Ötzi forever

Mehr
10 Feb 2014 09:41 #11 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Ötzi forever
Ältester Käse aller Zeiten in "Ötzis" Magen?
Ansichtssache 9. Februar 2014, 23:01

Über 20 Jahre ist es her, dass die Gletschermumie von Similaun - vulgo "Ötzi" - entdeckt wurde, und trotzdem gibt die Eisleiche den Forschern immer noch Rätsel auf. Derzeit wird der Mageninhalt der Mumie näher untersucht. Spezielles Interesse haben die Forscher an einem dort entdeckten Fettklumpen. Es gibt Ideen, dass es sich dabei um Käse handeln könnte. Bewahrheitet sich das, wäre es der älteste bekannte Käse der Menschheitsgeschichte. Ergebnisse werden im Laufe dieses Jahres erwartet.

Weiteres:
derstandard.at/1389859453147/Aeltester-K...iten-in-Oetzis-Magen

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Carolus
  • Caroluss Avatar
  • Abwesend
  • Administrator
  • heros ktistes
Mehr
26 Jan 2015 14:15 #12 von Carolus
Carolus antwortete auf Ötzi forever
Ötzis Tatoos

www.archaeology.org/news/2918-150123-iceman-new-tattoos

New tattoos have been found on the ribcage of Ötzi, the 5,300-year-old frozen mummy discovered by hikers in the Alps in 1991. Marco Samadelli, Marcello Melis, Matteo Miccoli, Eduard Vigl, and Albert R. Zink slightly thawed Ötzi’s body before they photographed it with a modified 36 MP digital SLR camera outfitted with filters to capture images in ultraviolet, visible, and infrared wavelengths.


Weiter a. a. O.

Archäologieforum - Wir graben tiefer!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Carolus
  • Caroluss Avatar
  • Abwesend
  • Administrator
  • heros ktistes
Mehr
28 Jan 2015 09:35 #13 von Carolus
Carolus antwortete auf Ötzi forever
Zu den Tätowierungen - in die Haut geritzte "Striche und Kreuze" - jetzt

www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/...ttoos-des-Eismannes/

Archäologieforum - Wir graben tiefer!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
22 Apr 2015 12:31 #14 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Ötzi forever
GEOCHEMIE 22.04.2015

Verbrachte Ötzi den Sommer auf der Alm?

Hat es bereits zu Ötzis Lebzeiten so etwas wie Almwirtschaft in den Ostalpen gegeben? Das würde bedeuten, dass schon die Menschen vor 5.000 Jahren saisonal mit den Tieren gewandert sind. Diese Frage will der Geochemiker Wolfgang Müller nun durch die Analyse von Rinderzähnen klären, die aus der Nähe des Fundorts stammen.

Bereits im Jahr 2003 lieferte Wolfgang Müller einen wichtigen Forschungsbeitrag zur Herkunft der Eismumie. Nun beschäftigt sich der Erdwissenschaftler mit Fragen nach dem Leben des Ötzi: War er wirklich - wie von manchen vermutet - in der Metallurgie tätig? Wo verbrachten die Menschen mit ihren Tieren den Sommer, wo den Winter? Wie er das herausfinden will, erklärt Müller im science.ORF.at-Interview.

Weiteres:
science.orf.at/stories/1757887/

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
29 Apr 2015 12:18 #15 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Ötzi forever
Cold Case Ötzi: Eine Mumie erzählt aus ihrem Leben
MICHAEL VOSATKA
29. April 2015, 11:19

Isotopengeochemiker Wolfgang Müller entlockt der berühmten Eismumie mit hochauflösenden Analysen Hinweise auf Herkunft und Lebensumstände

Wien - Die Faszination, die von ihm ausgeht, ist auch bald 25 Jahre nach seiner Entdeckung ungebrochen: Als im Spätsommer des Jahres 1991 in den Ötztaler Alpen die mumifizierte Leiche eines Mannes aus der Jungsteinzeit gefunden wurde, dauerte es nur wenige Tage, bis dieser unter dem Namen "Ötzi" zu einer Ikone von popkultureller Dimension aufstieg.

