. die Toten außerhalb der Stadt bestattet werden – wurden die Leichen dort meist ohne viel Aufhebens auf einer Fläche von der Größe eines mittleren Fußballfelds verscharrt. Die jetzt angehäufte Skelettsammlung gilt in Umfang und Güte als einzigartig. „Es ist ein Bio-Archiv, das sonst keiner hat“, so Risy.

Dank der günstigen Eigenschaften des Bodens seien die Knochen in einem ausgezeichneten Zustand, sagt Fabian Kanz vom Fachbereich Forensische Anthropologie der Medizinischen Universität Wien. „Das ist ein Schatz“, so der Anthropologe über den nun möglichen Blick auf ein lokales Zeitfenster von rund 1000 Jahren.

Ausführlich unter:
www.welt.de/wissenschaft/article20330335...CavKW5qPCGhahgftg3Jo

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22 Nov 2019 13:20 #23 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
ST. PÖLTEN
Über 22.000 Tote gefunden: Archäologische Grabungen auf St. Pöltner Domplatz abgeschlossen
22. November 2019, 06:00

Nach zehn Jahren hat es sich in der niederösterreichischen Landeshauptstadt "ausgegraben"

St. Pölten – Zehn Jahre wurde der Untergrundes des Domplatzes in St. Pölten archäologisch untersucht. Nun ist die wissenschaftliche Erkundung zumindest vor Ort abgeschlossen und es kann mit der Neugestaltung des Areals begonnen werden. Die Untersuchung der geborgenen Funde wird freilich noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Die Erkenntnisse der Archäologen und Anthropologen seien allerdings jetzt schon "sensationell" und in vielen Bereichen müssten die "Geschichtsbücher neu geschrieben werden", erklärte Bürgermeister Mattias Stadler zum Ende des 7,8 Millionen Euro teuren Projektes. Außerdem freute das Stadtoberhaupt, dass dem anfänglichen Unmut über die Grabungen ein breites Interesse der Bevölkerung gewichen sei. Mittlerweile interessierten sich neben Wissenschaftern auch die Besucher der Stadt für den Ort.

Römische Bauten und mittelalterliche Kirchen
Unter anderem wurde aus der späten Römerzeit (4. Jahrhundert) ein mehrteiliger Gebäudekomplex, bestehend aus einem Badehaus, einem großen Repräsentationssaal sowie einem Verwaltungs- und Wohngebäudetrakt, entdeckt, der dem Sitz des zivilen Statthalters zugesprochen werden könne. Weiters wurde von den Forschern eine der ältesten Kirchen Niederösterreichs dokumentiert. Für das 9. Jahrhundert gelang der Nachweis der zivilen Siedlung Treisma. Im Spätmittelalter gab es dann insgesamt vier große Kirchen im Bereich des Areals, damit war der heutige Domplatz schon damals ein religiöses Zentrum.

Weiteres:
www.derstandard.at/story/2000111363026/u...mplatz-abgeschlossen

www.st-poelten.at/news/13368-ausgegraben...aeologie-am-domplatz

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21 Mai 2020 19:01 #24 von Ariadne
Ariadne antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Neue Funde
St. Pöltner Goldgruben für die Archäologen Forscher heben kleinen Münzschatz in Schneckgasse und dort, wo Raiffeisenzentrale entsteht.

Von Martin Gruber-Dorninger

Bei den Grabungen in der Schneckgasse legten Mitarbeiter der ASINOE ein Skelett eines jungen Rindes frei.
Viele Bauprojekte in St. Pölten bedeuten auch viel Arbeit für die Archäologen – das gilt auch in Coronazeiten.

Mehr unter:
m.noen.at/st-poelten/neue-funde-st-poelt...Qv5RNdoCK7FrqWDYipr4

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10 Jun 2020 06:59 #25 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Chronik
St. Pölten: Domplatz als zentraler Treffpunkt
Online seit gestern, 18.15 Uhr

In den letzten zehn Jahren wurde der Domplatz in St. Pölten archäologisch untersucht. Jetzt finalisieren sich die Pläne für die Zukunft des Platzes, er soll ein zentraler Treffpunkt in der Innenstadt werden. Die Stadtarchäologen forschen beim Europaplatz weiter.

