Forscher hoffen auf Mumien in Hallstatts prähistorischem Salzbergwerk

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26 Mai 2014 09:58 #1 von Jupiterl
Forscher hoffen auf Mumien in Hallstatts prähistorischem Salzbergwerk
25. Mai 2014, 18:28

1734 wurde eine Salzmumie entdeckt und bestattet, doch es gibt Hinweise auf weitere konservierte Leichen

Hallstatt/Wien - Im prähistorischen Salzbergwerk von Hallstatt haben sich organische Funde wie Textilien, Leder oder Holz ausgezeichnet erhalten. 1734 wurde sogar eine Salzmumie im Bergwerk entdeckt. In Unkenntnis über die Bedeutung des Fundes wurde die Mumie in einem Grab bestattete. Die Archäologen hoffen nun auf weitere "Männer im Salz", gab es damals doch Hinweise auf weitere konservierte Leichen.

Weiteres:
derstandard.at/2000001387715/Forscher-ho...rgwerk-von-Hallstatt

www.nhm-wien.ac.at/jart/prj3/nhm/main.ja...ent-id=1386498599012

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02 Mär 2016 21:56 #2 von Jupiterl
Die Hoffnung lebt weiter:
Archäologen hoffen auf weitere "Männer im Salz"
2. März 2016, 17:27

Team des Naturhistorischen Museums begibt sich auf die Spuren eines prähistorischen Grubenunglücks

Wien/Hallstatt – Archäologen des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien wollen herausfinden, ob das prähistorische Bergwerk in Hallstatt weitere menschliche Überreste birgt. Heuer beginnen sie dort mit Grabungen, wo 1734 bereits ein "Mann im Salz" gefunden wurde.

Prähistorisches Grubenunglück
Es sei davon auszugehen, dass der Bergbau im heutigen Oberösterreich einst halb Europa mit dem wertvollen Salz versorgt hat, erklärte Hans Reschreiter von der prähistorischen Abteilung des NHM. Um 1050 vor unserer Zeitrechnung kam es aber zu einer Katastrophe, im Zuge derer die Bergbautätigkeit für längere Zeit zum Erliegen kam. Bekannt ist, dass sich ein großes Loch im Stollen aufgetan hat, durch das viel Material und Wasser in das Bergwerk gelangten. "Wir wollen herausfinden, was die Mechanismen dahinter waren."

In Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur (Boku) und der Österreichischen Salinen AG haben die Forscher Hinweise gefunden, dass sich damals eine Serie von Unglücken ereignet haben dürfte. "Die Katastrophe dürfte sich schon einige Jahrzehnte lang angekündigt haben. Man hat dann große Anstrengungen unternommen, um den Bergbau weiter zu betreiben, aber um 1050 vor Christus hat man dann diesen Kampf verloren", sagte Reschreiter. Mit Unterstützung der Geologischen Bundesanstalt konnte auch der Einsturztrichter an der Oberfläche mittlerweile gefunden werden.

Weiteres:
derstandard.at/2000032144354/Archaeologen-hoffen-auf-weitere-Maenner-im-Salz

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27 Mär 2016 15:33 #3 von Jupiterl
Beim ORF-OÖ dauert's etwas länger:
Erneute Suche nach „Mann im Salz“

Archäologen haben in Hallstatt erneut die Grabungen nach dem „Mann im Salz“ aufgenommen. Bereits 1734 fand man ein Opfer eines Bergwerksunglücks, das sich vor etwa 1.000 Jahren zugetragen hat. Weitere Salzleichen werden vermutet.

Die Grabungsarbeiten beginnen genau an jener Stelle, an der man vor fast 300 Jahren den berühmten „Mann im Salz“ entdeckte. Neueste Untersuchungen brachten Hinweise, dass es eine Serie von Bergewerksunglücken im Hallstätter Salzberg gab, bis man letztendlich kapitulierte und den Bergbau einstellte.

Fund vergleichbar mit Ötzi
Die Entdeckung einer Salzleiche durch die Archäologen des Naturhistorischen Museums Wien wäre eine archäologische Sensation. Man vermutet Männer, Frauen aber auch Kinder im Berg, deren Leichen durch die Lagerung im Salz sehr gut erhalten sein könnten - besser als die Leiche von Ötzi.

Rückschlüsse auf Leben vor 1.000 Jahren
Für die Wissenschafter ergäben sich durch die Funde ganz neue Einblicke in das Alltagsleben der Menschen von damals - etwa wie sie Körperhygiene betrieben haben, wie oft sie sich waschen konnten oder wie sie sich rasiert haben. Auch Analysen des Darminhalts würden wichtige Rückschlüsse auf Leben, Ernährung und Krankheiten liefern.

Schwieriger Zugang zur Fundstelle
Probleme macht den Wissenschaftern nur, dass viele Stollen im Bergwerk, die zu Fundstellen führen könnten, schon seit langer Zeit nicht mehr für den Bergbau benötigt und daher nicht gewartet werden. Einige hundert Meter Stollen darf man mittlerweile gar nicht mehr betreten. Für diese Abschnitte soll ein Sanierungs- und Erhaltungskonzept erstellt werden.

Quelle:
ooe.orf.at/news/stories/2760789/

Außerdem ist der Artikel ungegendert. Eine Ungeheuerlichkeit! Wird einen Bergfrauenaufstand nach sich ziehen.
Es bedanken sich: Carolus

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28 Mär 2016 11:00 #4 von Carolus

Unser bester Jupiterl schrieb:
Außerdem ist der Artikel ungegendert. Eine Ungeheuerlichkeit! Wird einen Bergfrauenaufstand nach sich ziehen.


Ich habe schon eine Beschwerde-Mail an den ORF geschickt :sick: :mrgreen:

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