In den folgenden Monaten und Jahren entwickelte sich ein Wildwuchs an Spekulationen um den Eismann vom Similaun. Zahllose Thesen wurden um die Hintergründe seines Aufenthalts auf dem hochalpinen Gletscher in 3200 Meter Höhe, die Todesursache und um seine Herkunft - aufgrund seines Fundortes wenige Meter von der italienisch-österreichischen Staatsgrenze eine delikate Frage - entwickelt. Einige dieser Thesen orientierten sich an Fakten, die meisten jedoch sind im Bereich Sagen und Märchen anzusiedeln. Derartige Spekulationen wurden von den Medien stets dankbar aufgenommen und zusätzlich befeuert.

Weiteres:
derstandard.at/2000014999206/Cold-Case-O...ehlt-aus-ihrem-Leben

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
17 Dez 2015 15:04 #16 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Ötzi forever
Wegen Tippfehler: Ötzi hat doch die ältesten Tattoos

Ein falsches Datum wandert zwei Jahrzehnte lang durch die wissenschaftliche Literatur und löst eine lange Debatte aus. Jetzt fanden Forscher den Fehler.
von Lars Fischer

Die Tätowierungen am ausgetrockneten Körper der Gletschermumie Ötzi sind wohl doch die ältesten bekanntesten Tattoos der Welt. Eine südamerikanische Mumie mit einem tätowierten Menjou-Bärtchen, die bisher als mindestens ebenso alt galt, erwies sich nun als ein ganzes Stück frischer als bisher vermutet. Während Ötzi vor etwa 5200 Jahren starb, schrieben Wissenschaftler der Konkurrenz aus Chile, einer Mumie der Chinchorro-Kultur, sogar ein Alter von etwa 6000 Jahren zu. Wie sich allerdings nun herausstellte, handelte es sich dabei bloß um einen Tippfehler: Die Mumie war mit der Radiokarbonmethode auf das Jahr 3830 vor heute datiert worden – in den Datenbanken allerdings war als Datum 3830 v. Chr. eingetragen. Diese fehlerhafte Angabe machte die Mumie in der wissenschaftlichen Literatur um 2000 Jahre älter.

Auf den Fehler stießen vier Forscher um Lars Krutak vom National Museum of Natural History in Washington, D. C., als sie die chilenische Mumie genauer untersuchten und dabei die ursprüngliche Radiokarbondatierung an Lungengewebe der Mumie noch einmal ins Auge fassten. Anscheinend geschah der Fehler sehr früh und pflanzte sich dann unkontrolliert durch die wissenschaftliche Literatur fort. Krutak und seine Kollegen, die nach eigenen Angaben selbst auf das falsche Datum hereinfielen, publizieren den Fehler nun und hoffen, die falsche Angabe so zu korrigieren. Dadurch ist Ötzi mit seinen mehreren Dutzend vermutlich medizinischen Tattoos um 1400 Jahre älter und der älteste tätowierte Mensch. Das allerdings wird nicht so bleiben, geben die Autoren der Veröffentlichung zu bedenken: Die Praxis sei so alt, dass wahrscheinlich früher oder später eine ältere tätowierte Mumie auftaucht.

Quelle:
www.spektrum.de/news/wegen-tippfehler-oe...ly&utm_content=heute
Es bedanken sich: Carolus

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
07 Jan 2016 21:07 #17 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Ötzi forever
MAGENKEIM 07.01.2016

Hatte Ötzi Gastritis?

25 Jahre nach seiner Entdeckung sorgt Ötzi immer noch für Überraschungen: Forscher haben im Bauch der Gletschermumie DNA des schädlichen Magenkeims Helicobacter entdeckt. Ein Hinweis darauf, dass der Mann aus dem Eis unter Magenproblemen litt.

Jeder zweite Mensch auf der Erde ist mit Helicobacter pylori infiziert. Das Bakterium lebt seit Urzeiten in unserer Magenschleimhaut und löst in etwa zehn Prozent aller Fälle Gastritis und Geschwüre aus, im schlimmsten Fall kann es auch zu Magenkrebs führen.

So auch bei Ötzi? Wie der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt seines Todes war, könne man nicht mit Sicherheit sagen, sagt Studienautor Frank Meixner im Gespräch mit science.ORF.at. Denn vom Magen der 5.300 Jahre alten Gletschermumie ist fast nichts mehr übrig.


