Christa Neuper

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29 Sep 2011 13:03 #1 von Jahelle
Christa Neuper wurde erstellt von Jahelle
Führungswechsel an der Uni Graz - Rektorin Christa Neuper: „Zentrale Rolle in Südosteuropa ausbauen“

Ab 1. Oktober 2011 steht mit Univ.-Prof. Dr. Christa Neuper zum ersten Mal in der 426-jährigen Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz eine Frau an der Spitze der zweitältesten Universität Österreichs. Am 27. September 2011 stellte die neue Rektorin bei einem Pressegespräch an der Uni Graz ihr Team und ihre Schwerpunkte für die kommenden vier Jahre vor.

Christa Neuper studierte Psychologie an der Karl-Franzens-Universität Graz. Nach ihrer Promotion 1984 war die Neuropsychologin in Forschung und Lehre an der Uni Graz sowie an der TU Graz tätig. 2005 wurde sie an der Karl-Franzens-Universität zur Professorin ernannt, 2006 übernahm sie die Leitung des Instituts für Semantische Datenanalyse an der TU Graz.

„Es ist mir gelungen, ein hoch qualifiziertes Team mit vier VizerektorInnen zu gewinnen, das für die Herausforderungen und Aufgabenbereiche bestens gerüstet ist“, unterstrich die neue Rektorin Christa Neuper. Mit den VizerektorInnen Renate Dworczak und Martin Polaschek werde in den Bereichen Personal und Studium die Kontinuität gewährleistet. Peter Riedler und Peter Scherrer sind neu im Leitungsteam und bringen neue Perspektiven ein.
Neuper übernehme eine bestens geführte Karl-Franzens-Universität Graz, die über eine stabile Ausgangslage verfüge. „Darauf aufbauend wird das Rektorat unter meiner Leitung die Universität kontinuierlich weiterentwickeln und die zentrale Rolle in Südosteuropa ausbauen.“
Für die mehr als 30.000 Studierenden werde die Uni Graz auch künftig eine zuverlässige und verantwortungsvolle Bildungspartnerin sein.

In der weiteren Vernetzung wird daher einer der Schwerpunkte des neuen Rektorats liegen. Mit NAWI Graz, der Kooperation mit der TU Graz, und den Pädagogischen Hochschulen ist die größte steirische Hochschule bereits sehr gut vernetzt. Darüber hinaus sind die Weichen für BioTechMed gestellt. Das Projekt soll die Karl-Franzens-Universität, TU Graz und die Medizinische Universität in der Humantechnologie, Pharmazie und Psychologie näher zusammenbringen. „Ich sehe die Steiermark als einen Hochschulraum, der auch die Fachhochschulen miteinschließt. Die Universität Graz ist ein Key-Player in der Standortentwicklung“, so Neuper.

Zu den wichtigen Anliegen der Rektorin zählt die Qualitätssicherung in Forschung und Lehre. Die erfolgreiche Neuropsychologin will der Position der Uni Graz als Forschungsinstitution noch mehr Augenmerk schenken. Innovative Wege in der interdisziplinären Zusammenarbeit sollen gefunden werden. „Impulse in die Forschung sollen das Profil und die Sichtbarkeit stärken“, hielt Neuper fest.

Zu den weiteren Eckpunkten ihres Amtes zählt die Rektorin die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, etwa in Form von Doktoratsprogrammen und frühzeitiger Motivierung der Studierenden. Die notwendigen Rahmenbedingungen, um Familie und Wissenschaft zu vereinbaren, will sie ebenfalls weiter fördern.

„Die Karl-Franzens-Universität Graz hat sich in den vergangenen acht Jahren zu einer modernen Institution entwickelt “, bestätigte Uniratsvorsitzender Dr. Werner Tessmar-Pfohl beim Pressegespräch. Sowohl in der Organisation als auch in der Infrastruktur der Universität gab es tiefgreifende Veränderungen. Die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät hat sich von Grund auf erneuert, die Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaften wurden in einer neuen Fakultät gebündelt und ein attraktiver Campus, auf dem sich die Studierenden wohlfühlen, konnte geschaffen werden. „Mit dem Rektorat unter Christa Neuper, das sehr ausgewogen zusammengesetzt ist, werden neue Akzente gesetzt“, so Tessmar-Pfohl.

