Wer lebte in den jungsteinzeitlichen "Megasiedlungen" Südosteuropas?

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10 Apr 2020 10:15 #1 von Jupiterl
Wer lebte in den jungsteinzeitlichen "Megasiedlungen" Südosteuropas?
10. April 2020, 08:51

DNA-Analysen haben einige bisherige Hypothesen über den Haufen geworfen

Von der späten Jungsteinzeit bis in die frühe Bronzezeit existierte in Südosteuropa die sogenannte Cucuteni-Tripolje-Kultur – in einem Gebiet, das sich heute über Teile der Ukraine, Rumäniens und Moldawiens erstreckt. Archäologische Funde zeugen von einer intensiven Agrarwirtschaft auf den fruchtbaren Lößböden der Region, einem hohen Maß an sozialer Organisation und handwerklichen Aktivitäten, die unter anderem hochwertige Keramik und fortschrittliche Metallurgie hervorbrachten.

Gräber mit menschlichen Überresten hat diese Kultur kaum hinterlassen. Dafür aber Spuren von Siedlungen, die für das Europa der Ära 4.100 bis 3.500 vor unserer Zeitrechnung eine beachtliche Größe hatten: Manche umfassten 2.000 bis 3.000 Häuser und müssen bis zu 15.000 Menschen Platz geboten haben. Wegen ihrer Größe wurden sie schon als "Megasiedlungen", "Megasites" oder "Riesendörfer" bezeichnet.

Nähere Untersuchung
Einem internationalen Forscherteam ist es nun gelungen, etwas Licht in dieses kaum bekannte Kapitel der Prähistorie zu bringen. Dazu verhalfen ihnen DNA-Analysen der wenigen menschlichen Überreste, die von dieser Kultur geblieben sind, wie die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel berichtet. Und die Ergebnisse werfen einige Hypothesen, die man zu dieser Kultur aufgestellt hatte, über den Haufen.

Weiteres:
www.derstandard.at/story/2000116709606/w...ungen-suedosteuropas

doi.org/10.1038/s41598-020-61190-0

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