Link-Sammlung aller Bachelor- und Masterstudiengänge im deutschsprachigen Raum

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26 Mär 2012 13:30 #1 von Karl
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26 Mär 2012 23:40 - 26 Mär 2012 23:40 #2 von Ratman
i weiß ... es geht mich so gar nix an und man verzeihe mir meinen größenwahn.

aber du unterstützt sowas karl?

dop!dnʇsshit
Letzte Änderung: 26 Mär 2012 23:40 von Ratman.

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26 Mär 2012 23:56 #3 von Karl

Ratman schrieb: ...

aber du unterstützt sowas karl?


Bester Ratti, sag mir bitte, was Du hier mit "sowas" meinst, dann kann ich Dir eine Antwort geben. :)

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27 Mär 2012 11:44 #4 von Ratman
ganz simpel - bachelor und master sind in meinen augen krüppel-titel.
so nach dem motto: wenns nicht mal für bwl reicht, dann machen ma nen bachelor.

man muß den amis ned alles nachmachen (ich geh jetzt mal von aus, das das wieder mal ne erfindung der weltpolizei war).

dop!dnʇsshit

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27 Mär 2012 16:04 #5 von Karl
Dass ich kein Freund der neuen Titel Bachelor und Master war und bin, habe ich verschiedentlich klar gesagt. Der Trend zur Vereinheitlichung von Studien hat aber nun einmal dazu geführt, wie es jetzt ist. Wenn ich nun eine ziemliche Arbeit, die das Zusammenstellen der "beworbenen" Liste de facto ist, hervorhebe und schätze, so geschieht dies unbeschadet meiner nach wie vor gefassten Meinung zu den "neuen" Titeln.

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27 Mär 2012 16:17 #6 von Ratman
ich versteh halt grundlegend nicht, was da vereinheitlicht wurde.
gut, ich bin sicher nicht am puls der zeit was n studium angeht, aber eigendlich bin i normal ned so dumm, um vorteile nicht zu erkennen. nur hier schaff ich das nicht.

was ist also einfacher zu vorher?
und wenn schon ne vereinfachung gegeben ist, warum verwirrt mich selbige?
ich schaff es tatsächlich immer noch nicht, diesen titeln ne gewisse wertigkeit zw. den schon vorhandenen titeln zuzuordnen.
ich komm nicht mal drauf, wo diese "studienrichtungen" sinnvoll einzusetzen sind.
und nö, das is nicht typisch ratti, ratti kriegts diesmal wirklich nicht auf die reihe.

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27 Mär 2012 21:57 - 27 Mär 2012 21:59 #7 von Karl
Ratti, die Bachelor/Master-Debatte hatten wir schon im aAF seit 2006 geführt, nachzulesen jetzt wieder unter diesem Link .
Nur so viel: mit der vermeintlichen Vereinheitlichung der Studien ist es nicht so weit her, die damit erhoffte Mobilität der Studierenden unterliegt vielfach Schwierigkeiten, und einfacher als vorher ist es auch nicht geworden. Aber es scheint eine Art europäische Lösung zu sein.
Experte in der Causa bin ich freilich nicht, das möchte ich einschränkend einräumen.

Aber: Hier in diesem, dem gegenständlichen Thread geht es wirklich nur darum, Leuten dabei zu helfen, leichter an Infos zu gelangen, wenn sie studieren wollen. Dafür hat eine Arbeitsgruppe des ehrenwerten Deutschen Archäologen-Verbandes (DArV - ich selber bin da Mitglied seit spätestens Mitte der 1970er Jahre) mit viel Mühe eine ellenlange Liste erstellt. Und das finde ich nobel. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich hoffe, ich konnte damit Deine Frage klären.

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Letzte Änderung: 27 Mär 2012 21:59 von Karl. Grund: ae/ä in URL

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27 Mär 2012 22:26 #8 von Ratman
ned wirklich *g* aber i denk, das kann keiner ...
will hier auch nimma länger den regelbetrieb stören.

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28 Mär 2012 00:39 #9 von Karl
Ratti mein Bester -DU BIST der Regelbetrieb! :silly: :mrgreen: :whistle:

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28 Mär 2012 14:36 #10 von Ray
Hi,

um das hier auch wieder mal zu kommentieren, und vielleicht Ratty etwas näherzubringen, was hier zu vereinheitlichen versucht wurde, ein paar Worte zum Thema.

Eigentlich war die Idee hinter dem Bologna-Prozess eine sehr gute, nämlich die, die jeweiligen Studienarchitekturen und alle Kurse in Studien in den verschiedenen europäischen Ländern so aneinander anzugleichen, dass man alle Abschlüsse (ob einzelnen Kurs oder ganzes Studium) europaweit einfach miteinander vergleichen kann - und damit den Wechsel von einer Uni zur anderen leicht zu machen und allfällige Probleme mit der Anerkennung einer akademischen Qualifikation in einem anderen europäischen Land von vornherein auszuschließen, weil alle 'gleichartigen' Abschlüsse europaweit auch 'gleichwertig' sind.

