Forscher suchen am Hallstätter See nach Spuren von Extremereignissen

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29 Okt 2017 21:16 #1 von Jupiterl
Forscher suchen am Hallstätter See nach Spuren von Extremereignissen
29. Oktober 2017, 17:34

Exakte Vermessung des Seebodens soll historische Felsstürze, Muren, Hochwasser oder Erdbeben sichtbar machen

Hallstatt/Wien – Der Boden des Hallstätter Sees in bis zu 125 Meter Tiefe wird seit vergangenen Freitag von Wissenschaftern vermessen. Sie erhoffen sich vom exakten Geländeprofil Hinweise auf Jahrhunderte- bis Jahrtausende alte Extremereignisse wie Felsstürze, Muren, Hochwasser oder Erdbeben, wie die Leiterin des Projekts "Facealps", Kerstin Kowarik, anlässlich der Präsentation der Arbeiten erklärte.

Im Rahmen des im Mai gestarteten Projekts "Facealps" sollen die Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt rund um den Hallstätter See über die vergangenen 3.500 Jahre erforscht werden. Finanziert von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und angesiedelt am Naturhistorischen Museum (NHM) Wien forscht ein Wissenschafterteam aus verschiedenen Disziplinen, darunter Botanik, Geologie und Archäologie, drei Jahre lang.

Exakte Vermessung
Für die in Kooperation mit den Universitäten Bern und Innsbruck durchgeführte Vermessung des Seebodens fährt ein Schiff den rund 8,5 Quadratkilometer großen See streifenweise ab und erfasst den Seeboden mit Hilfe des Schallsignals eines Multibeam-Echolots. "Wir können damit Höhenunterschiede im Zentimeterbereich messen", sagte Kowarik. In der Form des Seebodens würden sehr viele Informationen über vergangene Umweltereignisse und -bedingungen stecken.

Weiteres:
derstandard.at/2000066523732/Forscher-suchen-am-Hallstaetter-See-nach-Spuren-von-Extremereignissen

facealps.com/
Es bedanken sich: Carolus

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