Koralm: Töpferofen aus der La-Tene-Zeit gefunden

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13 Dez 2019 17:30 #1 von Jupiterl
Chronik
Koralm: Töpferofen aus der La-Tene-Zeit gefunden
Online seit heute, 17.04 Uhr

Im Rahmen der Bauarbeiten entlang der Koralmbahn haben ÖBB, Bundesdenkmalamt und archäologische Landesstellen etliche Ausgrabungen durchgeführt. Dabei wurde auch ein Töpferofen aus der La-Tene-Zeit gefunden.

Eine Replik des Töpferofens aus der La-Tene-Zeit (etwa 450 vor bis um Christi Geburt) soll künftig auch am neuen Bahnhof Weststeiermark (Wettmannstätten) ausgestellt werden.

Der Töpferofen ist aber nicht der erste spektakuläre Fund beim Bau der Koralmbahn, der die Herzen der Archäologen höherschlagen ließ: So entdeckten sie beispielsweise eine bisher unbekannte, ganze Siedlungslandschaft aus der Römerzeit im weststeirischen Laßnitztal – inklusive Plätzen, Gräbern und einer 26 Kilometer langen Römerstraße.

Nicht der erste spektakuläre Fund
In Leibenfeld bei Deutschlandsberg – wo sich das „Basislager“ der ÖBB auf steirischer Seite der Koralm befindet – fanden Archäologen einen Grabhügel mit 23 Metern Durchmesser aus dem 15./14. Jahrhundert vor Christus samt Grabbeigaben. Ebenfalls entdeckt wurde ein dichtes Netz aus Wegen und Fahrspuren, die den Kreswald vom Leibenbach in Richtung Leibenfeld querten – diese Wege wurden offenbar von der Bronzezeit bis in die frühe Neuzeit benützt; auch die Koralpe wurde damals über solche Wege überquert.

Weiteres:
steiermark.orf.at/stories/3026081
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12 Jan 2020 23:11 #2 von Ariadne
Koralm-Baustelle: Archäologischer Schatz gehoben

Die Koralmbahn ist ein milliardenschweres Mega-Projekt: Die neue Bahntrasse wurde auch zu einer riesigen Grabungsstelle für steirische Archäologen. Bronzewerkzeuge, Steinbeile und Tontöpfe dokumentieren den Alltag der frühen Steirer - zu sehen in naher Zukunft in der Burg Deutschlandsberg.

Sie waren einfache Bauern, betrieben Viehzucht und handelten mit den Siedlern in der Nachbarschaft - die vorkeltischen Bewohner der heutigen Weststeiermark, die sich vor rund 3500 Jahren in den Tal-Lagen rund um Deutschlandsberg niedergelassen hatten. Sie hatten beeindruckende Kunsttechniken entwickelt, schmiedeten scharfe Bronzeschwerter, fertigten bauchige Tongefäße für ihre Getreidevorräte an, schenkten den Damen ihrer Herzen feinst gearbeiteten Goldschmuck.

Vieles von den Alltagsgewohnheiten der Menschen, ihren Überlebensmühen und dem handwerklichen Können wäre heute längst vergessen, hätte es nicht schon damals eigene Müllhalden gegeben, in denen Scherben zerbrochener Krüge oder abgesplitterte Messerspitzen landeten. Ein Glücksfall und eine wahre Fundgrube für die Wissenschafter von heute - wie für Andreas Bernhard, Archäologe am Burgmuseum Deutschlandsberg.

Mehr unter:
www.krone.at/2075923?fbclid=IwAR3FDoIqBW...92Tk3VkcVFD-7t0mczms
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