Himmelsscheibe von Nebra 1000 Jahre jünger?

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04 Sep 2020 22:17 #1 von Ariadne
"Himmelsscheibe von Nebra ist 1.000 Jahre jünger als bisher angenommen"

Informationen und Pressematerial zum Fachartikel "Kritische Anmerkungen zum Fundkomplex der sog. Himmelsscheibe von Nebra" von Prof. Rupert Gebhard & Prof. Rüdiger Krause

Die Himmelsscheibe von Nebra stammt vermutlich nicht aus der frühen Bronzezeit (ca. 2200 – 1600 v. Chr.), sondern aus der Eisenzeit (ca. 800 – 50 v. Chr.). Sie ist damit nicht länger die älteste bekannte konkrete Himmelsdarstellung. Das sagen Prof. Dr. Rupert Gebhard und Prof. Dr. Rüdiger Krause. Sie haben die Dokumente zur Entdeckung der Himmelsscheibe durch zwei Raubgräber gründlich untersucht, die Aussagen aus den beiden Gerichtsverhandlungen gegen die Raubgräber hinzugezogen und alle bisher veröffentlichten Forschungsergebnisse wissenschaftlich geprüft. Sie legen drei gewichtige Argumentationsstränge vor, die nach ihrer Überzeugung stark gegen die bisherige Deutung der Himmelsscheibe sprechen.

Mehr dazu:
dguf.de/himmelsscheibe.html?fbclid=IwAR0...segHULgmbGsTIeUM_3SI
Außerdem:
www.lda-lsa.de/aktuelles/meldung/datum/2...-4HCzd-ujIPCrwlCPZ0Y
www.derstandard.de/story/2000119766246/f...SE_h_fA-UBraX_dI6qY0
aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/arc...Yj-m6NH3R1kHGd3OF3Jc
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05 Sep 2020 15:13 #2 von Jupiterl
Gab ja auch schon einen Univ.-Prof. der die Himmelsscheibe als rezent taxierte. Bin dann darauf gekommen dass seine meisten Veröffentlichungen aus dem Däniken-Portal waren!

Vielleich wollen die Münchener Rache an Pernicka nehmen, weil er ihre schönen Funde als Fälschung identifiziert hat. Würde mich nicht wundern.

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05 Sep 2020 23:36 #3 von Ariadne
Es ist inzwischen auf jeden Fall schon viel Wasser die Donau hinunter geflossen.

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06 Sep 2020 09:43 #4 von Karl

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06 Sep 2020 17:08 #5 von Ray
Gebhard und Krause bringen gute Argumente, und ihr Artikel ist durchgehend sachlich (im Gegensatz zur Reaktion des Landesamtes Sachsen-Anhalt). Selbst wenn sie also Rache an Pernicka nehmen wollten ist das egal, weil ihr wissenschaftliches Argument dadurch nicht entwertet wird.

Die Frühbronzezeit-Theorie hat jedenfalls grobe Probleme, ob jetzt der eisenzeitliche Datierungsansatz von Gebhard und Krause zutrifft oder nicht, weil weder geklärt ist (und wohl auch nie mehr geklärt werden können wird, wenn wir nicht eine Methode finden, mit der das Erzeugungsdatum der Scheibe selbst naturwissenschaftlich bestimmt werden kann) ob die Scheibe und ihre (angeblichen) Beifunde aus einem seit der Frühbronzezeit ungestörten geschlossenen Fund stammen. D.h. selbst wenn es Meller, Pernicka und ihrem Team gelingen sollte, nachzuweisen, dass die Funde tatsächlich alle aus dem Raubgrabungsloch am Mitterberg stammen, die Erbringung des Nachweises, dass alle darin aufgefundenen Objekte gleichzeitig um 1.500 v.Chr. niedergelegt wurden, ist voraussichtlich für immer unmöglich. Und damit hängt ihre Datierung in der Luft, was für ein außergewöhnliches Einzelstück ohne irgendwelche annähernd zeitgleichen Parallelen ein Problem ist.

Was auch immer also die Motive von Gebhard und Krause waren, sie legen den Finger auf einen ganz wunden Punkt...

Liebe Grüße,

Ray

Yr Athro / Professor PD Mag.Dr. Raimund Karl FSA FSAscot MIFA
Athro mewn Archaeoleg a Threftadaeth
School of History, Welsh History and Archaeology
Bangor University
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