„Die Universität hat mit dem Eintritt in die Autonomie am 1. Jänner 2004 gelernt, Eigenverantwortung zu leben und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“, fasste Univ.-Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer, Rektor von 2003 bis 2011, zusammen. Nach zwei Amtsperioden zieht er eine zufriedenstellende Bilanz: Die Medizinische Fakultät konnte erfolgreich in eine eigene Universität ausgegliedert werden. Die naturwissenschaftliche Zwillingsfakultät NAWI Graz hat sich zum Best-Practise-Beispiel in Österreich entwickelt. Mit neuen Bauten, wie dem Zentrum für Molekulare Biowissenschaften und Theologie-Zentrum, und sanierten Häusern, darunter Mozartgasse 14 und das Chemie-Gebäude am Universitätsplatz 1, wurde die Labor-Situation stark verbessert und die Uni Graz massiv aufgewertet. Der entwickelte Bauleitplan Süd stimmt universitäre Vorhaben in Leoben, Graz und Klagenfurt untereinander ab und gilt als Vorbild für ganz Österreich.

„Ich werde mich verstärkt meiner wissenschaftlichen Arbeit widmen und meine Praxiserfahrung als Professor für Unternehmensführung an die Studierenden an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät weitergeben“, freut sich Gutschelhofer auf die neue Herausforderung.

Vier VizerektorInnen
Ao.Univ.-Prof. Dr. Renate Dworczak, Vizerektorin für Personal, Personalentwicklung und Gleichstellung
Die Grazerin, Jahrgang 1957, ist seit 2002 außerordentliche Professorin für Organische Chemie und sammelte unter anderem ihr Know-how in Personalfragen in ihrer Tätigkeit im Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen. Für ihre zweite Amtsperiode als Vizerektorin hat sich Renate Dworczak eine Reihe an Projekten vorgenommen: „Die Uni Graz zählt im Bereich Gleichstellung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu Österreichs führenden Universitäten, diesen Vorsprung wollen wir mit fördernden Maßnahmen weiter ausbauen.“

Ao.Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek, Vizerektor für Studium und Lehre
Seit 2003 ist der Rechtswissenschafter sowohl als Vizerektor als auch Studiendirektor für die Anliegen der mehr als 30.000 Studierenden der Karl-Franzens-Universität zuständig. Neben Weiterentwicklung der Kooperation mit den zwei steirischen Pädagogischen Hochschulen will Martin Polaschek die Doktoratsstudien stärken. „Die Services für Studierende, insbesondere im Zusammenhang mit der Inskription, wollen wir ebenfalls weiter verbessern“, unterstreicht der 45-Jährige.

Dr. Peter Riedler, Vizerektor für Finanzen, Ressourcen und Standortentwicklung
Peter Riedler studierte an der Karl-Franzens-Universität Graz Rechtswissenschaften. Nach Tätigkeiten im Europäischen Parlament sowie als wirtschaftspolitischer Berater in der Steiermärkischen Landesregierung und der Bundesregierung wechselte Riedler 2007 zu AVL List, wo der 42-jährige Grazer als Director of Public Affairs tätig war. Auf die Tätigkeit als Vizerektor hat sich Riedler in den vergangenen Monaten intensiv vorbereitet: „Den Schwerpunkt meiner Arbeit sehe ich in der Gewährleistung stabiler Finanzen der Universität.“

Univ.-Prof. Dr. Peter Scherrer, Vizerektor für Forschung und Nachwuchsförderung
Peter Scherrer ist seit 2008 Professor für klassische und provinzialrömische Archäologie an der Uni Graz. An der Uni Graz leitet der Forscher das Institut für Archäologie, das interdisziplinäre Zentrum Antike sowie die neu eingerichteten Universitätsmuseen. „Das Vizerektorat wird sich unter anderem für die Schaffung von verbesserten Forschungsbedingungen und die Erhöhung der Motivation, besonders bei Dissertierenden und jüngeren Postdocs, durch den Ausbau von Doktoratsprogrammen einsetzen“, nennt Scherrer Beispiele seiner Schwerpunkte.


quelle: www.uni-graz.at/newswww/newswww_detail.htm?reference=222531

Where is the horse and the rider? Where is the horn that was blowing?
They have passed like rain on the mountain, like wind in the meadow.
The days have gone down in the West behind the hills into shadow.
How did it come to this?

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04 Dez 2011 22:50 #2 von Carolus
Carolus antwortete auf Aw: Christa Neuper

Amtseinführung
Christa Neuper als erste Rektorin der Uni Graz inauguriert

Feierliche Amtseinführung der ersten Frau an der Spitze der größten steirischen Universität

Graz - Nach 246 Rektoren steht mit Beginn des aktuellen Studienjahres mit Christa Neuper die erste Frau an der Spitze der Universität Graz. Am Samstag hat in der Aula der Uni die feierliche Amtseinführung der profilierten Gehirnforscherin stattgefunden. Sie trat damit offiziell die Nachfolge von Alfred Gutschelhofer an, der seit 2003 der 1585 gegründeten größten steirischen Universität vorgestanden war.


Weiterlesen im Standard (03. Dezember 2011 14:28)

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