7.000 Jahre alte Feuersteine in Schiltern entdeckt

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26 Mär 2018 09:31 #1 von Jupiterl
7.000 Jahre alte Feuersteine in Schiltern entdeckt

Im Ablagerungsgestein einer 7.000 Jahre alten Kreisgrabenanlage in Schiltern (Bezirk Krems) sind nun von einem deutschen Forscher Feuersteine aus Bayern und Obsidiane aus Ungarn nachgewiesen worden.

Die Kreisgrabenanlage wurde vor zwei Jahren von den beiden Amateurarchäologen Johann Böhm aus Kronsegg (Bezirk Krems) und Alois Huber aus Schiltern (Bezirk Krems), entdeckt. Sie hatten auf einem Areal am nördlichen Ortsrand von Schiltern zahlreiche Oberflächenfunde gemacht und auch aufgrund von Luftbildern 2016 eine geomagnetische Prospektion initiiert, die zur Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit drei Gräben und einer Innenpalisade führte.

Feuersteine und Obsidiane für Klingenproduktion
Hubers Sammlung zähle 561 Artefakte. Laut der Analyse des deutschen Geoarchäologen Alexander Binsteiner erreichte die Eigenversorgung mit den nötigen Silexrohstoffen in Schiltern rund 90 Prozent, der Rest wurde - offenbar zur Herstellung besonderer Gerätschaften - aus Bayern und Ungarn importiert.

„Aus Arnhofen (Bayern) bezog man die Plattenhornsteine für Sicheleinsätze, aus Tokaj (Ungarn) Obsidian für extrem feine Einsatzklingen“, erklärte Binsteiner. Nach dem Spektrum an Artefakten zu urteilen, wurden neben Fertigprodukten auch bereits vorpräparierte Gesteinskerne importiert, aus denen die ortsansässigen Steinschmiede dann die entsprechenden Klingen abspalten konnten, meint der Geoarchäologe.

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noe.orf.at/news/stories/2903169/
derstandard.at/2000076785210/7-000-Jahre...material-hergestellt
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