Weiteres:
science.orf.at/stories/1766045/

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
14 Jan 2016 12:38 - 14 Jan 2016 16:46 #18 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Ötzi forever
GENETIK 14.01.2016

Ötzis Familie mütterlicherseits ausgestorben

Der mütterliche Familienzweig von Gletschermann Ötzi ist höchstwahrscheinlich ausgestorben. Dies fanden Wissenschaftler der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) heraus, nachdem sie das Erbgut von Ötzi mit dem von mehr als 1.000 Menschen verglichen hatten.

Die Abstammungslinie der Mutter habe einer kleinen, lokalen Alpenbevölkerung angehört, berichten die Forscher. Die etwa 5.300 Jahre alte Gletschermumie wurde 1991 in den Ötztaler Alpen im Grenzgebiet von Italien und Österreich gefunden.

Kraftwerke der Zelle untersucht
Die Forscher hatten das Erbgut aus den Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zelle, untersucht. Die mitochondriale DNA erzählt uns, gemeinsam mit dem Y-Chromosom, die genetische Geschichte des Menschen", sagte die Hauptautorin der Studie, die Biologin Valentina Coia. Diese mitochondriale DNA verändere sich nur sehr langsam und werde nur von Müttern weitergegeben.

Die analysierten Daten stammten zum Großteil aus älteren Studien, wurden aber durch 42 neue Proben aus dem Alpenraum ergänzt. Ergebnis: Der mütterliche Familienzweig von Ötzi ist aller Wahrscheinlichkeit nach ausgestorben. Eine Studie von 2008 war auch zu diesem Schluss gekommen, hatte aber nur 85 Proben analysiert, die von Menschen außerhalb des Alpenraums stammten.

Einen Grund für das Aussterben zeigte ein Vergleich des Erbguts von Ötzi mit dem anderer Funde aus der Jungsteinzeit. Demnach kam die mütterliche Linie zu der Zeit wahrscheinlich nur im Alpenraum vor.

Linie des Vaters überlebte
Die genetische Linie von Ötzis Vater hingegen war in der Jungsteinzeit in ganz Europa verbreitet und findet sich auch heute noch. Bereits 2013 waren bei einer Studie des Instituts für Gerichtliche Medizin der Universität Innsbruck 19 lebende männliche Verwandte von Ötzi in Tirol aufgespürt worden. Damals wurden DNA-Analysen von rund 3.700 Männern erstellt, die in Tirol ihr Blut spendeten.


Weiteres:
science.orf.at/stories/1766232/
derstandard.at/2000029053042/Oetzis-muet...eig-ist-ausgestorben

www.nature.com/articles/srep18932


Zur Titelwahl: "Only bad news are good news"
"Standard" ist vorsichtiger: "dürfte ausgestorben sein"
mathematisch gesehen: Den Vollständigkeisbeweis schafft keiner, solange wir nicht alle Menschen DNA-sequenziert haben.
Letzte Änderung: 14 Jan 2016 16:46 von Jupiterl.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
17 Sep 2016 18:06 - 17 Sep 2016 18:51 #19 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Ötzi forever
GLETSCHERMUMIE
:
Die Rätsel des Ötzi

Auch 25 Jahre nach ihrer Entdeckung hat die Gletschermumie vom Hauslabjoch in Tirol noch längst nicht alle Geheimnisse preisgegeben. 'Spektrum.de' stellt hier fünf dieser offenen Fragen, deren Antworten noch ausstehen.
von Roland Knauer

Sein Tod ist rätselhaft: Er starb vor rund 5300 Jahren am Tisenjoch in den Ötztaler Alpen, 3200 Meter über dem Meeresspiegel, eines gewaltsamen Todes. Seinen Kosenamen kennt heute jedes Kind. Schließlich hat das Eis eines nahen Minigletschers "Ötzi" kurz nach dessen Tod unter sich begraben und die Leiche erst vor 25 Jahren nach einem Super-Sommer wieder freigegeben. Seither haben Forscher aus aller Welt versucht, der Gletschermumie ihre Geheimnisse zu entlocken. Mit beachtlichem Erfolg: Heute kennen wir die letzten Mahlzeiten des Steinzeitmanns, wissen, dass der 45-Jährige braune Augen hatte und sich mit diversen Gesundheitsproblemen vom Zahnfleischschwund vermutlich bis zu Magengeschwüren herumschlug. Ötzi gehörte wohl zur Oberschicht, war gut trainiert und lief in den Tagen vor seinem Tod einige tausend Höhenmeter in den Alpen rauf und runter. Aber manche Fragen sind heute noch offen. Relevante Fragen wie die folgenden fünf.

