3.000 Jahre altes Holzbecken in Hallstatt gefunden

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17 Aug 2017 16:49 #1 von Jupiterl
3.000 Jahre altes Holzbecken in Hallstatt gefunden
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17. August 2017, 16:20

Genaue Funktion der Holzkonstruktion ist noch unklar

Die Geschichte von Hallstatt ist von den reichen Salzvorkommen des Salzberges geprägt, der sich oberhalb des Ortes befindet. Für Archäologen ist das Gebiet im und rund um den Salzberg eine schier unerschöpfliche Fundquelle. Nun wurde "ein spezielles Holzbecken, eine Holzkonstruktion" gefunden, wie Ausgrabungsleiter Anton Kern vom Naturhistorischen Museum Wien dem ORF erläutert.

Was in dem rund 3.000 Jahre alten Becken gelagert oder produziert wurde, kann bislang nur vermutet werden. (red, 17.8.2017) - derstandard.at/2000062766195/3-000-Jahre-altes-Holzbecken-in-Hallstatt-gefunden

Veranstaltungstipp
Am 19. und 20. August laden Forscher des Naturhistorischen Museums Wien und die Salzwelten Hallstatt zu "Archäologie am Berg". Dabei kann auch das Holzbecken besichtigt werden.


Quelle:
derstandard.at/2000062766195/3-000-Jahre-altes-Holzbecken-in-Hallstatt-gefunden
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20 Aug 2017 06:49 #2 von Jupiterl
Hallstatt: Älteste Speckproduktion gefunden

Eine der ältesten überregional organisierten Speckproduktionen Europas dürfte im Hallstätter Salzbergtal angesiedelt gewesen sein. Darauf weisen Funde von 6.000 Schweineknochen hin. Bisher war es ein Rätsel, woher die 3.000 Jahre alten Knochen stammen.

Die Forscher standen vor einer Mammutaufgabe: Mehr als 6.000 Schweineknochen wurden aus dem Hallstätter Salzbergtal untersucht. Die DNA der Knochen ergab, dass die Tiere von Schweinezüchtern im Alpenvorland entlang der Donau oder im Süden (Judenburger und Klagenfurter Becken) stammten, sagte Hans Reschreiter von der prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums (NHM) in Wien.

Die enorme Anzahl an Knochen habe die Frage aufgeworfen, woher die Schweine gekommen seien. Denn in der näheren Umgebung im Winter habe es für große Schweineherden nicht ausreichend Futter gegeben, so der Experte. Deshalb habe man angenommen, dass bereits vor 3.000 Jahren ein logistisches System bestanden haben müsse, über das die Schweine angeliefert wurden. DNA-Untersuchungen des NHM und der Veterinärmedizinischen Universität (Vetmed) Wien hätten nun einen ersten Beleg dafür erbracht, so Reschreiter, der die Ausgrabung und Forschung im prähistorischen Salzbergwerk Hallstatt leitet.

Technik über 3.000 Jahre gehalten
Hunderte kastrierte Schweine im besten Schlachtalter von zwei bis zweieinhalb Jahren seien jedes Jahr nach Hallstatt getrieben und tranchiert worden, um anschließend in riesigen Holzbecken gepökelt und im Bergwerk getrocknet zu werden, erklärte Reschreiter.


Weiteres:
ooe.orf.at/news/stories/2860913/
derstandard.at/2000062831592/Hallstatt-T...elle-Speckproduktion

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25 Aug 2017 09:48 #3 von Jupiterl
"Archäologie am Berg" – ein Reality-Check für die Forschung
KERSTIN KOWARIK, HANS RESCHREITER
24. August 2017, 08:00

3.000 Besucherinnen und Besucher, 17 wissenschaftliche Stationen und knapp 30 Forscherinnen und Forscher waren vergangenes Wochenende im Hallstätter Hochtal anzutreffen Wer zwei volle Tage Interaktion mit der interessierten Öffentlichkeit erfolgreich meistern möchte, braucht ein gutes Konzept, klare Antworten und eine genaue Vorstellung, wie man brauchbare Anknüpfungspunkte schafft. Die Veranstaltung "Archäologie am Berg" ist ein echter Reality-Check für die Forschung.

Schon zum 15. Mal hat die Veranstaltung, die das Naturhistorische Museum Wien mit Unterstützung der Salzwelten und zahlreicher wissenschaftlicher Partnerinstitutionen durchführt, stattgefunden. Ihr Ziel ist die Vermittlung der Hallstatt-Forschung im Hallstätter Hochtal. Zentraler Bestandteil des Veranstaltungskonzepts ist neben der Präsentation von Forschungsresultaten auch die Vermittlung unserer Forschungsmethoden.

Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern nicht nur einen kurzen Blick hinter die Kulissen gewähren, sondern ein echtes Verständnis für unsere Arbeitsweise vermitteln und die Qualität der Daten, auf denen unsere Aussagen beruhen, durchleuchten. Daher werden die wissenschaftlichen Stationen nach Möglichkeit von den Expertinnen und Experten betreut, die die entsprechenden Forschungsresultate erarbeitet haben. -

Weiteres:
derstandard.at/2000063043540/Was-gibt-es-denn-NeuesArchaeologie-am-Berg

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