Wo Priester in die Haut ihrer getöteten Opfer schlüpften

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05 Jan 2019 09:37 - 05 Jan 2019 12:50 #1 von Jupiterl
Wo Priester in die Haut ihrer getöteten Opfer schlüpften
5. Jänner 2019, 08:00

Mexikanische Archäologen entdeckten erstmals einen Tempel für den Gott Xipe Tótec, dem mit besonders grausamen Ritualen gehuldigt wurde

Tlacaxipehualiztli klingt für unsere Ohren erst einmal recht lustig. Auf Nahuatl, der Sprache der für ihre Menschenopfer berüchtigten Azteken, bezeichnet das Wort eines der wichtigsten Feste im vorspanischen Mexiko. Dabei ging es selbst für aztekische Verhältnisse blutig ernst und grauenhaft zu. Wörtlich übersetzt bedeutet Tlacaxipehualiztli nämlich: "die Häutung der Männer" oder "die Haut der Enthäuteten überstülpen".

Gefeiert wurde das Fest im Frühling vor Beginn der Regenzeit anlässlich der Tagundnachtgleiche, um Xipe Tótec zu huldigen, dem aztekischen Gott der aufkeimenden Saat und des Krieges, sowie dem Schutzgott der Goldschmiede und des fünfzehnten Tages im Monat. Xipe Tótec wiederum bedeutet nichts anderes als "unser Herr, der Gehäutete", da sich dieser Gott gemäß der aztekischen Mythologie immer wieder seiner Haut entledigt haben soll, um die Menschheit zu ernähren. Entsprechend sehen auch die Darstellungen von Xipe Tótec aus, der eine zusätzliche Haut trägt.

Weiteres:
derstandard.at/2000095319962/Wo-Priester-in-die-Haut-ihrer-getoeteten-Opfer-schluepften
religion.orf.at/stories/2956805/

www.inah.gob.mx/boletines/7883-descubren...e-ndachjian-tehuacan
Letzte Änderung: 05 Jan 2019 12:50 von Jupiterl.
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