Konkret: hast Du einen Kurs in archäologischer Theorie in Wien gemacht, der 200 Stunden 'Lernarbeit' erfordert hat, dann ist dieser exakt gleich viel wert wie ein Kurs in archäologischer Theorie, den Du in Berlin, in Paris, in Rom oder in Oxford oder Cambridge gemacht hast, und der auch 200 Stunden 'Lernarbeit' erfordert hat. Weil archäologische Theorie ist eben das gleiche wie archäologische Theorie, 200 Stunden Lernarbeit sind das gleiche wie 200 Stunden Lernarbeit, und wo man diese Lernarbeit vollbracht hat sollte (wenigstens in der Theorie) ja völlig wurscht sein. Oder: Hast Du in Wien einen Studiengang namens Archäologie absolviert, der insgesamt 2400-3600 Stunden Lernarbeit erfordert hat (und der gemeinhin als 'Bachelor' bezeichnet wird, auch wenn man ihn in Österreich genausogut erstes Diplom hätte nennen können), dann ist der exakt gleich viel Wert wie ein Studiengang namens Archäologie den Du in Madrid absolviert hast und der auch 2400-3600 Arbeitsstunden Aufwand erfordert hat.

Um die Vergleichbarkeit auch in einfacher Weise sichtbar zu machen, haben sich die Bologna-Betreiber darauf geeinigt, dass einfach der tatsächliche Lernaufwand für jeden Kurs hergenommen wird und ein gewisser 'Spielraum' von tatsächlichem Lernaufwand dann einen bestimmten Studienabschluss ergibt. Das ganz hat man in ECTS auszudrücken versucht, als abstrahierter Ausdruck einer recht einfachen Formel: ein ECTS ist etwa 20 Stunden tatsächliche Arbeitszeit. Das kann man dann in 'Studienabschlüssen' ausdrücken: ein 'erster Studienabschluss' (meist bachelor oder ähnlich genannt, in Österreich früher candidat = 1. Diplom / Abschnitt) sollte nach etwa 2400-3600 Stunden Arbeitszeit erfolgen, ein 'zweiter Studienabschluss' (meist master oder ähnlich, in Österreich früher Magister oder 2. Diplom) weitere ca. 1800-2400 Stunden Arbeitszeit, und schließlich ein 'dritter Studienabschluss' (meist doctor oder so ähnlich) nach weiteren etwa 2400-3600 Arbeitsstunden.

Und das ist prinzipiell nicht deppert, weil das entsprach ziemlich genau dem, was in der Realität sowieso schon europaweit weitgehend bestanden hat: in Österreich entspricht diese Struktur (bei Annahme einer Jahresarbeitszeit von ca. 1400 Stunden) ganz gut dem alten 'Regelstudiendauermodell': 1. Abschnitt in ca. 2 Jahren (~ 2800 Stunden), 2. Abschnitt in ca. 2 Jahren (~ 2800 Stunden) = in Summe ca. 5600 Arbeitsstunden - was recht gut zu den 4200-6000 Stunden passt, die Bachelor und Master gemäß Bologna-Architektur gemeinsam maximal erfordern sollten. Dann 2 Jahre Doktorat, das sind noch einmal ungefähr 2800 Stunden, was gut dem Bologna-PhD entspricht, und in Summe mit 8400 Stunden schön im Mittel der 6600-9600 Arbeitsstunden nach Bologna für alle drei Stufen zusammen entspricht. Und das war in den meisten anderen europäischen Ländern nicht anders (in Wirklichkeit in allen nicht anders), egal obs der britische 3+1+3 BA/MA/PhD-Ablauf war oder sonst irgendeine andere europäische Studienarchitektur. Das 'Regelstudium' bis zum Doktorat hatte überall bereits 3 Abschnitte, und hat überall irgendwo zwischen 6-8 Jahren gedauert.

Und auch die Idee, dass wenn man in Wien oder in Athen ungefähr 2400-3600 Stunden Archäologie studiert hat, man wohl hoffentlich ein halbwegs kompetenter Archäologe ist, den man wenigstens für bestimmte archäologische Aufgaben (so z.B. die Leitung einer Grabung) halbwegs problemlos europaweit einsetzen kann, ist per se auch nicht deppert. Weil das sollte man doch hoffentlich annehmen können, weil wenn dem nicht so ist, wozu bilden Unis Leute dann aus? Warum studiert jemand 2400-3600 Stunden Archäologie, wenn man ihm dann erst recht nicht zutrauen kann, dass er wenigstens bestimmte archäologische Aufgaben europaweit erfüllen kann?