Am Domplatz in der Landeshauptstadt St. Pölten sind keine Skelette mehr zu sehen, denn die archäologischen Untersuchungen sind abgeschlossen. Es geht jetzt in die finalen Planungen für die neue Nutzung des Platzes. Er soll zu einem zentralen Treffpunkt in der Innenstadt werden.
....

Archäologische Funde in ganz St. Pölten
Bei den Ausgrabungen am Domplatz kamen besondere Relikte zum Vorschein, doch auch an anderen Orten in St. Pölten fanden die Archäologen Schätze aus der Vergangenheit. In der Schneckgasse sowie beim Betriebsgebiet in Ratzersdorf wurden vor kurzem Grabungsarbeiten abgeschlossen. Zudem wird derzeit beim Landesklinikum, in der Kremser Gasse, in der Kremser Landstraße, in der Fuhrmannsgasse und beim Kalvarienberg gegraben.

Beim Kalvarienberg stieß man zuletzt auf eine bronzezeitliche Bestattung. Überraschenderweise fand man außerdem auch große Teile der ursprünglichen Sockelzone und die davorliegende Pflasterung aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, erzählte Stadtarchäologe Ronald Risy. Im Betriebsgebiet in Ratzersdorf konnten auf knapp 61.500 Quadratmetern Einzelobjekte wie Halsketten aus Muscheln festgestellt werden, die etwa 4.300 Jahre alt sind.

Ab jetzt wird beim Europaplatz gegraben
Im Juni beginnen die archäologischen Grabungen an der nördlichen Ecke des Europaplatzes im Bereich der ehemaligen Barbarakapelle. Der Verkehrspunkt wird neu gestaltet, deshalb wird der Boden nach historisch wichtigen Relikten untersucht. Erst dann kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bauvorbereitungen werden voraussichtlich nächstes Jahr starten. Laut Bürgermeister Matthias Stadler wird es während der archäologischen Arbeiten, die schon im Juni beginnen, keine Einschränkungen für den Verkehr geben.

Weiteres:
noe.orf.at/stories/3052476/
Es bedanken sich: Carolus

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05 Aug 2020 11:44 #26 von Ariadne
Ariadne antwortete auf St. Pölten: Römische [u.a.] Funde
Große Geschichte vor dem St. Pöltner Raiffeisen Corner
Historisches vom Steinzeit-Messer bis zum Römer-Markt ist gesichert. Bald wird die Raiba-Zentrale wachsen.
Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. August 2020 (17:00)

Lang ist die Geschichte der St. Pöltner und ihrer urbanen und ruralen Vorfahren. An der Ecke Daniel-Gran-Straße und Kremser Landstraße wird sie nun mit dem „raiffeisen corner“ fortgeschrieben. Bis in die Jungsteinzeit zurück reichen die Funde, die die Archäologen an der Stelle gefunden haben, wo Raiffeisen ihre neue Zentrale errichten wird.

Neben einer gut erhaltenen neolithischen Steinmesserspitze und Überbleibseln aus der Bronzezeit kamen vor allem Gegenstände aus der Römerzeit ans Tageslicht. Sie zeigen die Bedeutung der Stadt Aelium Cetium und ihres Hinterlands in der Provinz für die Versorgung der Garnisonen an der Donau. Von den Betrieben aus dem ausgedehnten landwirtschaftlich genutzten Bereich landeten Grundnahrungsmittel auf dem antiken Markt. Eine Reihe von freigelegten Vorrats- und Arbeitsgruben sowie Gräben, die zur Drainagierung sowie Lenkung von Oberflächenwassern dienten, zeugen vom betriebsamen Leben. Ebenso wurden Münzen, Keramik- und Buntmetallfunde wie Kleiderfibeln geborgen. Sie will Raiffeisen im neuen Haus der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Vollständig unter:
www.noen.at/st-poelten/start-der-bauphas...XH7M044A7hzpEsCu-qnw
Es bedanken sich: Jupiterl

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