Jan Assmann

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04 Dez 2011 17:16 #1 von archaeologieforum.at
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Anlässlich ...

ArchäologieForum > Personalia > Jan Assmann

Geschrieben von: KARL Thursday, 4.09.2003, 21:26
Professor Dr. Jan Assmann feierlich verabschiedet

Am 28. Juli wurde Professor Dr. Jan Assmann, Ordinarius des Ägyptologischen Instituts der Universität Heidelberg, anlässlich seiner bevorstehenden Emeritierung feierlich verabschiedet.

Der 1938 geborene Jan Assmann hat es in einer einzigartigen Weise geschafft, die ägyptologische Forschung und die altägyptische Kultur nicht nur einem weit über die Grenzen des Faches hinausreichenden Fachpublikum nahe zu bringen, sondern auch Nachbardisziplinen maßgeblich zu beeinflussen.

Seine Forschungsschwerpunkte innerhalb der Ägyptologie sind die altägyptische Religion und Literatur. In zahlreichen Publikationen erhellt er das Verhältnis des Polytheismus zum Monotheismus, die ägyptischen Vorstellungen von einem guten Lebenswandel als Voraussetzung einer Fortdauer im Jenseits ("Ma'at. Gerechtigkeit und Unsterblichkeit m Alten Ägypten") und erschloss die rituellen Textgattungen der altägyptischen Hymnik ("Ägyptische Hymnen und Gebete") und Verklärungen "Altägyptische Totenliturgien"). Langjährige archäologische Tätigkeiten m ägyptischen Theben als Leiter des Projektes "Ramessidische Beamtengräber" förderten wichtige Beiträge zur Entwicklung der Grabarchitektur und des Jenseitsglaubens der Alten Ägypter zutage.

Schon immer interessierte ihn der Ideenfluss von der altägyptischen Kultur auf unseren Kulturkreis, die Rezeption Ägyptens in der Religions- und Geistesgeschichte des Abendlands, die in seiner Arbeit "Moses der Ägypter" eine beeindruckende Bearbeitung fand, ganz zu schweigen von dem Einfluss, den seine Konzeption des "Kulturellen Gedächtnisses" auf den kulturwissenschaftlichen Diskurs hat.

Darüber hinaus erhielt Prof. Assmann 1996 den Max-Planck-Forschungspreis für internationale Zusammenarbeit, 1998 den "Deutschen Historikerpreis" (Preis des Historischen Kollegs) aus den Händen des Bundespräsidenten sowie den Ehrendoktor der Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster und 2000 den Prix Psyché für sein Buch "Images et rites de la mort".

Quelle: Uni Heidelberg


www.archaeologie-online.de/magazin/news/detail.php?n=387 --- 29.08.2003, 09:33 Uhr

Geschrieben von: Majestix Friday, 5.09.2003, 09:42
dei, dei, langes Leben, Jan Assmann, langes Leben!

Habe gehört, daß Jan Assmann im Herbst Lehrveranstaltung(en) am Institut für Kulturgeschichte (Cultural Studies), oder wie immer das heißt, in Wien hält. Ich hoffe, das ist keine Fehlinfo!

Majestix

Geschrieben von: lector Sunday, 30.05.2004, 22:59
Yale University: Ehrendoktorat für Jan Assmann

www.yale.edu/opa/campus/2004_commencement/citations.html

Honorary Degree Citations
May 2004


For the degree of Doctor of Social Science: Jan Assmann

President Levin:
You have illuminated the mystery of the Egyptian mind, using modern methods to explore an ancient world. Your approach is now a model for scholars in fields far beyond Egyptology. You have sought the meaning of memory in historical transmission, looking for those forces that lead to the selective preservation and cultivation of events. Your work as an archeologist, excavating the graves of the pharaohs, is accompanied by the way you have unearthed the intellect of those long dead. For enriching historical study with your seminal theory of cultural and collective memory, we are honored to bestow on you the degree of doctor of social science.

Geschrieben von: lector Thursday, 23.09.2004, 14:17
Heute auf www.archaeologie-online.de/magazin/news/detail.php?n=505
Veranstaltungen: 23.09.2004, 07:00 Uhr


Ägypten in der Erinnerung des Abendlandes

Prof. Dr. Jan Assmann, einer der einflussreichsten Kultur- und Religionswissenschaftler unserer Zeit, ist Gast des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen. Im Rahmen der "Essener Vorlesungen zur Philosophie, Kultur und Kunst" widmet er sich an drei Abenden (vom 27. bis 29.9.2004 jeweils um 18.15 Uhr) dem Thema "Ägypten in der Erinnerung des Abendlandes".

Der Heidelberger Ägyptologe Jan Assmann (geboren 1938) steht seit langem im Mittelpunkt des interdisziplinären Diskurses. Seine Forschungen zur Religion, Geschichte, Literatur und Kunst Ägyptens haben die Vorstellungen von der ägyptischen Religion revolutioniert.