Wie soll Ötzi der Nachwelt erhalten bleiben?
Besonders eine davon treibt den Leiter des Instituts für Mumien und den Iceman in der Europäischen Akademie Bozen, Albert Zink, um: Wie soll Ötzi der Nachwelt einschließlich heutiger und zukünftiger Forschergenerationen erhalten bleiben? Soll man die Gletschermumie einfach im Eis liegen lassen oder unter den gleichen Bedingungen aufbewahren, bei denen sie 5300 Jahre auf dem Tisenjoch überdauert hat? Das ist auf Dauer keine Lösung. So war Ötzi zu Lebzeiten vermutlich etwa 50 Kilogramm schwer und 160 Zentimeter groß. Nach 5300 Jahren im Eis war die Leiche auf 153 Zentimeter zusammengeschrumpft und wog nur noch 13 Kilogramm. "Der Leichnam wurde wohl rasch nach seinem Tod gefriergetrocknet und verlor dabei große Mengen Wasser", erklärt Albert Zink diesen Verlust.

Weiteres:
www.spektrum.de/news/raetsel-um-die-glet...rmumie-oetzi/1423005
derstandard.at/2000044313592-1317/Oetzi-...r-aus-dem-ewigen-Eis
science.orf.at/stories/2797122/
Letzte Änderung: 17 Sep 2016 18:51 von Jupiterl.
Es bedanken sich: Carolus

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
20 Jan 2017 11:26 - 21 Jan 2017 12:58 #20 von Jupiterl
Jupiterl antwortete auf Ötzi forever
Mageninhalt analysiert: Ötzi stärkte sich mit einer Speckjause
19. Jänner 2017, 11:44

Nanostrukturen und Fettstoffe im Magen Gletschermumie geben Hinweise auf fettes, getrocknetes Fleisch als letzte Mahlzeit

Wien/Bozen – Ötzi, der vor 5.300 Jahren am Tisenjoch an der Grenze zu Österreich ermordet wurde, aß als letzte Mahlzeit Steinbockfleisch. Da sein Bogen unfertig und zum Jagen unbrauchbar war, dürfte das Fleisch nicht frisch gewesen sein: Laut neuesten Forschungsergebnissen handelte es sich womöglich um eine Art steinzeitlichen Speck aus dem heutigen Südtirol, sagte der Mumienspezialist Albert Zink von der Europäischen Akademie (Eurac) in Bozen.

Gemeinsam mit Kollegen hat er die Nanostruktur des Steinbockfleisches aus dem Magen der Gletschermumie untersucht und mit jener von unterschiedlich zubereitetem Fleisch verglichen. Zink:"Getrocknetes und rohes Fleisch behält seine Fasern, so wie wir sie in Ötzis Magen gefunden haben, während diese Strukturen beim Kochen oder Grillen verloren gehen." Wahrscheinlich habe das spätere Opfer also getrocknetes Fleisch mit sich geführt, denn roh wäre es sehr schnell verdorben.

Eine Analyse der Fettstoffe in Ötzis Magen habe außerdem ergeben, dass sie nicht von Käse oder anderen Milchprodukten stammen (wie von manchen Forschern spekuliert wurde), sondern fleischlichen Ursprungs sind. "Er hat wohl zuletzt sehr fettes, getrocknetes Fleisch gegessen, vielleicht eine Art Speck", so Zink. Da Ötzi von der Südtiroler Seite aufgestiegen war, stammte der Proviant höchstwahrscheinlich von dort. (APA, 19.1.2017)

Quelle:
derstandard.at/2000051118441/Mageninhalt-analysiert-Oetzi-staerkte-sich-mit-einer-Speckjause
tirol.orf.at/news/stories/2820791/
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/oetzi...speck-a-1130862.html
www.spektrum.de/news/oetzis-letztes-mahl-war-speck/1435969

www.eurac.edu/de/research/health/iceman/Pages/default.aspx

P.S.: Ob Ötzi den Schpeckknödeltescht bestanden hätte?
Letzte Änderung: 21 Jan 2017 12:58 von Jupiterl. Grund: Link

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Powered by Forum