Wien: Präsentation der DISCO-Studie | 15. Oktober 2014

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07 Okt 2014 21:38 - 07 Okt 2014 21:39 #1 von Karl
Liebe Vereinsmitglieder des IÖAF,


unser Internationales Österreichisches ArchäologieForum war wie schon 2006-2008 auch 2012-2014 der österreichische Partner der EU-LLP-finanzierten "Discovering the Archaeologists of Europe"-Studie.

Die Ergebnisse der Umfrage zum archäologischen Arbeitsmarkt in Österreich 2013 liegen nun in der Publikation von Raimund Karl und Katharina Möller vor [s. www.discovering-archaeologists.eu/austria.html ]*


Die Präsentation der DISCO-Studie findet
am 15. Oktober 2014
ab 17 Uhr
in Wien
im Festsaal der österreichischen Nationalbank
statt.


Zu diesem erfreulichen Ereignis möchten wir die Vereinsmitglieder – gerne mit Begleitung – sehr herzlich einladen und freuen uns auf Euer Erscheinen.



Doz.Dr. Karl R. Krierer
Obmann des IÖAF
iöaf.org/


* Der Bericht in der deutschen Version:
www.discovering-archaeologists.eu/nation...20german%20final.pdf



u. A. w. g.

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Letzte Änderung: 07 Okt 2014 21:39 von Karl.

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15 Okt 2014 13:18 - 15 Okt 2014 13:22 #2 von Karl
::: Erinnerung an diese heutige Veranstaltung :::




Presseeinladung: EU-DISCO Studie „Der archäologische Arbeitsmarkt in Österreich“

Vorstellung der EU Studienergebnisse zur Situation im archäologischen Arbeitsmarkt von Österreich und seine wirtschaftliche und bildungspolitische Relevanz.



Termin: 15. Oktober 2014, 17.oo Uhr

Ort: Oesterreichische Nationalbank, Mehrzwecksaal, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien



Welche wirtschaftliche Relevanz hat die Archäologie in Österreich. Wie sind die wirtschaftlichen Aspekte in Bezug auf die Bauwirtschaft. Welcher derzeitige Ausbildungsstandard kann erwartet werden? Können die Forderungen der Bau- und planerischen Wirtschaft erfüllt werden?

Stehen überhaupt archäologische Grabungsfirmen zur Verfügung, die über ausreichend qualifiziertes Personal verfügen? Wie sieht der archäologische Arbeitsmarkt aus? Sind überhaupt in Österreich bauvorbereitende archäologische Maßnahmen innerhalb eng gesetzter Termine durchzuführen? Diese und andere Fragen in Bezug auf die österreichische Situation werden im Rahmen der Studienpräsentation durch den Studienleiter Prof. PD Mag. Dr. Raimund KARL persönlich erörtert und diskutiert [...]

Einladung im Anhang

Es wird eine Anmeldung per Mail empfohlen.

Veranstaltungsleitung Wissenschaft & Kultur
Mag. Dr. Manfred Macek
Tel.: +43-1-24 800 57030

ESV Geschäftsführung
Günther Mayer
Tel.: +43-1-404 20-2425
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Letzte Änderung: 15 Okt 2014 13:22 von Karl. Grund: pdf

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16 Okt 2014 23:48 #3 von Jupiterl
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17 Okt 2014 08:47 #4 von Ray
Und das die in den Salzburger Nachrichten.

www.salzburg.com/nachrichten/wissen/sn/a...ionen-umsatz-124632/

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17 Okt 2014 09:21 #5 von Ray

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17 Okt 2014 12:50 #6 von Carolus

Ray schrieb: Zwar alles die gleiche APA-Meldung, aber trotzdem nett dass das von vielen Medien aufgegriffen wurde.



Hervorragend!

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17 Okt 2014 16:28 #7 von Ray
Am 15 Oktober hatten wir das Vergnügen, die Ergebnisse der Discovering the Archaeologists of Austria 2012-2014-Studie (siehe www.discovering-archaeologists.eu) in festlichem Rahmen in den Räumen der österreichischen Nationalbank der Öffentlichkeit vorzustellen. Diese Studie, die Teil des EU-LLP-finanzierten Discovering the Archaeologists of Europe 2012-2014 ist, untersuchte zum Stichtag 1.6.2013 den österreichischen Arbeitsmarkt. Wir möchten hier den Förderern dieses Projekts, allen archäologischen Organisationen, die uns Daten zur Verfügung gestellt haben, als auch ganz besonders dem ESV der österreichischen Nationalbank für die Unterstützung danken, die sie uns zukommen haben lassen.

Die Vorstellung selbst verlief ebenfalls höchst interessant. Nach freundlichen einleitenden Worten durch Dr. Manfred Macek, dem Leiter der Sektion Archäologie des ESV der ÖNB, hatte ich das Vergnügen in einen etwa 45-minütigen Vortrag die zentralen Ergebnisse der österreichischen Studie vorzustellen und dabei auch einige europäische Vergleiche ziehen zu können. So ist es beispielsweise sehr interessant, dass sich auf Basis der in der DISCO-Studie ermittelten Beschäftigtenzahlen hochrechnen lässt, dass die österreichische Archäologie derzeit jährlich etwa € 55 Millionen umsetzt; in Summe in den 21 europäischen Partnerstaaten, die am DISCO-Projekt teilgenommen haben, beträgt der Jahresumsatz der Archäologie sogar € 1,027 Milliarden (Zahlen dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von Dr Kenneth Aitchison von Landward Research Ltd., UK).