Das Problem ist, dass die Politiker, die sich dieses (wie gesagt an sich durchaus sinnvolle) System ausgedacht haben, nicht mit der Stärke lokaler akademischer Traditionen und der 'mir san mir; und mir san de besten; und olle aundren san trottln'-Mentalität und sonstigen Kleingeistigkeiten der universitären akademischen Elite gerechnet haben. Diese akademischen Eliten haben sich nämlich europaweit - zwar großteils passiv, aber doch - darauf geeinigt, dass sie sich von den inkompetenten politischen Bonzen ihre tollen Studien nicht kaputt machen lassen und dass die (zugegebenermaßen dumm propagierte) ECTS-Struktur und die daraus resultierenden Studiendauern für einzelne 'Komponenten' des Studiums für 'ihr Studium' nicht passend sind, und sich daher quergelegt. Ich zitiere mehrere KollegInnen wörtlich: 'In drei Jahren kann man niemanden zum fertigen Archäologen ausbilden'. Nachdem aber alle trotzdem irgendwie mit den politisch von oben vorgegebenen neuen Strukturen zurechtkommen mussten, haben sich jetzt alle jeweisl lokal ausgeschnapst, wie sie das 'alte System' kosmetisch so abändern können, dass es ins 'neue System' passt. Was dazu geführt hat, dass die verschiedenen lokalen Traditionen jetzt zwar unter einem Deckel vereint sind, aber die Studien europaweit noch viel unvergleichbarer geworden sind, weil jeder sein eigenes Süppchen gekocht hat.

Und man traut sich natürlich gegenseitig weiterhin nicht, bzw. noch weniger, weil wie soll bitte ein Uniprofessor in Wien drauf vertrauen können, dass jemand, der seinen Bachelor in Prag gemacht hat auch wirklich das gelernt hat, das der Universitätsprofessor in Wien für unabdingbar für die Archäologie hält. Woher soll der Uniprofessor in Wien drauf vertrauen können, dass jemand der einen 'archäologische Theorie'-Kurs in Budapest gemacht hat, auch tatsächlich die Theorien gelernt hat, die dem Wiener Professor wichtig erscheinen, und nicht irgend einen zu altmodischen, zu neumodischen, zu traditionellen oder zu verrückten Larifari, der den armen Studenten vollkommen verbildet hat, statt ihm die wirklich wichtigen Grundlagen der archäologischen Wissenschaft zu vermitteln.

Anders gesagt: wir, die wir in der 'guten alten Zeit' wo es noch richtige und keine 'Krüppel-Titel' gab studiert haben haben auch schon Bachelors gemacht, nur hat der Bachelor damals nicht Bachelor sondern Candidat geheissen - und niemand hat das 1. Diplomzeugnis als 'Studienabschluss' angesehen (obwohl ich Leute kenn, die sich den Cand.-Titel vor den Namen geschrieben haben!), sondern es war hat der Abschluss des 1. Studienabschnittes. Und dennoch - Überraschung, Überraschung, obwohl das nicht als 'Studienabschluss' galt - hat man wenigstens einigen von uns 'Candidaten' schon gewisse Fähigkeiten in unserem Fach zugetraut: nicht nur hat man mich zunehmend auf Grabungen, auf denen ich mitgearbeitet habe, in 'verantwortlicheren Positionen' eingesetzt, sondern der eine oder andere Landesarchäologe hat mich sogar meine eigenen Grabungen leiten lassen, und das obwohl ich 'keinen Abschluss' hatte. So gesehen bildet der neue 'Bachelor' die Realität der Qualifikationen vermutlich weit besser ab als unsere alten 'Titelstrukturen'. Aber das ist uns nicht recht, weil wir mussten ja länger studieren, bis man uns einen Studienabschluss verliehgen hat, und das ist unfair. Also sind wir gegen diese 'Kindergartentitel' und spreizen uns dagegen. Was wenig Vertrauen generiert, dass es um unsere intellektuellen, akademischen Kapazitäten gut bestellt ist.

Anyway, ich bin nicht oft der Ansicht, das Politiker gescheite Ideen haben; aber in dem Fall hatten sie ausnahmsweise Mal eine halbwegs gescheite Idee, und wir haben sie - großteils aus nahezu unglaublicher Arroganz - pervertiert und regen uns jetzt auf, dass das Ergebnis ein Scheiß ist. Was es übrigens auch meiner Meinung nach ist, aber Schuld sind daran wir, und wir könnten es ändern un verbessern - aber stattdessen schimpfen wir lieber auf das System und gefallen uns in unserem selbstgeschaffenen Misthaufen...

Liebe Grüße,

RAY

Prof.emer. PD Mag.Dr. Raimund Karl FSA FSAscot MIFA
Emeritus Professor of Archaeology and Heritage, Bangor University
Privatdozent für keltische Altertumskunde
Universität Wien
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