Die von ihm geprägten Begriffe des "kulturellen Gedächtnisses" und der "Mosaischen Unterscheidung" wirken in den verschiedenen Fachrichtungen produktiv fort. Maßstäbe gesetzt haben die Publikationen "Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen" (1992), "Moses the Egyptian. The memory of Egypt in Western Monotheism" (1997) und "Herrschaft und Heil. Politische Theologie in Altägypten, Israel und Europa" (2000).

Essener Vorlesungen zur Philosophie, Kultur und Kunst mit Prof. Dr. Jan Assmann:

27. September, 18.15 Uhr
Erlösung, Geheimnis, Schrift - Ägypten in der Erinnerung des Abendlandes:
Erlösung und Rechtfertigung im altägyptischen Totenglauben

28. September, 18.15 Uhr
Erlösung, Geheimnis, Schrift - Ägypten in der Erinnerung des Abendlandes:
Hieroglyphen: die andere Seite der abendländischen Grammatologie

29. September, 18.15 Uhr
Erlösung, Geheimnis, Schrift - Ägypten in der Erinnerung des Abendlandes:
Ägyptische Mysterien und europäische Geheimgesellschaften: die Zauberflöte


Veranstaltungsort: Kulturwissenschaftliches Institut, Essen, Goethestr.
31, 45128 Essen


Die Veranstaltungen sind öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kwi-nrw.de



Quelle: Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Kategorie: Veranstaltungen Autor: TJ

Geschrieben von: lector Friday, 28.09.2007, 11:14
Jan Assmann in "Zeitgenossen im Gespräch" im "steirischen herbst" am 7.10. 11:30, Ort: "The Theatre", Graz, Karmeliterplatz; in Ö1 am 11.10. um 21 Uhr.

Geschrieben von: lector Monday, 3.12.2007, 07:32
Essay-Preis an Jan Assmann

Charles-Veillon-Preis für "Die Mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus"

Lausanne - Der deutsche Ägyptologe und Autor Jan Assmann erhält den Europäischen Essay-Preis Charles Veillon 2007. Er wird für sein Buch "Die Mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus" ausgezeichnet.

Assmann vertritt die Meinung, dass Splitter der gescheiterten religiösen Umwälzung durch den Pharao Echnaton Eingang in die Vorstellungen der frühen Juden gefunden hätten. Das habe geholfen, die heutigen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam vorzubereiten und diese gegeneinander abzugrenzen. Denn mit ihnen einhergegangen sei die Entwicklung eines absoluten Wahrheitsbegriffes ("Die Mosaische Unterscheidung"), der ein pluralistisches Nebeneinander der Gottesbegriffe und mithin den Frieden zwischen den Weltreligionen bis heute beeinträchtigt.

Der Preis in Höhe von 30.000 Franken (über 18.000 Euro) wird am 19. Februar 2008 an der Universität von Lausanne verliehen, wie die Preisstifter am Sonntag mitteilten. Frühere Träger des Europäischen Essay-Preises Charles Veillon waren unter anderen Manès Sperber, Jean Starobinski, Lars Gustafsson, Alain Finkielkraut, György Konrad, Iso Camartin, Dzevad Karahasan, Etienne Barilier, Peter Bichsel, Peter von Matt und Karl-Markus Gauß. (APA/sda)



Text von: derstandard.at/?url=/?id=3134934 / 02. Dezember 2007, 19:39

archaeologieforum.at war super, aber archäologieforum.org gräbt tiefer!

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04 Dez 2011 17:18 #2 von Karl
Karl antwortete auf Aw: Jan Assmann
Jan Assmann erhält Thomas-Mann-Preis 2011

Der Ägyptologe Jan Assmann ist heute in München mit dem Thomas-Mann-Preis 2011 ausgezeichnet worden. Die Bayerische Akademie der Schönen Künste und die Hansestadt Lübeck würdigten das herausragende Schaffen des 73-jährigen Wissenschaftlers mit dem mit 25.000 Euro dotierten Literaturpreis. Im vergangenen Jahr ging er an die am Donnerstag gestorbene Schriftstellerin Christa Wolf.

Akademie-Präsident Dieter Borchmeyer sagte, Assmann habe es auf einzigartige Weise geschafft, die Ägyptologie ins Zentrum des Interesses zu rücken. Die Beziehung Assmanns zu Thomas Mann spiegele sich insbesondere in seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der in Ägypten angesiedelten Josephs-Tetralogie des Nobelpreisträgers Mann.

Assmann war von 1976 bis 2003 Professor für Ägyptologie in Heidelberg. Im kommenden Jahr soll ein weiterer Kommentarband von Assmann und seiner Frau Aleida zu Thomas Manns Josephs-Romanen erscheinen.


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