Dem Vortrag folgte eine interessante Diskussion, in der vor allem das fehlende Verständnis von ArchäologiestudienabsolventInnen für die Bedürfnisse der Wirtschaft und insbesondere der Bauwirtschaft im Mittelpunkt standen, insbesondere nach Planungssicherheit. Zu den Hauptergebnissen der Studie zählt nämlich auch das Ergebnis, dass die Universitäten – und das nicht nur in Österreich, sondern in vielen, wenn nicht sogar allen der teilnehmenden Staaten – ihre AbsolventInnen zwar zu zweifellos guten WissenschafterInnen ausbilden, aber kaum für den realen archäologischen Arbeitsmarkt, der diese Tage zu über 90% aus dem Rettungsgrabungssektor besteht. In der Diskussion wurde daher sowohl die Frage aufgeworfen, ob nicht archäologische Studienpläne einer dringenden Revision und besseren Anpassung an die Bedürfnisse des archäologischen Arbeitsmarktes bedürfen würden oder eine Fachhochschulausbildung für archäologische MitarbeiterInnen im Rettungsgrabungssektor angedacht werden sollten.

Anschließend an die eigentliche Vorstellung lud der ESV noch alle TeilnehmerInnen zu einem hervorragenden Buffet samt ausgezeichneter Weinverkostung in der Aula des Geldmuseums. Damit war ein gemütlicher Ausklang des Abends mit weiteren intensiven Gesprächen zwischen den Anwesenden gewährleistet, der hoffentlich auch weitere produktive Nachwirkungen nach sich ziehen wird. Ein bereits eingetretener, durchaus erfreulicher Nebeneffekt ist das Medienecho, auf das ja bereits weiter oben in diesem Thread eingegangen wurde.

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17 Okt 2014 23:21 - 18 Okt 2014 11:44 #8 von Carolus
Eine kleine Fotorevue der Veranstaltung ist in unserem Fotoalbum zu besichtigen - besten Dank an Muse! B)



-> Fotoalbum

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Letzte Änderung: 18 Okt 2014 11:44 von Carolus. Grund: Link
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21 Okt 2014 12:53 #9 von Jupiterl
"Dem Vortrag folgte eine interessante Diskussion, in der vor allem das fehlende Verständnis von ArchäologiestudienabsolventInnen für die Bedürfnisse der Wirtschaft und insbesondere der Bauwirtschaft im Mittelpunkt standen, insbesondere nach Planungssicherheit. Zu den Hauptergebnissen der Studie zählt nämlich auch das Ergebnis, dass die Universitäten – und das nicht nur in Österreich, sondern in vielen, wenn nicht sogar allen der teilnehmenden Staaten – ihre AbsolventInnen zwar zu zweifellos guten WissenschafterInnen ausbilden, aber kaum für den realen archäologischen Arbeitsmarkt, der diese Tage zu über 90% aus dem Rettungsgrabungssektor besteht. In der Diskussion wurde daher sowohl die Frage aufgeworfen, ob nicht archäologische Studienpläne einer dringenden Revision und besseren Anpassung an die Bedürfnisse des archäologischen Arbeitsmarktes bedürfen würden oder eine Fachhochschulausbildung für archäologische MitarbeiterInnen im Rettungsgrabungssektor angedacht werden sollten."

Jupiterl als einer der wenigen, die Industrie-Vergangenheit haben ist das auch schon aufgefallen, da kann man nur den Kopf schütteln, mit welch antiquierten und unwirtschaftlichen Methoden manche durchaus habilitierte Archäologen herumgraben. Da kann man nicht verlangen, dass die Studenten besser sind. Dass die Mitarbeiter-Stunde auf der Ausgrabung schon ohne Berücksichtigung der Folgekosten (Bauverzögerung) wesentlich teurer ist als im "Kammerl" ist offenbar kaum klar. Komme ich auf eine Grabung, sitzt da eine in Ehren ergraute Dame und zeichnet assistiert von einer ebenfalls nicht mehr taufrischen Mitarbeiterin stundenlang umgefallene Mauerreste. Auf einer anderen Ausgrabung zeichnen 6 (jüngere) Damen ebenso stundenlang eine Fundamentmauer. Schon was von Fotogrammetrie gehört? Da macht das einer locker in einer Stunde Grabungszeit und den Rest dann zu hause im "Kammerl". Da der/die "Alte" sowieso das Non-plus-ultra der akademischen Pyramide ist, darf natürlich keiner g'scheiter sein. Und noch was: habe gerade von einer Lehrgrabung gehört, bei der auf alle Regeln der Abböschung verzichtet wurde. Der "Alte" stand natürlich heraußen, die Studis durften im "Loch" werken. Wenn man so in der Industrie arbeitet, dreht Dir die Unfallverhütung die Baustelle zu, und dann gibt's bald ein paar Posten zur Nachbesetzung, auf der Uni wird dir nicht einmal am Nimbus gekratzt.

Aber es gibt teilweise schon die Tendenz, eigene Grabungstechniker auszubilden und die Über-Wissenschaftler ins Kammerl einzusperren. Auch die Bewältigung der Datenflut ist nicht ohne: "Wachtberg" hat schon über eine Million Datenbanksätze, da braucht man schon jemand, der was davon versteht. ("Eine Datenbank ist so gut, wie man sie pflegt"). Aber auch das ist Wissenschaft, auch wenn's manche GeiWis nicht so sehen.

Zur Kostenschätzung: Wenn ich weiß, was in der Erde drinnen ist, kann ich auch die Grabungskosten genau kalkulieren. Da das aber selten der Fall ist, laufen prinzipiell Zeit und Kosten davon. Mit Luftbild und Geophysik gelingt die Kalkulation schon besser. Und ein alter Vertriebsmitarbeiter im EDV.Bereich hat mir vor Jahren gesagt: Da gehe ich zu meinen Experten, frage, wie lange er braucht, und biete das ums fünffache an. Manchmal freue ich mich, wenn das reicht.
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